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Earthdawn – Spielerhandbuch vorbestellbar

Earthdawn - Spielerhandbuch (4. Edition, Änderungen vorbehalten. Image: Ulisses Spiele)

Earthdawn – Spielerhandbuch (4. Edition, Änderungen vorbehalten. Image: Ulisses Spiele)

Ulisses Spiele. Das Spielerhandbuch für das deutsche Earthdawn (4. Edition) ist vorbestellbar. Im allgemeinen SplitterNumenera-Trubel wäre das beinahe untergegangen. Ähnlich wie bei Das Schwarze Auge 5 sind neben der regulären Ausgabe (€ 39,95) und der limitierten (€ 69, 95) auch eine Softcover-Sonderausgabe (€ 19,95) mit deutlich weniger Illustrationen geplant.

Über das eher komplexe Spielsystem von Earthdawn kann sicherlich vortrefflich diskutiert werden, aber das Setting gehört – für mich – zu den besten High Fantasy-Rollenspielhintergründen überhaupt. Auch wenn Barsaive eine gewisse Nähe zu Glorantha schwerlich verleugnen kann, sobald man näher hinschaut, wird an diesem Beispiel sehr klar deutlich, wie sich bekannte Genre-Topoi kreativ „neu“ zusammensetzen lassen.

Die Kaer-„Bunker“ gegen die dämonischen Horrors, die felsenartigen Obsidimen und die magischen Gegenstände, die mit ihren Legenden weitaus mehr bieten als schnöde +x sind lediglich einige Beispiele, die zeigen, dass Elfen-Zwerge-Orks-High Fantasy (EDO) mehr sein kann als langweilig und beliebig. Lorakis Splitterträger haben selbstverständlich nichts mit den Adepten dieses Klassikers gemein. Unerhört, solche Behauptungen sind vollkommen an den Haaren herbeigezogen.

Meine Position dürfte zwischenzeitlich klar sein, aber noch mal zum Mitschreiben: Nach dem blauen Design-Unwunder und Zweikomponenten-Superhypnotikum aus Weltenband und Regelwerk kann die Sommeralbenprinzessin meinetwegen gerne zu den sieben Gletscherzwergen hinter den Bergen zurückkehren und dort im fahlen Splittermond-Licht weiter ihre teutonisch-generische Tristesse verbreiten. Mich zieht es eindeutig eher zu den Blood Elves und den trollischen Sky Raiders. Das Zwergenreich Throal und auch das theranische Imperium trafen und treffen einfach mehr (m)einen Rock N Roll(enspiel)-Geschmack.

Mondscheinpfade und Confrontation/Palladium Fantasy Wolfen als Varge? Wem so etwas gefällt – bitteschön. Ich für meinen Teil lehne dankend ab. Die einschläfernde, lorakische Schlagerparade darf meinetwegen die Kurve kriegen und sich in Wohlgefallen auflösen.

Ich freue mich stattdessen lieber auf die 4. Edition von Earthdawn – die legendäre Welt der magischen Adepten und Dämonen, den Meisterdieb Garlthik Einauge und dessen geheimnisvollen Widersacher Vistrosh, der (nicht nur) die Machenschaften des Harlunken in der Stadt der Diebe, Kratas, immer wieder durchkreuzt.

Es mag dem einen oder anderen nicht passen, aber so sieht High Fantasy (für mich) aus!

via: Nico P. und Michael M. (Ulisses Spiele, vielen Dank für das Bild)

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2 Kommentare

  1. Dieses ganze Splittermond-Bashing, das sich in letzter durch Deinen Blog zieht, lässt Dich bitter und gekränkt und Deinen Blog inzwischen als reine Trotzmaßnahme erscheinen. Das wird, denke ich, weder dem einem, noch dem anderen gerecht. Ich komme gerne hierhin und werde hier regelmäßig auf tolle Neuigkeiten aufmerksam, und auch die Interviews sind überaus interessant geführt. Ich würde mich freuen, wenn dieses ständige Bedürfnis der Abgrenzung nachließe, denn es ist auf die Dauer schlicht ermüdend.
    Frohes Fest und guten Rutsch!

  2. Ich hingegen finde es erfrischend, wenn ein deutscher Blog es wagt gegen die teutonische Rollenspiel Generika Splittermond zu blasphemieren.
    Diese Welt ist wie so viele andere vorher, nur ein bisschen langweiliger.
    „Ich möchte einen Wolfsmenschen spielen, habe aber keine Palladium Bücher. Gibt es da auch was von Splittermond?“
    DSA, Caera, Arborea, Splittermond. Die deutsche Reihenhaussiedlung der Fantasy Rollenspiele. Sähe schon schlimm aus, gäbe es da nicht solche Individualisten wie Malmsturm.