Artikelformat

Degenesis: Rebirth Edition

Degenesis. SIXMOREVODKA planen für den 10.10.2014 eine neue Ausgabe des apokalyptischen Dark Future/Primal Punk-Rollenspiels Degenesis. Die neue, wieder von Christian Günther und Marko Djurdjevic entwickelte, Edition trägt den Titel Degenesis: Rebirth Edition.

Degenesis: Rebirth Edition - Sonic Boom (Image: SIXMOREVODKA)

Degenesis: Rebirth Edition – Sonic Boom (Image: SIXMOREVODKA)

Das Rollenspiel soll in drei verschiedenen Varianten erscheinen:

  • Premium Edition (Auflage 4000 // 99,- €)
    2 Hardcover Bücher in Hardcover-Slipcase
    704 Seiten (2*352 Seiten), Vollfarbe
    7 Kulturen, 13 Kulte, 21 Klans, 8 Feindliche Fraktionen
    Vollständig überarbeiteter Welthintergrund samt neuem Regelsystem (Hoffen wir das Beste, denn das alte Katharsys war früher nicht so der Knaller.)
    „Primal“ und „Fokus“ als neue Bestandteile des Spielsystems
    Über 300 Illustrationen von weltbekannten Künstlern
    Sprache: Deutsch (die Webseite ist bislang auf Englisch?)
  • Limited Edition (Auflage 555 // 149,- €)
    Premium Edition
    Special Features:
    Nummeriert und signiert
    Exklusiver Storyteller Screen „Vasco Edition“
    Weltkarte (Poster)
    Degenesis Kultkarten
  •  Artist Edition (Auflage 100 // 499,- €)
    Vergleichbar mit den beiden anderen Ausgaben, allerdings …
    In handgefertigter Deluxe-Box
    Signiert und nummeriert
    A3 Poster-Print von Gerald Parel
    A3 Original-Zeichnung von Marko Djurdjevic

Nach Shadows of Esteren könnte damit der nächste RPG-Porno anstehen. Grafisch wird es wenig zu bemängeln geben, dafür sorgen Marko Djurdjevic (Marvel Comics, etc.) und seine Kollegen sicherlich. Der Live-Action-Trailer von SIXMOREVODKA und Tony Petersen Films kann sich schon mal sehen lassen. Akira lässt grüssen …

Das neue Katharsys könnte spielerisch indes ein Knackpunkt werden. Spielmechanisch überzeugte das Original nicht so sehr. Abwarten.

Degenesis: Rebirth Edition dürfte sich nicht nur optisch nachhaltig von der drögen Wir-wollen-es-allen-recht-machen-Rollenspiel-Generika Splittermond unterscheiden. Die erste Edition sprach sicherlich nicht jederbiedermann oder -frau an. So etwas muss man ich unterstützen. Um eine Vorbestellung komme ich wohl nicht herum, Eye-Candy-(Rollen-)Spiele und eigenwillige Settings sind mein Ding. Über vermeintliche Regelschwächen kann ich leichter hinwegsehen … Sehr spannend.

Weitere interessante Artikel?

  1. Degenesis: Rebirth Edition has arrived & Spiel’14?
  2. Degenesis News: Comic, Charakter Editor & Degenesis Black Atlantic
  3. Degenesis: Rebirth Edition – Ein Interview mit Marko Djurdjevic
  4. Dark Future Round-up: Apocalypse World 2nd Edition, Award for Mutant Year: Zero & Degenesis Graphic Novel by Warren Ellis?
  5. The Morrow Project 4th. Edition via Kickstarter

27 Kommentare

  1. Was soll dieses Splittermond gebashe ? Kann man nicht Werbung für Degenis machen ohne andere schlecht zu machen ? Schon vor allem wenn es ein ganz anderes Genre ist ?

    • Xemides, vielen Dank für Deinen Kommentar. Werbung?

      Ich werde Deinem Ansinnen nicht entsprechen. Leider teile ich beispielsweise Arkanils verkaufsfördernde Position Splittermond – Die Welt gehört zum Besten, was es an deutscher Fantasy gibt. überhaupt nicht.

