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Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game dissen!

Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game

Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game

Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game (dt. Star Wars: Am Rande des Imperiums – Einsteigerset). tl;dr: Unter den Gesichtspunkten eines Appetizers für Rollenspiele halte ich diese Box für teuren Nepp, nein, ich gehe so weit, dass ich von Bauernfängerei spreche.

Bereits bei meinem Vergleich der kommenden Shadowrun Beginner Box Set mit der für einige augenscheinlich sakrosankten Gurke, ja, dem Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game kam gleich Gegenwind auf. Gut so. Die Spiele sind eröffnet!

„Die heutigen Schnupperboxen (Edge of the Empire, Fake-Red Box von D&D 4) hinterlassen oft den Geschmack, für eine unverbindliche Kostprobe mal eben 20 bis 25 Euro abgedrückt zu haben und sind viel zu schnell „ausgespielt“. Von den riesigen Mogelpackungen fang ich nicht an (da wars früher auch nicht besser), aber Kunden erwarten eigentlich gefüllte Boxen.“
Tagschatten (31.12.2013)

Blognachbar Tagschatten beschäftigt sich öfters mit dem interessanten Thema Rollenspieleinstieg und geeigneten Produkten.

Übrigens und ganz nebenbei, der Heidelberger Spieleverlag hält in Deutschland die Preise für Originalprodukte von Fantasy Flight Games oft künstlich hoch, um seine später folgenden deutschen Ausgaben preisgünstiger anzubieten. Das Original Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game kostet(e) hierzulande offiziell 29,95 € (US $29,95), wenn ich mich recht entsinne und die deutsche Übersetzung wird zurzeit vom Verlag für 24,95 € angeboten. Bei bekannten Online-Händlern gibt es das Einsteigerset noch etwas günstiger. Es braucht keinen diplomierten Betriebswirt, um die Beweggründe zu verstehen, aber muss man als Kunde dieses Geschäftsgebaren unterstützen? Bookdespository bietet oft preisgünstig an und liefert kostenlos nach Deutschland.

[Update 08.01.2014: Angeregt durch einige konstruktive Kommentare und die folgende Diskussion ergänze ich meine Aussagen, da diese bislang augenscheinlich für sich genommen zu Missverständen führen. Der Dollar steht beispielsweise heute bei ca. 1,36 €. Der Heidelberger Spieleverlag (und auch andere Hobbyverlage) bieten (Abenteuer- und Rollen-)Spielimporte zu einem Wechselkurs von 1:1 (Dollarpreis = Europreis!) an. Für Originale bietet sich als Kunde eine Orientierung an einem angemessen umgerechten Dollarkurs an – zumindest mache ich dies in der Regel so.

 

Beispiel (Stand 08.10.2014 – ca. 15.30 Uhr)

Descent 2. Edition
Preisangabe auf der FFG-Homepage: 79,95 $
Ungefährer Preis nach Umrechnung: 58,81 €
Offizielle Preisangabe Heidelberger Spieleverlag: 59,95 € (dt. Ausgabe), 79,95 € (engl. Ausgabe)

Aktueller Preis (engl. Ausgabe) bei bookdepository.co.uk: 58.52 €, bookdepository.com: 55,41 €
(Achtung! Lieferzeit jeweils ca. 2 Wochen, häufig wechselnde Preise)

 

Selbstverständlich gibt es auch Anbieter in Deutschland (z. B. Cosimshop, Magierspiele, etc.). Entsprechende Stichproben zeigten, dass keiner 79,95 € für die Orignalversion von Descent 2nd Edition verlangte. Die Preise lagen jeweils in der Nähe des in Euro umgerechneten Dollarkurses (und damit dem Preis der deutschen Ausgabe).

Geiz ist nicht geil und support your local dealer, wenn es einen gibt. Ich für meinen Teil bin jedoch – im gegebenen Wechselkursrahmen – nicht bereit, eine 1:1-Umrechung für Originalversionen zu unterstützen.  Jeder entscheidet selbst über seine Zahlungsbereitschaft  … ]

Da wir schon dabei sind, außer ein paar Tokens (Pappkameraden für Charaktere, Monster und Raumschiffe) und Spezailwürfel, was bietet das Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game, dass wir nicht in vergleichbarer Form jährlich unter den Free RPG Day-Angeboten finden können und zwar kostenlos?

Die Antwort ist einfach: $tar War$, also nichts sonderlich Spannendes!

Wer es nicht glaubt, dem sei das Blog Einige Seiten des Buch Eibon empfohlen, dort gibt es eine nicht mehr ganz aktuelle, aber nichtsdestoweniger sehr interessante Liste mit Einsteiger-, Kurz- und Schnellstartregeln für Rollenspieler und ihr Preis beträgt normalerweise: Niente, Nada, Nichts, Nullinger!

Darüber hinaus bekommt man für sein Geld eine Verpackung, die gerne bereits beim ersten Öffnen Auflösungserscheinungen zeigt.

Ein 32-seitiges Adventure Book mit einer „offenen Sandbox“, der Stadt Mos Shutta auf dem Planeten Tatooine, die sich schlauchartiger als ein Dungeon aus den 70ern anfühlt.

„… Hopefully, the PCs [Player Characters] won’t attempt to climb down the rocky cliff or otherwise leave Mos Shuuta without stealing the ship. If they try, explain that the cliff is to sheer and the only entrance or exit that isn’t the spaceport is very heavily guarded …

 

… players are strongly encouraged to proceed in the order presented here … “
Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game – Adventure Book, p. 6

Mensch ärgere Dich nicht – bietet beinahe mehr Handlungsoptionen als diese nebenan zum Besten Abenteuer 2013 gekürte Meisterleistung des Rollenspiels, denn in diesem Stil geht es munter durch sechs Encounter und einige Abenteuervorschläge. Elektionsstörung?
Was auch immer die intrinsische Begründung für diese Anerkennung in der Nachbarschaft sein mag, ich bin hier draußen und frage mich, inwieweit die Form die Bewertung des Inhalts beeinflusst. Füllmaterial und Gedöns, bunte Bildchen, ein ziemlich überflüssiges Miniregelwerk ohne großen Mehrwert und ein knappes, unzureichend designtes Abenteuer sind nicht genug – für mich.

