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Fantasy Age: Fluchthelfer & andere Begegnungen

Beinahe klammheimlich geht es mit dem deutschen Fantasy Age weiter – zumindest wusste ich bis gestern nichts über das Kurzabenteuer Fantasy Age – Begegnungen #01 – Fluchthelfer (6 Seiten, 2,99 €). Die PDF-Ausgabe gibt es seit Kurzem im Online-Shop von Ulisses.

Fantasy Age - Begegnungen #01 - Fluchthelfer (Image: Truant Spiele)

Fantasy Age – Begegnungen #01 – Fluchthelfer (Image: Truant Spiele)

„Fluchthelfer ist die erste Fantasy AGEBegegnung. Darin treffen unsere Helden auf Banditen, die eine Gruppe von Kindern entführen möchten. Aber die Banditen sind das Geringste ihrer Probleme und man weiß nie, ob alles so ist, wie es scheint.

 

Fluchthelfer ist ein Fantasy-AGEAbenteuer für Helden der Stufen 1-4.

 

Fantasy AGEBegegnungen sind Kurzabenteuer, die ohne große Vorbereitung auf Conventions oder mal zwischendurch gespielt werden können. Sie eignen sich auch als Erweiterungen für längere Abenteuer oder als Übergang zwischen den einzelnen Abenteuern einer Kampagne.“
Fantasy Age – Begegnungen #01 – Fluchthelfer (PDF) Klappentext (Stand: 12. August. 2016)

Von Mario Truant, dem Herausgeber, höre ich, dass bereits an weiteren Titeln gearbeitet wird.
Auch wenn es noch keine konkreten Termine gibt, sind zunächst Fantasy Age – Begegnungen #02 – Gefahr aus den Minen (Arbeitstitel) und Die Straße des Einsiedlers (Arbeitstitel) jeweils als PDF geplant. Letzteres soll ein kurzes Abenteuer im Stil der Begnungen für Titansgrave sein. Titansgrave wird als Buch und als PDF erscheinen. Vielleicht klappt es noch zur SPIEL ’16 oder zumindest dieses Jahr.

Dies bedeutet, es bleibt nicht beim Grundregelwerk, vielmehr wird das Rollenspiel weiter unterstützt. Grundsätzlich eine gute Sache, das Regelwerk eignet sich nach meinem Dafürhalten besser für Einsteiger als die meisten anderen marktbegleitenden Boliden. Mit dem ebenso einfachen Vorgänger – der Pen-&-Paper-Ausgabe von Green Ronins Dragon Age – hatten wir jedenfalls unseren Spaß. 

Um ehrlich zu sein, bin ich gespannt, wie der Markt „die Schwemme“ an deutschen Übersetzungen bekannter englischsprachiger Systeme aufnimmt. In meinem Bekanntenkreis spielen praktisch alle mit den Originalen. Aufmerksamkeit erregen allenfalls Rollenspielangebote wie Cultos Innombrables (Unaussprechliche Kulte). Spanischkenntnisse sind nicht so weit verbreitet.

Übersetzung sind quasi per se schwierig. Sie kommen (Jahre) später, sind mitunter wirklich mies übersetzt (z. B. Legends of the 5 Rings, Der Eine Ring) oder/und es finden sich ein paar Kompetenzbestien, die das Ganze sowohl in der Luft zerreisen als auch selbstredend viel besser gemacht hätten (Fantasy Age), aber in den seltensten Fällen tatsächlich etwas Besseres liefern.

Wie auch immer, Fantasy Age – Begegnungen #01 – Fluchthelfer steht zum Losspielen bereit. Viel Spaß damit (oder womit auch immer.)

Quelle: Mario Truant persönlich

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4 Kommentare

  1. It appears not grow me to contact occasion to without . supply complex texts adequate translations is not without pitfalls , which has always been controversial. In this specific case , the result was certainly room for improvement , which should be made by means of constructive criticism the author deliberately . How can you not want that?

    • Jens, ITSFWI(?) – If you think you’re one of the persons I’m refering to, you may lookup some helpful guidelines for „constructive criticism“.

      English: How to Give Constructive Criticism: 6 Helpful Tips
      German: Konstruktiv kritisieren

      tl;dr: It’s not what you say, but how you say it.

      Please note that I didn’t (and certainly will not) name or even link anyone specific. My commentary isn’t on a personal level!
      However, I’m also unable to stop anyone to twist my words. It appears to me that some people are easily upset (and like it that way).
      I’ll not join any „flame war“ (aka cyberbullying) or personal accusations. I’ll gladly leave that to others.
      Everyone (including you) is most welcome to discuss – in a „constructive way“. Nevertheless, I force no one to visit my blog – everybody is free to ignore it.

      Finally, I’m definitely talking about the general situation. I totally agree with you, translations have been „controversial“ since the dawn of roleplaying in Germany (e. g. Taschenlampe, AD&D, IIRC). The overall conditions for rpg translations are not very helpful. The budgets and qualified translators or editors are very limited.
      In this specific case, my answer hasn’t changed. There might be „certainly room for improvement“, but I don’t see a real showstopper.

      As always: Your mileage may vary. Diversity.

      Thank you and take care.

  2. Thorsten Panknin

    13/08/2016 @ 19:34

    Hi,

    > […] oder/und es finden sich ein paar Kompetenzbestien, die das Ganze sowohl in der Luft zerreisen als auch selbstredend viel besser gemacht hätten (Fantasy Age), […]

    Ich sehe das ähnlich. Es sind oftmals und immer wieder dieselben Leute, die auf der Arbeit anderer Leute herumpinkeln müssen. Ob sie selbst das besser könnten, ist da für mich nicht ausschlaggebend.

  3. Ein Phänomen sind die selbsternannten „Experten“, die zuallererst die Arbeit anderer schlecht machen und meinen sich selbst dadurch zu erhöhen.
    Das andere, schwierigere Problem ist die Übersetzungsarbeit selbst. Bevor man nicht selbst eine solche Aufgabe versucht hat zu bewältigen, kann man oft von außen die fallstrickreiche Arbeit nicht einschätzen. In der „Industrie“ wird oft auch zuwenig Geld dafür ausgegeben, mit der Folge mangelhafter Ergebnisse. Das betrifft so z.B. schon Publikationen einiger namhafter Verlage, ist also nicht auf den RPG Bereich beschränkt.

    Persönlich bin ich glücklicherweise in der Lage englische Texte schnell zu erfassen, so dass ich hier schnell zum Original greife. Bei spanischen oder auch schwedischen Texten gelingt mir das leider nicht, so dass ich grade hier auf Übersetzungen angewiesen bin. Bei allen Mängeln war ich da dann bisher immer froh überhaupt in den Text einsteigen zu können. …
    Der Verzicht auf Übersetzungen wird wohl nicht gehen, außer man ist geneigt den eigenen Horizont drastisch einzuschränken. …