      Splittermond ist kein ungerechtfertigt gehypter Rip-Off mehr oder weniger bekannter Fantasy-Spielwelten? Die visuelle Nähe zum D&D-Klon Pathfinder ist sicherlich rein zufällig? Schnöde, opportun „nachgezeichnete“ Varge (Wolfen – Confrontation), Drachlinge (Draconians – Dragonlance) und die anderen Anleihen gehen unkommentiert in Ordnung? Weder im Weltenband noch im Regelwerk konnte ich bislang etwas ausmachen, dass meine kritische Position entkräftet. Aufgrund der nachvollziehbaren Argumente sehe ich kein „Gebashe“.

      Das Genre spielt nach meiner Einschätzung überhaupt keine Rolle, denn es geht um den Willen zur Eigenständigkeit, den ich bei Splittermond nachhaltig vermisse, aber bei Degenesis sehe.

      Das alte Degenesis hatte sicherlich die eine oder andere Macke (z. B. besagtes Regelwerk), aber es war mit Sicherheit kein auf vergleichbare Weise zusammengeklaubter Fantasy-0815-Verschnitt. Ausgehend von dem zur Verfügung stehenden Material, gehe ich zurzeit davon aus, dass die Degenesis: Rebirth Edition diese Haltung glücklicherweise beibehält. Irren ist menschlich, aber Rollenspiel-Generika gibt es längst mehr als genug, oder?

      Sollte Dir Splittermond gefallen, wünsche ich Dir viel Spaß damit.

      • SeldomFound

        03/09/2014 @ 08:12

        Cooles Video.

        Leider kommentiere ich jetzt nur hier wegen dem „Splittermond-Gebashe“.

        Ja, man kann deine Argumentationsweise als Bashing bezeichnen, auch wenn du (deiner Meinung nach) stichhaltige Argumente anführst (wenn man „Darf-niemals-so-oder-so-vorher-da-gewesen-sein-und-jede-Anleihe-muss-genaustens-dokumentiert-sein“ als Wertekriterium hat). Denn Bashing basiert tatsächlich weniger auf die Validität der Argumente als viel mehr darauf, wie sie vorgestellt werden.

        Du hast bislang keinen einzigen Artikel geschrieben, in dem du dich konkret und ausführlich alles niedergeschrieben hast, was dich an Splittermond stört und das macht eine Argumentation mit dir über dieses Thema über die Plattform Weblogs extrem schwierig!

        Stattdessen versuchst du deine negative Meinung immer wieder durch die Hintertür mit einzubringen und dass finde ich einfach nur hinterhältig!

        Wenn du Splittermond für eine der unausgereiftesten Sachen seit der Erfindung des Schokoladendildos hältst, dann GEH UND SCHREIB ENDLICH DEIN VERD**TES REVIEW ZU DEM SPIEL!

        Ich will deine Argumente nicht in jedem Blogeintrag einzelnd hinterher laufen müssen!

        • „Denn Bashing basiert tatsächlich weniger auf die Validität der Argumente als viel mehr darauf, wie sie vorgestellt werden.“

          Der Duden definiert Bashing als „heftige, herabsetzende Kritik“. Ich denke, ich folge Deiner Auslegung in einigen Teilen. Darüber werde ich nachdenken.

          Indes halte ich “Darf-niemals-so-oder-so-vorher-da-gewesen-sein-und-jede-Anleihe-muss-genaustens-dokumentiert-sein” und die „Erfindung des Schokoladendildos“ für sarkastische Überzeichnungen meiner Aussagen (Bashing?) und überdies für nicht zutreffend. Genauso wie beim Bashing kommt es beim (Spiel-)Design auf das Wie an. Hier hapert es nach meinem Dafürhalten bei Splittermond (andere Beispiele: Tiefdunkel (Weltenbuch, Seite 18) – Underdark, Forgotten Realms oder besser das Skavenreich von Warhammer. Statt Menschenratten gibt es Insektoiden oder „Monster ohne Augen“. Die Splitterträger sind nicht deutlich an die Adepten Earthdawns „angelehnt“?). In diesem andernorts bejubelten Stil stellt sich mir bislang Deutschlands „beste Fantasy“ dar. Midgard (engl., Kobold Press), ebenfalls eher generische Fantasy, spielt mit ähnlichen Tropes ohne sich so offensichtlich an aktuelle Trends anzubiedern. Man kann dies sicherlich auch anders sehen. Ich sehe es so und darüber schreibe ich auf – meinem – Blog.

