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Truant Spiele veröffentlicht Fantasy Age voraussichtlich zur RPC 2016

Fantasy AGE (Image: Green Ronin)

Fantasy AGE (Image: Green Ronin)

Truant Spiele. Mario Truant wird voraussichtlich morgen die deutsche Übersetzung von Green Ronins Fantasy Age offiziell ankündigen. Der Nachbarblog Meisterperson bekommt den goldenen Sherlock-Preis.

Die aktuelle Planung sieht folgendermaßen aus:
Das Fantasy Age-Grundregelwerk und der auch im Englischen erst angekündigte Spielleiterschirm sollen zur Roleplay Convention 2016 (RPC, 28. & 29.05.2016) erscheinen. Die Übersetzung von Titansgrave: Ashes of Valkana soll zu einer späteren Convention folgen.

Szenekenner/innen wissen es bereits: Änderungen vorbehalten! Gerade in Bezug auf den noch nicht erhältlichen Original-Spielleiterschirm wäre ich vorsichtig. Nach aktuellem Kenntnisstand wird der Verlag das Grundregelwerk entsprechend priorisieren.

Im Hintergrund wird bereits an der einen oder anderen Idee gefeilt. Aber wie das immer so ist, Ideen sind einfach, die Umsetzung zeigt, was tatsächlich möglich ist.

Dragon Age, quasi die Vorlage von Fantasy Age, gefiel mir am Spieltisch in vielerlei Hinsicht. Ehrlicherweise rockte mich das Magiesystem nicht sonderlich, aber das ist sicherlich Geschmackssache und leicht hausregelbar. Ich für meinen Teil freue mich auf Fantasy Age. Endlich eine moderne, vorzeigbare und vor allen Dingen recht schlanke Alternative zum hierzulande üblichen Pfadfinderaugensplitterslayer. Wie Green Ronin und der Truant Verlag mit diesem „Alleinstellungsmerkmal“ umgehen werden, wird sich noch zeigen.

Update 11. Nov. 2015: Link zur offziellen Verlagsankündigung eingearbeitet.

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4 Kommentare

  1. „Endlich eine moderne, vorzeigbare und vor allen Dingen recht schlanke Alternative zum hierzulande üblichen Pfadfinderaugensplitterslayer.“

    Pfadfinderaugensplitter verstehe ich ja, aber Slayer?
    Dungeonslayer ist doch mindestens ebenso schlank wie Fantasy Age (und vom Format sowieso)?

    • Ich persönlich halte das nach eigenen Aussagen „altmodische Rollenspiel“ Dungeonslayers zwar für recht schlank und unerwartet modern,
      aber nicht zwingend vorzeigbar.

      Die ganze Anmutung/Anbiederung an diese Retro-Hobbyauslegung ohne Eigenwille (Ideen) macht DungeonSlayers für mich obsolet und irgendwie typisch deutsch. Ich brauche kein xtes PfaD&DSASplitterMidgard. Andere Spiele (Cthulhutech, Esteren, Symbaroum, etc.) mögen zwar mitunter auf anderer Ebene scheitern, aber sie bieten wenigstens ein paar Anregungen oder/und sehen schlicht und ergreifend besser aus. Wenn ich ein einfaches, schnelles und generisches System will, dann würde ich T&T wieder spielen. Rollenspielgenerika macht mich zumeist nicht an, wenn ich da nichts Besonderes sehe und das gilt – in meinen Augen – besonders für den Fanliebling DungeonSlayers. Sollte Mario eine brauchbare Übersetzung von Fantasy Age auf die Beine stellen, wovon ich ausgehe, dann werde ich Rollenspielinteressierten einen Blick in diese Alternative empfehlen. DungeonSlayers wird es sicher nicht sein. Ich stehe einfach nicht auf diesen 80er-Style gepaart mit OSR-Trittbrettfahrerei. Ich halte sicher niemanden auf …

      Ja, ich weiß, dass Dragon Age/Fantasy Age an einigen Stellen auch eher traditionell daherkommt, aber das Stunt-System hat in meinen Augen was. Man kann von Titansgrave halten was man will, aber es sicher keine weitere 08/15 Fantasywelt …

      • Nun ja, dass Dungeonslayers sich mit dem selbstironischen Titel und Auftreten keinen Gefallen tat, habe ich ja in meinen beiden Rezensionen schon geschrieben.
        Ich sehe in dem Buch auch keinen echten 80er-Jahre-Stil – und OSR schon gar nicht. Mir sieht das mehr nach Prä-VTM-90er aus.

        Stichwort Generika:
        Dragon Age hatte als Verkaufsargument noch das Setting und die Anbindung an ein Game (obwohl ich das Setting alles andere als originell finde – „Darque EDO“ ist halt auch nur EDO), aber Fantasy Age ist als absichtlich ent-spezifiziertes Regelwerk das Paradebeispiel für „Rollenspielgenerika“. (Was für mich fast immer ein Argument FÜR einen Kauf ist, nie dagegen.)

        Ob Fantasy Age oder Dungeonslayers ist letztlich wohl eher eine Frage der Ästhetik (und des Preises?) – aber Fantasy Age bedient moderne Sehgewohnheiten eher als DS, und dürfte damit auf dem richtigen Weg sein.

        • Ich kenne Deine Rezensionen nicht. Als die erste Buchausgabe vor der Box herauskam, beschäftigte ich mich kurz mit Dungeonslayers. Ich war, wie angedeutet, überrascht, dass es eben kein einfacher Old-School-D&D-Klon ist. Stattdessen wird ein anderer beliebiger Systemmix (D20, SaWo-Monsterbeschreibungen) geboten, aber ohne merkliches Allerstellungsmerkmal. Ob das jetzt Prä-/Post-VTM-geprägt ist, erscheint mir nebensächlich. Erstaunlicherweise stellte ich mir oft die Frage, wie ich das Spiel im Verhältnis zu Midgard bewerte. Es verlor. Midgard unterstütze ich noch immer, obwohl ich es seit den 90ern nicht mehr gespielt habe.

          Fantasy Age gehört zweifelsohne zur Rollenspielgenerika, indes mit eigenwilligen Twists (Abilities hart von oben nach unten auswürfeln (sehr Old School, oder?), Stunts). Seit dem Flop Savage Worlds meide ich generische Allzwecksysteme zunehmend. Ich will nicht jedwede Situation halbgar abbilden, sondern genre-/spielabhängige „Stimmungen“.

          Aus meiner Sicht gehen die Unterschiede über die Ästhetik hinaus. Fantasy Age wirkt weniger plump zusammengeklaubt.

          PS: Dragon Age hat etwas von einer unglücklichen Dreiecksbeziehung mit D&D und Game of Thrones. Keiner wird richtig glücklich, aber es gibt immer wieder prickelnde Momente. Standardtropes wurden clever „permutiert“ (z. B. Stadtelfen).