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Playing Night’s Black Agents with Porn Stars: Ideas

Night's Black Agents: Cover idea (Image: Pelgrane Press)

Night’s Black Agents: Cover idea (Image: Pelgrane Press)

Zak S., Betreiber des bekannten amerikanischen Blogs Playing D&D with Porn Stars, stellte jüngst in seinem empfehlenswerten Artikel Here, Have A Free Night’s Black Agents Adventure (It’s 5 lines long) ein abendfüllendes Horrorkurzszenario bereit, das auf dem Action-Filmklassiker Die Hard mit Bruce Willis beruht. Es ist vielmehr eine spielbereite Ideeskizze für das exzellente Vampirjägerrollenspiel von Ken Hite als ein detailliert ausgearbeitetes Szenario.

Nichtsdestoweniger bin ich sehr angetan von Zaks Stichwortansatz für die Abenteuervorbereitung und -gestaltung. Als Spielleiter präferiere ich selbst Improvisation, d. h. eine griffige Idee kommt meinem Rollenspielstil schlicht und ergreifend eher entgegen als bis ins letzte Detail ausgetüftelte (Kauf-)Szenarien mit 100 und mehr Seiten. Vorlesetexte sind mein persönlicher Graus und Stimmungskiller, ganz egal, ob ich selbst spiele oder leite. Praktisch – kein Abenteuer – verläuft in zuvor geplanten Bahnen. Kein Szenario überlebt die erste Begegnung mit einer Spielgruppe. Warum also vorab so viel Zeit und auch Geld investieren?

Auf der Suche nach Anregungen lese ich indes sehr gerne gekauftes Spielmaterial, aber in den seltensten Fällen halte ich mich anschließend buchstabengetreu an die Vorlage. Irgendetwas passt eigentlich immer nicht richtig. Ich könnte wetten, die allermeisten Spielrunden kennen diese Fragestellung, selbst wenn ihre Sitzungen eher wie auf Schienen verlaufen. Railroading scheint besonders bei der 4th Edition von D&D verbreitet zu sein – zumindest meine durchaus positiven Erfahrungen deuten klar in diese Richtung. Liegt dies am Paradigma des erfolgsorientierten Rollenspiels?

Dies wird kein Exkurs über die Vor- und Nachteile des viel gescholtenen Railroadings. Sandboxen gefallen mir normalerweise wesentlich besser, aber unterhaltsames Schienenspiel kann durchaus reizvoll sein.

Meines Erachtens wirkt sich die prozedurale Spurensuche, also das Kernelement aller Gumshoe-Rollenspiele (Trail of Cthulhu, Ashen Stars, etc.), immer wieder hemmend auf Improvisationsrollenspiel aus. Schließlich sollten die ganzen Hinweise am Ende noch sinnvoll zusammenpassen. Gleichzeitig bietet Night’s Black Agents aber auch geeignete Stegreifenstützen wie die Conspyramid oder den umfangreichen Vampirbaukasten an, die spontanen Eingebungen der Spielleitung auf die Sprünge helfen können. Die Fähigkeiten Cover, Networking und Preparedness fördern ihrerseits auf Spielerseite den kreativen Spielfluss, indem sie Ad hoc-Problemlösungen (Zusatzidentitäten, Kontakte und Gegenstände) durch Punkteinvestition ermöglichen. Ein Intrusion Specialist hat immer das passende Werkzeug dabei, um ein Türschloss zu knacken, oder?

Die Blognachbaren Greifenklaue & Co. veranstalten alljährlich den One Page Contest, doch eventuell lässt sich der Ansatz noch ein wenig weiter treiben. Mir schwebt eine Art – Shortest Adventure of the World Competition – vor. Vergleichbare Wettbewerbe kenne ich aus der Programmierszene. Diese Idee werde ich weiter verfolgen. Mal sehen, ob und wie sich das umsetzen lässt.

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