          „Stattdessen versuchst du deine negative Meinung immer wieder durch die Hintertür mit einzubringen und dass finde ich einfach nur hinterhältig!“

          Hinterhältig? Dies ist ein – privates – und – subjektives – Blog, welches ich vorrangig für mich unterhalte. Ich verstecke mich nicht hinter irgendwelchen Pseudonymen oder kolportiere irgendwelche Unwahrheiten. Ich vertrete sicherlich immer wieder provokante Thesen (vergleiche Star Wars Beginner Game). Es steht jedem – frei – diesen zu folgen, sowohl inhaltlich als auch in ihrer Darreichungsform. Aufgrund der Kommentarfunktion erscheint es mir alles andere als schwierig eine Gegenmeinung/-Argumentation aufzubauen. Es mag verschiedene Wertekriterien geben, aber die „allermeisten“ basieren wohl auf Glaubenssätzen. Beim Spieldesign ist das Streben nach Originalität für – mich – oft wichtig. Meine bisherigen Aussagen über Splittermond folgen vorrangig dieser Linie. Der Erfolg von Pathfinder und neuerdings auch Splittermond(?) zeigt jedoch, dass „viele“ anderen Aspekten Relevanz beimessen.

          Ich freue mich darüber, dass Du meinem Blog folgst, aber sicherlich „musst“ Du meinen Argumenten nicht „einzelnd hinterher laufen“. Den Gesetzmäßigkeiten des „Reviewmarktes“ (Bemusterung, Affiliate-Marketing, Verbindung zum Hersteller/den Autoren, Disclaimer(mangel!), etc.) folgend, verzichte ich – hier – zumeist auf Reviews und vergebe auch keine X von Y Punkte. Auch wenn ich verstehe, dass Du einen anderen Weg präferierst und unabhängig vom Anschreien (mit Großbuchstaben), bitte ich darum, es mir selbst zu überlassen, ob ich meine Sichtweise zentral in Form einer Rezension oder verteilt in verschiedenen Beiträgen darlege. Gefällige(re), konsensfähigere(?) Positionen über Splittermond, Pathfinder & Co. gibt es zuhauf. Ich denke, Du weißt wo … (siehe z. B. oben)

          Abschließend eines noch, Verrisse sind mitunter eine gute Orientierung für die eigene Kaufentscheidung. Ab und an kaufte ich früher so Platten (IIRC: Metal Hammer – Manilla Road).

          • Als Besitzer von Degenesis und Splittermond muss ich Ingo zustimmen. In Sachen Originalität liegt da eine große Differenz zwischen. Andererseits wird Splittermond leichter im Spiel zu nutzen sein, hat weniger Ecken und Kanten und wohl brauchbarere Regeln.

            Preislich liegen die Produkte ja sogar auch nahe beieinander, sind aus deutscher Produktion und gelten als heißer Scheiß – also darf man da auch mal vergleichen imo.

          • „Andererseits wird Splittermond leichter im Spiel zu nutzen sein, hat weniger Ecken und Kanten und wohl brauchbarere Regeln.“

            Als Minimalist kann ich mich mit beiden Systemen nur bedingt anfreunden, aber ansonsten kann ich Deiner Einschätzung folgen. Generische Alleskönner-Fantasywelten sind jedoch Legion. Davon habe – ich – seit Jahren genug. Splittermond ist eine weitere Variation ausgetretener Sujets und zudem leider ohne „Witz“. Besagtes Earthdawn hat hingegen das besondere Etwas …

          • Um Originalität geht es dir also ? Nun, kann ich verstehen. Aber Uhrwerk ist ein Verlag, die wollen Geld verdienen und keinen Originalitätspreis gewinnen. Und noch einmal, wenn ich mir den Erfolg und die Beliebtheit solcher Perlen wie Glorantha, L4R, Talislanta oder Tekumel anschaue, dann weiß ich worauf ich als Verlag setzen würde.