„Did you hear that? They shut down the main reactor. We’ll be destroyed for sure. This is madness. We’re doomed.“
– C3P0 (Star Wars: A New Hope)

Zwischenfrage: Was wäre Star Wars ohne die Macht und die Jedi? Noch langweiliger!

Nerd-Shitstorm, bitte hier entlang: Die Suspension of Disbelief – also die willentliche Aussetzung der eigenen Ungläubigkeit – greift bei mir nicht mehr, die Serie wartet einfach mit zu vielen Ungereimtheiten und Plotholes auf. Als Kind mochte ich die Orignalfilme, doch mittlerweile ist selbst Star Wars: Episode IV – A New Hope nahezu unsehbar geworden. Erst Brain AFK und dann vollends abschalten.

„Fairy-tale rubbish but could be interesting perhaps …

 

… new rubbish dialogue reaches me every other day on wadges of pink paper – and none of it makes my character clear or even bearable.“
Alec Guinness (aka Ben Kenobi) about Star Wars

„Märchenmüll“ hin oder her, die Macht, dieses tragende Element der Filme kommt in diesem Rollenspielappetitanreger praktisch gar nicht vor. Funktioniert Blade Runner ohne Replikanten oder Dungeon & Dragons ohne Zauberer? Im vollständigen Star Wars: Edge of the Empire-Rollenspiel wird Spielern und Marketingopfern schließlich zumindest der Force Sensitive zugestanden. Wow, beeindruckend. Warten und noch zwei oder drei Regelwerke kaufen, bis endlich die Spielregeln für die „richtigen“ Jedi zur Verfügung stehen. Mit diesem ausgeklügelten Produktdesign bespaßt der Hersteller treue Fans. Der Erfolg mag ihnen recht geben: Ma$$e statt Kla$$e setzt sich durch!

Im verhältnismäßig redundanten Rulebook des Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game, welches die bekannten Regelerläuterungen aus dem Adventure Book zusammenfasst und marginal ergänzt, tauchen die Laserschwertmeister ebenfalls nicht auf, stattdessen wird ein Regelextrakt mit wenigen Raumschifftypen und Gegenspielern angereichert. Das Spielsystem erinnert stark an die gefloppte und still und heimlich begrabene 3. Edition des Warhammer-Rollenspiels, allerdings ohne quasiobligatorische Sammelkarten. Kein Wort über eine eigenständige Charakter- oder gar Abenteuererschaffung.

Stattdessen verweist ein beigelegter Flyer auf das kostenlose Downloadabenteuer The Long Arm of the Hutt (46 Seiten). Für dessen deutsche Übersetzung Der Lange Arm des Hutt muss man sich sogar bei drivethruRPG anmelden. Diesen Kundenunservice schlägt nicht einmal Fantasy Flight Games, dort bekommt man die Fortsetzung einfach so.

Das war es dann mehr oder minder. Die doppelseitige Karte, vier vorgefertigte Charakterbögen, ein paar Pappspielsteine und Würfel ersetzen keine Unterstützung zur Entwicklung eigener Ideen und Abenteuer. Ohne Bonusszenario aus dem Internet dürfte nach gut 4 Stunden, spätestens aber nach zwei Nachmittagen Schluss mit lustig sein.

Die Pappkameraden könnten eigentlich eine preiswerte Alternative für Miniaturen sein, dummerweise wird das Konzept in keiner Erweiterung des Star Wars: Edge of the Empire RPG fortgeführt. Nach dem ach so tollen Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game hat man also zum Spielen zu wenig und zum Wegwerfen ist das Spielmaterial dann doch zu teuer.

Das Adventure Book mit den vier Beispielcharakteren ginge als Free RPG Day-Modul durchaus in Ordnung, aber das Ganze als Einsteigerrollenspiel zu verkaufen, ist in Anbetracht des Marktangebots ein schlechter Scherz.

Als erfahrener Rollenspieler ist das zugegebenermaßen ansehnlich bunte Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game vollkommen belanglos und überflüssig. Anfänger werden auf eine falsche Fährte gelockt, Rollenspiel ist in meinen Augen weitaus mehr als das Wiederkauen von Produkten des Verlags. Im Netz wird eine Vielzahl kostenloser Schnellstartregeln angeboten, die in etwa dasselbe leisten.

Wer unbedingt ein wenig Geld investieren will, der versucht es besser mit der Pathfinder Roleplaying Game: Beginner Box* (Paizo, Ulisses Spiele (dt.)) oder mit dem Dragon Age RPG (Set 1, Green Ronin). Das Einstiegsniveau ist bei beiden Alternativen vergleichbar, aber sie bieten einfach mehr Rollenspiel(optionen).

Gänzlich unverzagte Fans des milliardenschweren, sogenannten „Fairy-tale rubbish“ von George Lucas sind mit dem Star Wars: Edge of the Empire RPG – ohne Beginner (!) – und einem Würfelset besser bedient, wenn sie sich The Long Arm of the Hutt umsonst herunterladen. May the Force be with you. You will need it. Achso, Jedi-Ritter gibt es ja noch nicht.

Fantasy Flight Games wird seinen Kladderradatsch so lassen, weiter abkassieren, aber sie könnten es auch richtig machen.

* Ja, wenn ich das Star Wars: Edge of the Empire Beginner Game betrachte, empfehle ich ein Pathfinder-Produkt.

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29 Kommentare

  1. Da hast du ja ordentlich eingedroschen. Da du ja kein Freund von Star Wars bist sei es dir gegönnt. Das Heidelberger seine deutschen Produkte günstiger anbietet als die englischen ist ja nun wirklich kein Bauernfang. Günstigere Anbieter zu nutzen immer probat und empfohlen.
    Obacht bei Bestellungen aus den USA, oft winkt noch der Zoll.
    Da kann es schon mal sein, dass die Bestellung teurer wird als gedacht.
    Wenn man sich die ersten beiden SW Rollenspiele ansieht, da waren die Jedi von Anfang an mit dabei, was hat das gebracht…
    …jeder wollte nur Jedi spielen. Muhhh
    Nun hat man zu Beginn „nur“ die Auswahl der Normalos und dies hat seinen Reiz.
    Denke die Idee der nachfolgenden Erweiterungsbände ist weder bei FFG noch bei den Heidelbären erfunden worden. Aber ein legitimes Mittel eine RPG Serie aufzubauen.
    Daraus einen Strick zu drehen, finde ich etwas übertrieben.

