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First Impression: MTV’s The Shannara Chronicles

MTV. Der ehemalige Musiksender nahm sich Terry Brooks trashiger Herr der Ringe-Epigone an.

Sexy Buben & Mädchen, gerne mit spitzen Elfenohren, geben sich ein kitschiges Klischeestelldichein, aber im Gegensatz zum Einstand von zum Beispiel Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. macht dieser High Fantasy-Aufguss einfach Spaß. Ein verschmitztes Lächeln ist erlaubt.

The Shannara Chronicles (Image: MTV)

The Shannara Chronicles (Image: MTV)

MTV bietet die ersten beiden The Shannara Chronicles auf Youtube an.

Amazon Prime wird die Serie fortan jeweils Mittwochabends hierzulande bereitstellen. Ich bin selbst überrascht, wie gut mir diese Fantasy-Schote gefällt. Druiden, Elfen, Gnome, Trolle und eine handvoll Elfensteine … Ich kann nur viel Vergnügen wünschen und weiter lächeln.

Verdict: So far, ridiculous fun with a childish smile. Bring it on.

Ich sehe bereits Rollenspielrunden, die ihrerseits den Ellcrys behüten und die Fury Demons bekämpfen … 

Disney aufgepasst! So sieht vortrefflich gemachter Trash aus und dafür muss niemand in eine weit, weit entfernte Galaxie reisen, um der gleichen Geschichte wieder und wieder beizuwohnen. It has begun … Enjoy!

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6 Kommentare

  1. Ich habe die Romane nach der ersten Trilogie alle gerne gelesen und in den frühen 90ern tatsächlich eine stark an die Elcryst-Story angelehnte Kampagne mit D&D gespielt. Und auch wenn ich bei den Romanen ein mehr tolkienoptischeres Kopfkino hatte, muss ich sagen, man kann sich an den MTV-Look gewöhnen, in sich ist der stimmig und teilweise mit feinen props versehen.
    Insgesamt finde ich es ziemlich cool und frisch umgesetzt, unerwartend unterhaltsam – bin sehr positiv überrascht.

    • Ich kann es nur wiederholen, ich saß die ganze Zeit mit einem feisten Grinsen vor der Flimmerkiste. Anfangs dachte ich, ist das jetzt eine der üblichen Teenie-Klamotten oder ein cheesy Fantasy-Streifen. Es ist wohl beides – für mich. Ich werfe mal den Zauberbogen in einen Nachbarraum. Viel Spaß damit, alles Gute[, Mr. Dungeonslayers (?)]

      PS: DS & Co. gehören nun wirklich nicht zu meinen Favoriten, deshalb freut mich ein Slayer-Kommentar besonders. Dinge (Rollenspiele) sind keine Menschen. Diversity! Meine Grußformel meine ich entsprechend ernst.

  2. Erstaunlich unterhaltsam. Ich mochte es und fand es gar nicht sooooo trashig. :)

    Sehr gut ist die konsequente Abgrenzung zu Jacksons Mittelerde-Ästhetik, was angesichts von Quellenmaterial und Location eher nicht zu erwarten war. Kudos. Der 20-minütige Hunger-Games-Auftakt wird wahrscheinlich die meisten harten Brooks-Fans vergrault haben, aber das war zum Einfangen der MTV-Zielgruppe und kann man den Produzenten schlecht vorhalten. Der Rest war flott, unterhaltsam und natürlich anders als das Buch. Aber alle Bases are covered und die Änderungen im Mythos sind vernachlässigbar. Allanon als dauerangepißter Muckibuden-Gandalf war großartig und auch mit Gusto gespielt. Will Ohmsford kommt nicht so gut weg, was ich angesichts des Castings aber schon erwartet hatte. Eine heftige Überraschung aus dem Buch haben sie leider schon verraten, aber vielleicht schlagen sie dann wenigstens die Suspense aus dem Vorwissen, die möglich ist.

    Die Musik (außer in der Begegnung Allanons mit der ältlichen Elfe, ein cleverer Mix zwischen Pop und Shores Lothlorien) fand ich nicht so dolle und vor allem zu laut eingemischt.

    Ne, sonst nix zu meckern. Schöner Auftakt. Wenn sie jetzt nicht in das episodenhafte von Legend of the Seeker verfallen und das Tempo und die Stringenz der Vorlage weiterhin hochhalten wird das eine klasse Abenteuerserie.

    Tiefgang gibts auf der nächsten Werft. Bitte weitergehen.

    • Mir scheint, sie wollen eine durchgehende Geschichte erzählen, wenn ich mir Teil 3 so anschaue.
      Hunger Games scheint mir ein guter Einstiegsvergleich. Ich bleibe aber dabei, dass es sich – für mich – um High Fantasy-Trash handelt, der kurzweilig unterhält.
      Game of Thrones, und ich bin Fan der ersten Bücher, hat leider den Pfad der Tugend längst verlassen, indem sie auf die Kerngeschichte immer noch etwas Niederschmetternderes draufsetzen müssen. Erreicht wird dadurch – bei mir – genervte Belanglosigkeit. Leider.
      Shannara versucht erst gar nicht, seine Karikaturencharakter zu verstecken, erzählt flott sein Geschichtchen. Gut gemacht!

      Hoffentlich bleiben sie bei diesem Ansatz.

  3. Nach den ersten vier Episoden: Die positiven Eindrücke haben sich verstärkt. Das ist erstaunlich unterhaltsam. Besser bisher, als ich erwartet hatte. Wer genau hinschaut: Sie wissen, daß sie sub-par CGI einsetzen und lassen es eine ganz kleine Spur *ruckeln*, so daß es wie eine Harryhausen-Stop Motion aussieht (Ende Episode 3). Wundervoll.

    • Ich bin wohl etwas hinten dran – Teil 3, aber ich bin noch immer recht angetan. Aus welchen Gründen auch immer, aber der Bravo-Starschnittfantasycharme amüsiert mich mehr als z. B. das pseudoerwachsene Jessica Jones auf Netflix.