            Zumal, es gibt RPGs seit 40 Jahren. Da war einfach schon unglaublich viel da, ich würde sagen alles. Ich lese gerade Designers and Dragons über die 40er. Schon da gab es alles schon.

            Vanilla Fantasy mit Greyhawk und Blackwood, später die Wilderlands.

            Settings die sich deutlich davon unterschieden und kein Mittelerdevarianten waren: Glorantha, Tekumel, Talislanta.

            Endzeit: Gammaworld

            SF: Traveller, Spacepatrol

            Horror: Call of Cthulhu, Chill.

            etc. pp.

            Heutzutage ein Setting zu entwerfen, das so originell ist, ist verdammt schwer geworden, vor allem in der Fantasy.

            In der SF sieht es da anders aus, Eclipse Phase zeugt ja wie es gehen kann. Aber nur weil es neue Ideen dabei gibt.

          • Damit wir uns nicht falsch verstehen. Originalität/Kreativität sind schwer greifbare Begriffe. Viele gescheite Leute mühen sich an der Definition ab. Wie viele wirklich originelle Ideen gibt es? Der Rezipient spielt darüber hinaus eine wichtige Rolle. Alleine über die Begriffe Kreativität und Originalität kann formidabel diskutiert werden. Das überlasse ich den Psychologen und anderen Wissenschaftlern. Ich betrachte diese Themen als Kontinuum. Zwischen originell und ideenarm zusammengeschustert gibt kein dünne, fixe Linie, sondern einen Raum. (Kognition usw.)

            Das von Dir vehement verteidigte Splittermond landet – bei mir – klar jenseits und Degenesis recht klar diesseits der phantasievollen Schöpfungen.

            Dein Verlagsargument überzeugt mich nicht. Konsumenten sind nicht das Gleiche wie Hersteller und Verlage. Splittermond ist eindeutig an meinem Bedarf vorbeiproduziert. Genug „Vanilla Fantasy“. Es gibt noch mehr als Glorantha, L4R, Talislanta oder Tekumel … Letzteres kenne ich nicht wirklich, aber die anderen sind alle wirklich bemerkenswert. D’accord. Vielleicht erhielten solche „Perlen“ mehr Aufmerksamkeit, wenn nicht ständig irgendein lauwarmer Aufguss ihrer Ideen in den Markt gepumpt würde?

            „Alles“, der Absolutismus, war schon da? Wirklich? Machen wir jetzt den Laden dicht? Ich hoffe nicht. Die World-Sachen, Esteren usw. – es gibt immer wieder Ansätze, Kombinationen, die originell(er) erscheinen. Wie viel hat Degenesis mit Gamma World gemein? Postapokalypse, Mutanten okay, aber dann?

            „Keine Mittelerdevarianten“: Wie wärs mit Jorune, Eberon (wohl eher Final Fantasy). Wo ziehst Du die Grenze? Agone oder Ravenloft würde ich jetzt auch nicht unbedingt zuerst mit Tolkiens Werk vergleichen. Auch wenn ich mich wiederhole, schau Dir Earthdawn und vergleiche das mit …
            Mit anderen Worten, es gibt vermutlich noch genügend Möglichkeiten, aber aus Deutschland kommt da leider wenig. Dungeonslayers, Splittermond, etc. verwalten eher die Fantasie als sie anzuregen. Ausnahmen bestätigen die Regel (z. B. Los Muertos).

          • SeldomFound

            03/09/2014 @ 14:21

            „Gefällige(re), konsensfähigere(?) Positionen über Splittermond, Pathfinder & Co. gibt es zuhauf. Ich denke, Du weißt wo … (siehe z. B. oben) “

            Ich will nicht von dir, dass du Splittermond lobst und natürlich muss ich zugeben, dass es dir selbst überlassen bleibt, über was und wie du schreiben möchtest.

            Doch deine Guerilla-Taktik im Stil von Cato Censorius‘ „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“, finde ich persönlich einfach nicht schön und diese Meinung wollte ich zu Ausdruck bringen.

          • „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago *Splittermond* zerstört werden muss.“? Latein hatte ich nie. Sorry.