    Für 20-25 Euro kann ich mir auch 2 Cd´s kaufen , die habe ich in 1,5 h durchgehört. Wenn sie gefällt auch etwas länger ..und ?
    Ich kann auch für 20 Euro Essen gehen, das ist dann in 30 min gegessen und übrig bleibt ein Tag später nur Schei…
    Mit 20 Euro kann ich mir ein Blue Ray Film kaufen oder mit meiner Frau ins Kino gehen…
    Inzwischen kosten die meisten Spiele weit über 40 Euro. Die von Dir als Beispiel herangezogenen Starterboxen kosten in diese Richtung ( 40 Euro). Wenn einem das Spiel dann nicht gefällt ist halt mehr Geld futsch, mehr Inhalt hin oder her.
    Star Wars ist eine große Marke, die, so man sie haben mag, leider auch mehr Geld hinlegen muss.
    Nun , ich mag Star Wars und ich habe die Einsteigerbox. Wir hatten Spaß und ich habe sie inzwischen mehrmals gespielt und geleitet. In der Summer gute 10 Stunden Spaß für 20 Euro.
    Es gibt da drausen weitaus schlechteres für mehr Geld. :)

    • Was Heidelberger macht, kenne ich von anderen Spielevertrieben in diesem Umfang nicht.
      Bookdepository (Achtung co.uk und com) sitzen in UK. Lieferzeit ca. 2 Wochen …

      Jedi gehören zu Star Wars! Jetzt muss man eigene Hausregeln machen, wenn man eine Jedi spielen will.
      Das ist nach meiner Meinung Muhhh^2

      Es sind keine Erweiterungen, sondern 2 weitere Rollenspiele.Sorry, wir machen ein Alien-Rollenspiel und wir lassen die Aliens raus.
      Ich nenne das euphemistisch Veräppelung …

      Das Preisargument mit Vergleichen – mein Favorit. Die meisten Schnellstarter gibt es im Netz umsonst!
      Dementsprechend schlage ich vor, es entweder mit einem/r erfahrenen Spielleiter zu versuchen, oder sich so ein Teil herunterzuladen.
      Ausprobieren und wenn es unbedingt sein muss, gleiche das richtige SW: EotE RPG zu kaufen.
      Wie lange hast Du an der Roten D&D Box gespielt sicher länger als 3-4 Nachmittage, oder?

      Die Pathfinder Box habe ich für <20€ gekauft und Dragon Age für ca. 30 €...

      Ja, man kann sein schlechter ausgeben, aber auch sicher besser. Die bleibt nach meiner Meinung ein schlechter Witz.
      Ich kann natürlich immer wieder das gleiche Railroadabenteuer mit meinen Spielern spielen. Hm.
      Eine andere Möglichkeit, ich kaufe die Box, geh auf einen Con oder mache immer das gleiche Demo.
      Oh, ich bezahle, um für FFG Werbung zu machen.

      Kostenlos ein anderes System anchecken und dann ein richtiges Rollenspiel kaufen, macht in meinen Augen einfach mehr Sinn.

      Schlechter geht beinahe immer, aber es geht auch besser und zwar wesentlich!

      • Naja – Jedi gehören nicht zwingend zu Star Wars. Es kommt schon darauf an, in welcher Zeit das jeweilige Spiel spielt. Und FFG hat mit den am Ende drei Core-Rulebooks (Edge of the Empire, Age of Rebellion, Destiny and Despair (oder so)) dabei den Hintergrund im Blick, der in der Zeit kurz nach der Zerstörung des ersten Todessternes spielt. Und in dieser Zeit gab es nach Filmen zumindest nur insgesamt fünf, später vier Jedis – der Imperator, Darth Vader, Yoda, Obi van Kennobi, Luke Skywalker … Über Prinzessin Leia kann man jetzt natürlich streiten, aber in den Filmen zeigte sie nun keine „Kräfte“ …
        Insofern passt es, dass Jedis in Edge of the Empire keine Rolle spielen. Gleichwohl gibt es „machtsensitive“ Figuren, die zumindest ein wenig andeuten sollen, dass es ein wenig Hokuspokus und Zauberei geben kann. Mit dem Dritten Core-Rulebook, das 2015 erscheinen soll, wird den Jedis dann wohl viel Raum eingeräumt werden …
        Sei es, wie es sei: Ja, wer Jedis spielen will, der wird mit SW EotE keine gute Wahl treffen. Dem empfehle ich dann hilfsweise SW The old Republic, das MMORPG. Da kann man Jedis und Siths noch und nöcher spielen.
        Deine Kritik an dem Inhalt der Beginner-Box teile ich zum Teil. Ich frage mich in der Tat, ob ich mir diese Box zulegen soll, weil ich nun immerhin ein Würfelset und ein paar Tokens sowie Beginner-Charaktere bekommen kann – in hoher, für FFG typischer Qualität. Ein Würfelset allein kostet je nach Kaufort zwischen 7 und 15 EUR … Bei den sklaventreibenden Amazonen für knapp unter 12 EUR … Ob es das aber wirklich wert ist?
        Ich frage mich eher, ob ich mir SW EotE, das Core Rulebook zulegen soll. Das ist ein fetter Klopper, in welchem wirklich viel Spielsubstanz drin steckt; und der Preis stimmt allemal. Und nein: reine Fantasy-Produkte wie D&D Pfadfinder-Edition wären keine Alternative dazu.

        Mich würde bei all Deiner Kritik an der Produktstrategie bezüglich der Beginner Box interessieren, was Du von dem Spiel Star Wars – Edge of the Empire an sich meinst?