            Die Guerilla-Taktik beschränkt sich auf mein Blog. Foren etc. meide ich. Mein Einfluss und meine „Zerstörungskraft“ bleiben damit wohl eher überschaubar. Jeder soll mit dem neuen babyblauen Fantasy-Heilsbringer glücklich werden. Ich tendiere jedoch klar in Richtung Degenesis oder Malmsturm, um abschließend zwei positive Gegenbeispiele zu nennen.

            Mal sehen, wie das neue Degenesis wird. Die Präsentation auf der Webseite spricht für das Projekt.

      • Originalität? Wie erklärst du dann dein Hypen von Shadows of Esteren?

        Im Grunde ist es nur Artus-Fantasy und das gibt es wie Sand am Meer in Fantasywelten (es gibt sogar mindestens fünf Systeme, welche *explizit* im Artus-Britannien spielen). Plus Steampunk, naja das ist auch schon ziemlich ausgelutscht.

        • King Arthur is a Steampunker. Das ist eine „neue“ Kombination (für mich).
          Womit wir beim Thema sind und Du dir selbst die Antwort gibst. Kein König Artus-Spiel ist so wie Esteren.
          Falls ich mich täusche, bitte ich um einen Link/Verweis. Danke.

          • Und wo wir schon dabei sind: welches Fantasysetting hat überhaupt so etwas wie die Mondtore?

            Oder eine Elfenkultur, welche so sehr vom Standardklischee abweicht?

          • Nice try. Mondtore – Schau Dir mal Midgard von Kobold Press an. Die haben diesen WOW-Ansatz vorher verarbeitet.

            Castle Falkenstein setzt auf Nicht-Tolkien-Elfen. Ok, das ist Steampunk. Symbaroum scheint ebenfalls von diesem Klischee abzuweichen, sofern ich die Quellen richtig deute. Ich muss noch mal schauen. Earthdawns Blood Elves? Gute (Teil-)Frage.

          • Keines der Elfenbeispiele rüttelt wirklich am Tolkien-Klischee der weltfremden Baumknutscher (Earthdawn macht immerhin eine Teilneuerung, durch die barbarische Komponente). Und die Schweden nennen ihre „Goblins“ halt einfach in „Elfen“ um. Auch ein Weg Kreativität vorzutäuschen.

            @Esteren: die Formel ist recht einfach…man nehme ein 08/15-Fantasyreich (Demorthen/Temple, welches zu fast 100% dem Pendragon-Brittanien entspricht), setze ein anderes 08/15-Setting (Magientis) daneben, schweige dich über deren Interaktion aus und lasse die Spieler darauf los.

          • Falkenstein und Tolkienelfen? Kennen wir andere Bücher?
            Die Schweden berufen sich nach meinem Kenntnisstand auf eine andere Tradition. Da musste wohl nicht viel umbenannt werden. (Einfach mal Yggdrasil anschauen. Schadet sicher nicht.)
            Ersteren kann man so sehen, splittermond-x-beliebig wird das Spiel dadurch nicht. Die Präsentation lassen wir besser aus. Das bläuliche Neo-Pathfinder mag dessen Fans ansprechen, mich nicht.

          • Klasse, das Bild kannte ich nicht. Danke. Ich hoffe, der Glorantha-Kickstarter kommt bald.

  2. Werde ich nicht kaufen. Die Aufmachung gefällt mir überhaupt nicht.
    Ein Rollenspiel muss für mich als Spiel funktionieren. Als eines, das ich zur Not mit ein paar Freunden auf dem kleinen Garten(beistell)tisch spielen kann.

    Und eben nicht als Artbook.
    Auch wenn Artbooks cool sind.
    Ich jedenfalls kaufe ja lieber cooles Spiel PLUS Artbook. Zum Beispiel:

    http://www.ipressgames.com/~whim/box.jpg
    plus
    https://lh3.googleusercontent.com/-qlPvt4X39Qo/U09jro_HTSI/AAAAAAAApQA/XKC_itbhtAs/w500/ian-miller-1.jpg

    … hab mir gerade die „gallery“ angeschaut. Sieht vom Stil her irgendwie aus wie 40K (DH2) meets L5R 4th … So besonders scheint Degenesis2 dann vom Artwork her dann doch nicht zu sein.