        • Erst einmal vielen Dank für das Verlinken im Telefon. Nicht nur mein Piwik freut sich. Danke.

          Anton, da hast Du ja in wenigen Zeilen einen raus gehauen … Ich versuche angemessen zu antworten.

          Star Wars ohne Macht/Jedi macht einfach keinen Sinn. Punkt. Jeder Spielleiter kann ohne Probleme die Macht auf Spielerseite verwehren, wenn er oder sie mag.
          Aber ein Star Wars-Rollenspiel ohne einigermaßen brauchbare Regeln für Jedis bezeichne ich als einen schlechten Witz. Wieder Punkt.

          Zufälligerweise sah ich vorgestern Episode IV (und gestern Teil I. Hilfe, was für miese Dialoge. Krass!).
          Das war eine desillusionierende und traurige Veranstaltung. Kindheits- und Jugenderinnerung zerplatzten wie Seifenblasen … (Die Edits sind noch schlimmer als erwartet.)

          Im Original von 1977 blubberte Grand Moff Tarkin zu Daft Vader etwas darüber, dass es keine Jedi mehr gibt, dabei turnte
          Kenobi gleichzeitig auf dem Todesstern rum. Die Referenz sind für mich die ersten Filme. T. Zahn (oder wie die ganzen Schreiberlinge heißen) und dieser nachträgliche Pseudoüberbau sind für in meinen Augen wenig relevant. Wir reden ja nicht vom Hobbit und irgendwelchen Anhängen aus anderen Büchern, oder? Bei mir auf dem WC liegt ein Stück Papier, da steht … :-)

          Von Yoda sprach im ersten Teil auch niemand und dann wurde er aus dem Hut Sumpf gezaubert.
          Warum soll ich das als SL/GM nicht auch dürfen?
          Von einem SW RPG – erwarte ich einfach -, dass es mich dabei unterstützt (zumindest für meine NSC). Force Sensitives sind nur eine Ausrede, ein „schlauer“ Marketingplan, um mehr Regelbücher zu verkaufen. Aus Quellenbüchern für Rogues, Soldiers und eben Jedis macht man einfach mal Grundregelwerke, die sich bekannterweise besser verkaufen … „Clever“, oder?
          Dieses Vermarktungsspiel machen sicher ausreichend viele Nerds mit.

          Doch in der Beginner Box gibt es noch nicht einmal einen Force Sensitive. Ich deutete es bereits an, streiche aus Aliens die Aliens und was bleibt dann?
          Lösche nur aus dem ersten Teil (also IV) die Macht raus. Kein Kenobi, kein Luke (weil z. B. sicher gefasst), kein zerstörter Todesstern usw.. Der Film ergibt dann nicht keinen Sinn, sondern gar keinen …

          Interessanterweise erschien die Beginner Box ein paar Monate (Wochen?) vor dem eigentlichen Regelbuch, damit sich die ganzen Die Hards (mich eingeschlossen. Argghhh) ja auch diese alberne Irreführung kaufen. Wenn Du eine schnelle Gruppe hast, dann bist Du nach 2 oder 3h durch. Zum „richtigen“ Spielen ist nichts Wesentliches enthalten. Würfel, das ist alles … Die Counter sind eine Sackgasse. Das „beste Adventure des Jahres“ (Sorry, Herr Nachbar) und das Rulebook sind mit dem vollständigen Regelwerk obsolet.

          MMORPG sind keine Rollenspiele :-) Der Vergleich hinkt in meinen Augen.

          Über Amazon möchte ich nicht einfach nachplappern. Ich bin weder Wallraff noch habe ich mich angemessen mit dem Thema beschäftigt.
          Journalist ist – keine – geschützte Berufsbezeichnung! Oft zweifele ich an ihren Ergebnissen und an dem gegebenen Kontext. Ich kenne jemanden bei Amazon persönlich, begeistert geht sicherlich anders. Another Story …

          Ok, zu Star Wars: EotE selbst: Auf den ersten Blick sieht es erwartungsgemäß sehenswert aus. Leistet es mehr als die 2nd Edition des Star Wars RPG von WEG? Nein, ich denke nicht. Es sind ein paar nette Ideen (z. B. Obligation – „Fate-Aspekte für Arme“), aber ansonsten ist es vor allem dick und bunt.
          Das erste SW RPG konnte meines Erachtens mindestens genauso viel, benötige aber weniger Raum.

          Aus erläuterten Gründen interessiert mich Star Wars selbst nicht (mehr so sehr), nostalgischer fairy-tale rubbish. Aber neue Spielsysteme sind in meinen Augen oft sehr spannend. Die Regeln sind der nächste logische Schritt nach WFR3. Es wurde ordentlich aufgeräumt. Die blöden Sammelkarten mit den ätzenden Cooldownmarkern sind weg. Dieses öde Konzept nervte bereits beim zweiten Spiel.

          Also wenn Du ein Star Wars-Fan bist, wovon ich ausgehe, dann lass die Box auf jeden Fall weg und besorge Dir direkt das richtige Regelwerk (Abenteuer ggf. downloaden), oder „besser“ schau, ob Du die 2nd Edition von WEG findest. Quellenmaterial gib es überall. Mit dem d6-System kann man leicht improvisieren. Ich mag das – Grundprinzip – mit den Spezialwürfeln von WFR3 und SW: EotE sehr. Das Micromanagement in WFR3 saugt jedoch ziemlich. D&D4 machte das viel besser.
          Über die genaue neue Implementierung kann ich nicht viel sagen. Nach der stupiden Beginner Box hatte ich keinen Nerv mehr, mich tiefer mit einem Star Wars-Rollenspiel ohne Jedi zu beschäftigen. Ich besitze die gelungene und ausreichende d6-Variante und ein paar Bücher mit d20-Regeln, die das Flair jedoch nicht richtig treffen, denn das d20-Regelwerk ist einfach zu träge für eine Actionserienadaption. Oft handelt es sich um eine Geschmacksfragen, aber wenn ich nach einem Spielnachmittag diese Rollenspiel(!!)einsteigerbox ausgereizt habe, fühle ich mich getäuscht, insbesondere wenn ich über 20€ dafür bezahlt habe. Die Pathfinder Box kostete deutlich weniger und ich bin nun wirklich kein Fan von Paizos Rollenspielepigon. #YMMV

          Es bleibt dabei, die Beginner Box für das FFG SW RPG taugt primär für die Ablage P.