    Aber: Die WEBSEITE finde ich ziemlich cool. :-D

    • Danke, das Ian Miller-Artbook vergesse ich immer wieder. Verflixt, irgendwann ist es weg …
      Everway gehört in jedes gut sortiertes Spielregal. Darüber müssen wir nicht diskutieren.
      Ich mag L4R, ja, auch die Bilder. Vielleicht nehme ich das neue Degenesis als Anregung für eine Apocalypse World-Runde.
      Warum nicht „hacken“?

  3. Splittermond hat das gemacht was es gemacht hat, eine solide EDO-Fantasywelt zu liefern. Das sie dabei Inspiration bei anderen Quellen hergeholt haben überrascht auch niemand, so what ? Das machen tausende andere Welten auch. Und wenn ich an die Beliebtheit von solchen Settings wie Glorantha oder L4R denke, die hierzulande kaum bekannt sind oder Erfolg haben, dann haben sie damit wohl recht. Da würde ich auch keine Experimente haben.

    Man könnte bei Degenesis jetzt vielleicht sagen, sie haben bei Gammarworld geklaut, immerhin eines der ersten Endzeit-Systeme, oder bei unzähligen anderen der Art, aber egal.

  4. Solange sie diesmal ein lesbares Buch (und keine Hausarbeit in Kryptographie, wie beim letzten Mal) hinbekommen, werde ich es mir anschauen.

    Das Setting reizt mich schon.

    • Zustimmung. Die Lesbarkeit und das Spielsystem waren ein wenig hemmend, um es euphemistisch auszudrücken.
      Der grundsätzliche Hintergrund und die visuelle Präsentation sprachen hingegen eher für Degenesis.

  5. (Irgendwie kann ich aus deine Antwort nicht mehr antworten. Hast du das für mich gesperrt).

    Also, es gibt schon einige Versuche, aber die sind weitestgehend durchgefallen. Blue Planet, Space Gothic, PP+P zum Beispiel fallen mir noch spontan ein.

    Und es gab deutsche Übersetzungen diverser Settiigs. Talislanta, Glorantha. Oder neben Shadowrun Cyberpunk, das sich leider nicht durchsetzen konnte. Aber alle nur mäßig erfolgreich.

    Ravenoft ist sicher einer der kreariveren DnD-Settings, wie auch Dark Sun. Aber DnD hat mich vor 25 Jahren verloren, und damit auch nahezu jegliches Interesse an seinen Settings.

    Selbstverständlich kenne ich Earthdawn. Ja, das Setting ist nicht schlecht, wenn es auch nur DnD-Tropen neu aufberetet und sinnvoll verpackt. So originell ist es dann auch nicht.

    Splittermond ist also an deinen Bedarf vorbei entwickelt. Mag sein, aber vielleicht war es schlicht nicht für dich gedacht. Dein Geschmack ist ja nicht massgleblich sondern halt nur deiner. Offenbar mag Deutschland-RPG-Land eher konservative Kost als originelle Experimente. Muss man nicht mögen, aber vielleicht akzeptieren.

    Und soviele rein deutsche Fantasy-Settings gibt es dann ja auch nicht: Midgard, Aventurien, das von Dungeonslayers, und dann ?

    Ich habe bei meinen Freunden schon häufiger Settngs wie Glorantha oder L4R vorgeschlagen. Aber immer damit durchgefallen, weil zu weit abseits vom Mainstream. Die Spieler nehmen lieber was, wo sich sie mit dem Settings gut auskennen oder es nicht schwer ist, sich darauf einzulassen wie Midgard, Aventurien oder Earthdawn, statt sich mit was exotischen wie GLorantha oder Asien einzulassen. Talislanta habe ich aufgegeben zu lesen, weil mir von den vielen Kulturen der Kopf schwirrte.

    Mich interessieren nur Systeme und Settings, die a) sich als ernsthafte Beschäftigung anbieten (womit Dungeonslaers rausfällt, das ich nicht ernst nehmen kann), und b) mit die ich auch für langdauernde Kampagnen benutzen kann und die nicht nur als One-Shot zu gebrauchen sind.

    Naja, wir werden und dann nicht einig. Warum man nun jedes Setting mit SpliMo vergleichen muss und seine Meinung dazu darn unterbringen muss, versteh ich trotzdem nicht. Aber gut.