          • Hallo.

            Nee, weit gefehlt: Ich bin kein Star Wars Fan. Ich lasse mich von diesem Weltraummüll nur genauso gerne berieseln wie von dem anderen Weltraummüll Star Dreck oder dem Weltraumsondermüll Babylon 5 nebst Battlestar Galactica. Wenn es um Science Fiction geht, bin ich gänzlich anders gepolt.
            Das ändert aber nichts daran, dass ich jüngst als Spieler einer Testrunde mit dem Einstiegsabenteuer beiwohnen durfte. Und seit dem bin ich durchaus angefixt.
            Klar: MMORPG und Rollenspiel sind nicht vergleichbar; wenn ich mir aber ansehe, wie stumpf und rein ergebnisorientiert nicht wenige Rollenzocker Rollenspiele spielen, dann ist die Grenze durchaus fließend. Genauso wie bei MMORPGs spielen ja auch nicht gerade wenige Leute solche Massenphänomene wie D&D oder Shadowrun nach dem Prinzip, wie man sich am besten und optimalsten welche Vorteile auf welchen Wegen besorgen kann, um so effizient wie nur möglich zu spielen. Und nichts anderes passiert bei MMORPGs, auch auf den „sogenannten Rollenspiel-Servern“ …
            Yoda aus dem Hut gezaubert: ja, Recht hast Du: Als Episode V am Start war, wurde Yoda das erste mal „wie aus dem Hut“ gezaubert. Aber wie Titel „Episode V“ und später die nachgereichten Perioden I – III zeigten, gab es einen Sinn dafür. Und in Periode III wurde ja nun auch der berüchtigte Befehl 66 ausgesprochen – mit entsprechenden Effekten.
            Ja, ich übertreibe, wenn ich feststelle, dass Jedi-Power in Star Wars keine Rolle spielt. Das ist natürlich falsch – vor allem vor dem Hintergrund, wie sehr Luke und Darth laserschwertschwingende Ikonen des Star Wars Universums sind. Allerdings ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass Han Solo, Chewbacca, Boba Fett, Jaba du Hutt, Lando Calrissian (schon nicht mehr so sehr), dafür aber die Ewkos, R2D2 und C3PO uvm. ebenfalls als Ikonen betrachtet werden und zudem viel zitiert werden. Und diese Figuren haben ALLE NICHTS mit „der Macht“ zu tun. Und wenn ich mir in meine lebhafte Erinnerung zurückrufe, wie sehr „Bounty Hunter“ Begeisterung bei Spielern und Spielleitern hervorriefen, dann kann ich nur sagen: die Stoßrichtung von Edge of the Empire ist genau diese Richtung.
            Und ich finde es überaus mutig und vor allem interessant, dem Jedi-Dasein und seiner „Besonderheit“ entsprechend Rechnung zu tragen. Allerdings trifft diese Strategie wohl bei mir auch einen entsprechenden Nerv, da mir Magie schon immer – auch in High Fantasy – stets zu suspekt war … Das ist dann wohl auch eine Frage der Erwartungshaltung. ;)

          • Alles eine Frage der Erwartungshaltung, des Geschmacks und der Zielsetzung. Ich erwarte die Macht in Star Wars. Streichen kann ich selbst, wenn es die Story verlangt …
            Wie gesagt, schau Dir das Würfelsystem an, wenn Du in einer Gruppe spielst, die das erzählerische Angebot (Metaplay) annimmt, dann kann SW: EotE sicher Freude bereiten.
            Star Wars mag man, oder eben nicht. FFG fügt dem Ganzen nichts wirklich Neues hinzu.

            Ich schreibe i.d.R. keine Kritiken auf obskures.de. Der Titel sagt es, es galt die Einsteigerbox zu dissen. Nicht mehr und nicht weniger. Sie hat den Titel Einsteigerset nicht verdient.

            Solltest Du ein „interessantes“ Scifi-RPG suchen, dann schau Dir mal Nova Praxis (FATE) an. Gefiel mir wesentlich besser als das enttäuschende Eclipse Phase. Aber Vorsicht, es gibt so eine Art Techno/Nanomagier und ich würde es eher in die Ecke Utopie stecken, wobei die Grenzen sicherlich fließend sind. Möge der Saft mit Dir sein …

          • Jo, möge der Saft auch mit Dir sein.
            Wenn der Technonanoutopomagier gut gemacht, warum denn auch nicht … Werde mal in die Empfehle reingugge …

          • Nova Praxis ist nach meinem Dafürhalten Dune (Häuser) trifft auf Orwell (Überwachungsstaat).
            Etwas genauer habe ich auch hier immer mal wieder so ein kleines Suspension-of-Disbelie-Problemchen, doch davon abgesehen, gefällt mir das Rollenspiel.

            Der Autor mag Shadowrun, das sieht man, aber er geht einen eigenen Weg, indem er Machtblöcke, besagte Häuser, wie die Clan aus Vampire:TM stärker betont.
            Daraus lassen sich ggf. andere Optionen entwickeln, die das Märchenonkelcyberpunkrollenspiel nicht so einfach abdeckt …

            Achja, und grafisch kann es – locker – mit SW: EotE mithalten. Das Buch sieht schon sehr cool aus …

  2. Bookdepository gehören mittlerweile zu Amazon und die gehen bekanntlich viel netter und pfleglicher mit ihren Angestellten um als Heidelberger Spiele.

    • Yep, gehören seit ein paar Jahren zu Amazon.
      Stimmt auch, dass Amazon keinen guten Arbeitgeberruf hat.

      Frage/n: Wann wurde das letzte Mal dort bestellt?
      Wußte gar nicht, dass die Bären so viel besser als Amazon bezahlen.
      Insiderwissen?

      Für Alternativen bin ich immer offen.

      • Ich schätze, pro Minute wird dort einige Male bestellt. Oder meinst Du, wann ich dort zuletzt bestellt habe? Ich kaufe grundsätzlich auch bei anderen Läden, die den Landser verkaufen … Das SW Beginner hab ich mir jedenfalls beim Local Dealer geholt, übrigens Heidelberger Flagshipstore und 18 Euro. Der verdient als Selbstständiger und hat einen Angestellten, der auch ganz vernünftig bezahlt wird.

        Bei Amazon ist – soweit ich die Diskussion verfolgt habe – nicht unbedingt die Bezahlung das Problem. Sondern Arbeitsbeginn, Flexibilität, Pausen und Überwachung.

        • Hinkende Vergleiche:
          1) einzelner Laden mit speziellem und lebhaftem Kundenkreis in einer größeren Region außer jeder ernsthaften Konkurren vs. internationaler Konzern, der sich vielfach behaupten muss …
          2) Arbeitsbedingungen Amazon vs. Arbeitsbedingungen Logistikunternehmen (DHL, Hermes, DPD, GLS, u.a.) vs. Arbeitsbedingungen chinesische Produktionsstätten für Rollenspielprodukte

          Fazit: Die Amazonen verdienen keine Bundesverdienstkreuze

          • Ich stelle keine Vergleiche an, sondern beantworte Ingos Fragen.

            Meine Aussage: Es ist seltsam Heidelbergers Geschäftsgebahren anzuprangern und gleichzeitig Bookdepository zu empfehlen.

            Nicht mehr und nicht weniger.

          • Meine Aussage: Es ist seltsam Heidelbergers Geschäftsgebahren anzuprangern und gleichzeitig Bookdepository zu empfehlen.

            Kann man wohl so sehen. Indes kenne ich die Arbeitsbedingungen bei Book Depository nicht. Bemerkenswerter finde ich, dass Amazon wohl das Unternehmen kaufte, welches „wirklich“ eine Konkurrenz wurde. Monopol? Wie auch immer. Es geht mir nicht um Book Depository. Wir können auch Play.com nehmen, aber diese sind leider im Spielebereich nicht so stark. Wie die Heidelbären ihre Vertriebspolitik gestalten, ist ihre Sache, ich muss es nicht unterstützen.

            Überhaupt scheint mir, dass mein Rant (siehe Tanelorn) nicht richtig verstanden wurde. Dieser Beitrag ist keine Review/Rezension. Offenbar kennen einige Forenteilnehmer die unterschiedlichen Spielformen von Beiträgen (Glosse, Rant, Rezensionen/Review etc.) nicht. Mein Beitrag trägt – dissen – im Titel. Muss man dazu viel mehr sagen?

            Das Spielsystem beschreibe ich z. B. gar nicht. Es geht mir vorrangig um das Thema Einsteigerset (Spielzeit ca. 4h) und den Star Wars-Bezug. Auf dieser Ebene versagt SW: EotE BG in meinen Augen!

        • Lustig – so viel zu Wahrheit und Märchen über die Arbeitsbedingungen bei den Amazonen:

          „Mit einer Unterschriftenaktion haben 1018 Mitarbeiter der Standorte Leipzig und Bad Hersfeld Ende Dezember darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich „distanzieren von den derzeitigen Zielen, Argumenten und Äußerungen der Verdi, die in der Öffentlichkeit über Amazon und damit über uns verbreitet werden“. Die Mitarbeiter betonen, dass das von der Gewerkschaft erweckte „negative öffentliche Bild“ sie „bis ins Privatleben“ verfolge. Verdis Darstellungen entsprächen „nicht der Realität und nicht unserem täglichen Arbeitsleben“, heißt es in dem Aufruf.“
          zitiert aus: Neue Osnabrücker Zeitung – nachzulesen: http://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/440139/bei-amazon-formiert-sich-protest-gegen-verdi

          Aber Amazonen-Bashing ist ja so einfach, wenn mal was in der Welt ist.
          Und liebe Greifenklaue, rede Dich nicht raus: Dieses Seitenthema hast Du eröffnet …

          • Heidelberger-Bashing ist ja auch einfacher, wie Du an obigen Text siehst. Aber es freut mich, dass Du mich als kenntnisreicher als Verdi und die Medien hälst, was Amazon betrifft … In der Tat ist es hier nur schwer möglich ein differenziertes Bild zu zeichnen. Und nicht ich, sondern Ingo macht dieses Fass auf, indem er es für unmoralisch hält, bei Heidelberger direkt zu kaufen und stattdessen Amazon empfiehlt. Ich sag: Da ist auch nicht alles Gold, was glänzt … Und dabei bleib ich. Ist ja auch eine Meinung und kein Fakt, gell? Ich kauf lieber bei Local Dealer statt bei Amazon. Und fertig!

    • Es ist nicht gerade so, dass glanzvolle Arbeitsbedingungen in der Rollenspielwelt zuM Standard gehören. Ziemlich viele Produkte tragen das Label „Made in China“; und viele Künstler und Grafiker und Setzer, die für Rollenspielverlage arbeiten, arbeiten auch in der „ersten“ und zivilisierten Welt für echte Hungerlöhne. Ich weiß nicht, ob die modernen sklaventreibenden Amazonen da so viel schlimmer sind. Hinzu kommen die ganzen Versanddienste von dee haa äll über dee pee dee oder der griechische Bote, die von ihren Fahrern und Logstikzentren auch enorm viel abverlangen, damit Rollenspieler, Gamer im Allgemeinen, aber auch die vielen „local dealer“ überhaupt mit „unseren“ Produkten, die wir wollen und begehren, zufriedengestellt werden. Und wehe, die Paketverfolgung funktioniert mal nicht oder der Fahrer hinterlegt keinen Zettel im Briefkasten, dass das Päckchen beim Nachbarn liegt …
      Es ist ziemlich einfach, auf den Amazonen herumzukloppen, während man gleichzeit das „Unrecht“ in vielen anderen, ebenfalls offenkundig vorliegenden Fällen unkommentiert lässt. Double-Standards gehören zu unserer Welt … Schade …

      • Der Mindestlohn kommt vielleicht und es wird sicher genügend Ausnahmen geben. Die #Groko machts möglich, oder so.

        Es geht hier indes weder um Amazon noch um Bookdepository, sondern um brauchbare Alternativen zur Star Wars Beginner Box und ggf. zur Geschäftspolitik der Heidelbären.

    • Danke für den Hinweis. Eine preisgünstigere Variante für Comics kenne ich nicht. Wie gesagt Book Depository gehört zu Amazon. Brauchbare Alternativen in Europa? Unbekannt.

  3. @Ingo / Rezi / Tanelorn: Na, ich glaube, die wenigsten sehen es als Rezi – auch wenn diese ein breites Spektrum umfassen kann.

    Du hast ja nach SciFi-Anfänger-RPGs gefragt. Ich denke Destiny Space taugt hier einiges zusammen mit Destiny Beginners, gerade für die, deren Geschmack bei SW:EotE nicht so angesprochen wird.
    -> http://www.aceofdice.com/?cat=104

  4. „Übrigens und ganz nebenbei, der Heidelberger Spieleverlag hält in Deutschland die Preise für Originalprodukte von Fantasy Flight Games oft künstlich hoch, um seine später folgenden deutschen Ausgaben preisgünstiger anzubieten.“
    Ich hätte gerne Beweise für diese geschäftsschädigende Aussage gesehen.

    • Ich stehe nicht auf der „Gehaltsliste“ des Verlags, bin also weder eine „bärige“ Aushilfe, Supporter, Angestellter noch anderweitiger „Günstling“!
      Wie sind Deine Verbindungen zu dem Verlag aus Heidelberg? Ein entsprechender Vorabhinweis wäre wohl angebracht, oder?

      Ansonsten sehen wir die Sachlage anders. Solltest Du Belege für Deine „Antithese“ einbringen können, bring diese gerne in die Diskussion ein.

      Beim Heidelberger Spieleverlag sind nach – meinem Dafürhalten – die Preisunterschiede zwischen den deutschen und den englischen Ausgaben auffallend weit auseinander.

      Beispiel:
      Descent 2nd Editon (empfohlener VK, Stand: 06.01.2014 – ca. 17.00 Uhr):
      Preis FFG-Seite (engl.): 79.95 $ (US)
      Preis Heidelberger Spieleverlag (engl.) 79.95 €(!!)
      Preis Heidelberger Spieleverlag (dt. Version, empfohlener VK): 59,95 €

      Differenz (dt. vs. engl. Ausgabe): + 20 €!!! (Das gleiche Rechenspiel können wir gerne auch mit Star Wars: X-Wing, SW: EotE – Beginner Box (etc.) machen. Wird ähnlich aussehen.)

      Der heutige Tageskurs des Dollar steht laut Google bei ca. 1,36 €.

      Kleines Rechenspiel nebenbei: 79,95 (VK des Originalspiels)/1,36 (heutiger Dollarkurs) = 58,787 € (gerundet – Komisch, oder?) Fällt einem da was auf?

      Soweit ich weiß, werden die Original- und Lizenzausgaben von FFG-Spielen in der Regel „gemeinsam“ produziert, d. h. bei den gleichen Herstellern.
      Für die nationalen Ausgaben kommt dann noch die Übersetzung, die Redaktion und die Lizenz (etc.) drauf, d.h. ein Partner kann sicherlich nicht unter dem FFG-EK produzieren.
      Der Preis (EK) der Lizenzausgabe wird dementsprechend vermutlich in der Nähe des EK der Originalausgabe liegen. Eine große Abweichung halte ich für ein Gerücht und zumindest für „diskutabel“. Das sind mir aber zu viele Annahmen. Natürlich bin ich offen für „Beweise“, die Du als Insider bestimmt beistellen kannst.

      Halten wir uns an die Fakten. Ich bin seit mehr als 20 Jahren „im Geschäft“ und spiele noch länger und Du bist – meines Wissens – nicht der „einzige Bären-/Marktinsider“.

      Ob nun der Preis für die Orignalversionen „künstlich oben gehalten wird“, oder nicht, spielt eine untergeordnete Rolle (Wortspitzfindigkeiten?). Es ist ebenso gut möglich, dass der Verlag bei seinen übersetzten Produkten auf Marge/Gewinn verzichtet, um wettbewerbsfähiger zu sein. Im Endeffekt kommt das Gleiche heraus. Die vom Verlag/Vertrieb vorgegebenen (empfohlenen) Preisunterschiede zwischen Original und Übersetzung liegen – in meinen Augen – zu weit auseinander. Häufig und abhängig vom aktuellen Dollarkurs wird bei anderen Hobbyprodukten der amerikanische VK – nicht – 1:1, also Dollar = Euro, umgerechnet. (heute: 1 $ = 1,36 €) Ich glaube kaum, dass FFG seinen Partnern vorschreibt, den Dollarpreis 1:1 in Euro umzurechnen.

      Kleiner Vergleich gefällig:
      Pathfinder RPG Core Book (heute, ca. 18 Uhr)
      Paizo (engl. Ausgabe): 49,99 $
      Ulisses (F-Shop, engl. Ausgabe): 44,99 €
      Ulisses (F-Shop, dt. Ausgabe): 49,95 €

      Differenz (dt. vs. engl. OV): – 4,96 € (Merkwürdig, oder?)

      Wir können diese Rechenspiele auch mit anderen Produkten und bekannten Preiskämpfern machen, dann fallen die Unterschiede bestimmt das eine oder andere Mal noch eklatanter auf.
      Ich wählte bewusst ein Beispiel eines anderen Hobby-Verlags/Vertriebs. Ansonsten verweise ich auf das kleine Preisbeispiel im Beitrag.

      -Sehr oft- werden die Preise der Originalversionen in Deutschland abhängig vom ungefähren Dollarwechselkurs in Euro umgerechnet, dies mag einem (Teilzeit-)Mitarbeiter oder ironisch ausgedrückt „Günstling der Bären“ nicht gefallen, aber das ist meine Erfahrung aus mehr als 20 Jahren „im Geschäft“. Die Schwankungen des Umrechnungskurses spielt entsprechend immer wieder mit rein. Ja, es gibt Ausnahmen von dieser Regel, deshalb auch „sehr oft“.

      Wortspiele bringen wenig. Die Preispolitik ist Angelegenheit der Vertriebe und Verlage. Als Kunde muss ich dies nicht unterstützen …
      Offenbar habe ich mich missverständlich ausgedrückt, Amazon oder Book Depository sind nur Beispiele. Mit etwas Recherche findet man sicherlich andere Alternativen.

      Zu diesem Nebenthema, denke ich, ist damit meinerseits alles gesagt. Es geht hier eigentlich, um die Beginner Box für Star Wars: Edge of the Empire. Danke.

  5. Ehrlich gesagt ist doch der Vergleich der deutschen Produkt-Preise Unsinn. Hätte Ulisses 59,95 fürs deutsche Runelords haben wollen, wäre es nach Deiner Argumentation ein noch größerer Beweis, dass Heidelberger eine falsche Preispolitik macht. Diese Preise werden doch aber allein vom deutschen Lizenznehmer festgesetzt. Durch diesen Massendruck in China mit anderen ist ja durchaus davon auszugehen, dass Heidelberger Wettbewerbsvorteile hat gegenüber Ulisses, die meist in Polen drucken (ist ja egal wo, jedenfalls nicht mit anderen zusammen wie Heidelberger).

    Daher kann man nur die deutschen Preise für die Originale vergleichen. Ja, bei Ulisses ist es nicht 1:1, sondern etwas günstiger, aber 1:0,9 ist ja jetzt auch kein schlagender Beweis, dass liegt ja noch innerhalb normaler Spannweiten. Natürlich kann man trotzdem da bestellen, wo es am günstigsten ist, nur unter dem Gesichtspunkt, dass das moralischer wäre, das ist komisch.

    • Noch mal:

      1. Der Verlag bietet die Originalversionen als („der“ FFG-)Importeur auf Basis einer Dollarpreis = Europreis-Kalkulation (VK) an.
      2. Die deutsche Version aus dem eigenen Verlag wird anschließend deutlich preisgünstiger (VK) angeboten.
      3. Ich stelle dies in Frage. Beide Versionen könnten ggf. zu einem ähnlichen Preis angeboten werden. Es gibt Leute, die bevorzugen OV.
      Als „Kaufmann für Dummies“ sind Beweggründe leicht nachvollziehbar. „Ich“ verkaufe vermutlich mehr von meinen Übersetzungen.

      Aus meiner Sicht spielt es als Käufer zumindest in diesem Punkt „kaum eine Rolle“, wo und wie die Sachen produziert werden. Nach meinem Dafürhalten sind in diesem Kontext die Faktoren Qualität, Preis (VK) und Verfügbarkeit.

      Nehmen wir z. B. Mage Wars (Arcane Wonders/Pegasus Spiele) im Verlagsshop kostet die deutsche Version gerade 49,95 € und die englische Version 59,95 €. Bei Arcane Wonders, dem Hersteller kostet das Spiel$59.99.
      Beinahe 1:1 umgerechnet. Das wäre ein Beispiel für die These, die Preise sind „nicht künstlich hoch gehalten“. Es gibt solche und solche Rechenbeispiele.

      Die Kalkulation obliegt dem Vertreibenden. Es gibt für beide Thesen Beispiele. Bei FFG/Heidelberger finde ich die Preisgefälle besonders auffällig. In den Nachbarländern kosten die jeweiligen Übersetzungen von Descent 2 bei den Verlagen (FFG-Preis: 79,95 $)(Edge/Giochi Uniti) 79,95 € hier 59,95 € (ungefährer Umrechnungskurs).

      Ich gehe davon aus, dass die jeweilige Originalversion – hier – mit einem ähnlichen VK angeboten werden kann, wie die deutsche Übersetzung.

      Was die bereits beschriebene These stützt, dass der Heidelberger Spieleverlag den deutschen Preis für ihre Übersetzung reduziert (Einbußen für ihre Übersetzung?), für die entsprechende Originalausgabe (vergleiche Auslandspreise, FFG-Vorgaben?) nicht. Die Beweggründe sind indes spekulativ.

      Wie auch immer, interessanterweise kann ein „deutsches 79,95 $-Produkt“ (Descent 2) zum einem Preis angeboten werden, der ungefähr dem gegenwärtigen Umrechnungskurs (59,95 €) entspricht. Warum nicht auch für die Orignalversion?

      Beim Cosimshop (sicherlich kein Niedrigpreisversand) kostet Descent 2 (engl.) aktuell 63,50 €, bei Amazon.de, thalia.de und Buch.de 59,99 €, bei der Spieleoffensive 68,99 €, Bookdepository (UK) 63,99 €, bookdepository.com 55,41 € usw., aber keine „bärigen“ 79,95 €!

      Der Kunde kann selbst entscheiden …

  6. Mein Local Dealer hatte beizeiten mal was interessantes gesagt) wie gesagt, Heidenberger Flagshipstore), nämlich, dass die Heidelberger ihren Flaggshipstores die Möglichkeit geben, die Brettspiele deutlich günstiger zu verkaufen als Heidelberger in ihren Onlineshop. (Wobei ich jetzt nicht weiß, ob das nur für Heidelbergersachen gilt etc.) Beim Local Dealer kostet X-Wing z.B. erst 8 jetzt 9 Euro pro kleinem Flieger oder das Set hier 18 Euro noch vor der Billiger-Aktion.
    (Was mein ich? Datte: http://www.tanelorn.net/index.php/topic,87601 )

    Das fänd ich dann sogar richtig klasse, ist aber eben nur Hören-Sagen.

    @Der Kunde kann selbst entscheiden … – Klar, ich geh zum Local Dealer und zshl weniger als bei book depository und hab es auch noch gleich. Auch dank der Heidelberger.

    • Danke. Schade, dass es keinen Link gibt.

      Kannte den Laden gar nicht. Falls ich mal nach VW-Stadt komme …