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13th Age in Glorantha via Kickstarter

13th Age in Glorantha: Surrender at Starbrow's Rebellion (Image: Jan Pospisil / Moon Design Publications)

13th Age in Glorantha: Surrender at Starbrow’s Rebellion (Image: Jan Pospisil / Moon Design Publications)

13th Age in Glorantha. Rob Heinsoo, Jonathan Tweet und Jeff Richards bringen ihr 13th Age nach Glorantha. Die beiden Erstgenannten machen damit ihr „Dream Project“ wahr. Game Designer sind manchmal auch Fans. Kickstarter lässt dieser Tage Träume wahr werden.

Glorantha wurde vor knapp 40 Jahren von Greg Stafford entwickelt. Man sollte nicht den Fehler machen, seine Schöpfung mit Aventurien (Das Schwarze Auge), Golarion (Pathfinder) oder letzthin Lorakis (Splittermond) vergleichen. Die üblichen Verdächtigen (Elfen, Zwerge, Orks, etc.) wurden nicht nur ein wenig anders angestrichen und umbenannt. Sie existieren entweder nicht oder weisen einen eigenen Charakter auf. Hier gibt es also – keine –  0815-Immersommeralben (Lorakis) oder Allerweltsgoblins (Pathfinder) …

Glorantha lebt – in meinen Augen – durch seinen im Hobby einzigartigen mythischen Überbau. Runequest ist das klassische Spielsystem, Hero Wars bzw. Heroquest folgten und bald soll sich 13th Age einreihen, um eine weitere Rollenspieltür nach Glorantha zu öffnen.

Neben 13th Age in Glorantha umfasst das Projekt noch das Glorantha Sourcebook, welches einen guten Einstieg darstellen könnte. Besonders Weltenbastler sollten diesen Vorläufer im Auge behalten. Gerade clever designte Spielwelten wie Earthdawn, The Old World oder Artesia wurden von Greg Staffords Spiel- und Weltenentwurf deutlich inspiriert.

Bis zum 14. Okt 2014 benötigen die Herren $39,500 für ihr „Myth Crawling“-Spiel:

„… you will need the 13th Age core rulebook to play.

What will 13th Age in Glorantha include?

  • Full rules for what Glorantha calls heroquesting and 13th Age phrases as mythcrawling: station-by-station adventures inside the dangerous myths that shape the world
  • A new icon relationship system for Gloranthan gods and runes (usable with the icons of core 13th Age)
  • New classes and class variants such as the Wind Lord, the Berserker, and the Earth Priestess
  • Other class variants to reflect the powers of Gloranthan gods and heroes
  • Dangerous Chaos monsters for any campaign
  • Many other monsters that are no less dangerous but slightly less icky!
  • Gloranthan One Unique Things
  • Advice for creating unique Gloranthan campaigns that draw on as much or as little of existing Gloranthan lore as you like
  • A gazetteer chapter with playable encounters and myths
  • Many other playable myths in each main chapter
  • A sample Gloranthan adventure
  • As much new art as we can muster, meaning more great pieces like the illustrations from Guide to Glorantha by Jan Pospisil shown in our intro video and Starbrow’s Rebellion below

But wait! There’s more!

We are also introducing The Glorantha Source Book, a 128+ page full-color hardcover book that is the perfect companion to the the 13th Age in Glorantha rulebook. Containing no gaming rules, it is a wonderful resource for people wanting to begin their journey into the mythic world of Glorantha.

The Glorantha Source Book will include:

  • Introduction to Glorantha and the Runes
  • Cosmology, History, and a summary of the Gods of Glorantha
  • Overview of the major regions of the world with a focus on Dragon Pass and surrounding lands
  • Who’s who in the Hero Wars – the dramatic conflict at the end of the 3rd Age of Glorantha!

Want to learn more about what we’re bringing to 13th Age in Glorantha? Visit the www.13thAgeInGlorantha.com page.“
13th Age in Glorantha project page (08. Sep. 2014)

Damit mache ich mir wahrscheinlich wenig Freunde, aber im Vergleich zu Glorantha wirken Golarion, Lorakis & Co. wie unmotiviert zusammengeklatschte Abziehbilder. Solchen – offensichtlich – mutlosen Montagen fehlt das gewisse Etwas, das beispielsweise Rokugan (Legend of the 5 Rings), Earthdawn, Talislanta, die Alte Welt (Warhammer Roleplay) oder die World of Darkness (Vampire: The Masquerade, etc.) auszeichnet. Mystara (Dungeons & Dragons), für mich die Blaupause für collagenartige Everybody’s Darling-Welten, war vielleicht in den 80ern mal cool, heute sicherlich nicht mehr.

Anstelle allzu durchschaubarer Imitationen erwarte ich eigenwillige, „verwunderliche“ Fantasie. Aus diesem Grund unterstütze ich lieber Projekte wie 13th Age in Glorantha. Das gibt – mir – mehr. Period. Klare Empfehlung. YGWV – Your Glorantha Will Vary!

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  2. 13th Age in Glorantha: An Interview with Jeff Richard, Jonathan Tweet and Rob Heinsoo
  3. The Guide to Glorantha via Kickstarter
  4. Guide to Glorantha: Erfinder von Vampire: The Masquerade steigt ein
  5. The Forgotten Monk – A Novel of the 13th Age by Greg Stolze via Kickstarter

5 Kommentare

  1. Glorantha (genau wie Tekumel) war ja schon vor OD&D 1974 in der Entwicklung durch Greg Stafford. Dazu hatten Stafford und MAR Barker nicht mit dem Tolkien-Ballast zu kämpfen. Damit meine ich die Tolkien spezifische Darstellung von Zwergen, Elben etc.
    die meisten anderen Kampagnen Settings übernahmen allerdings diese Darstellung, weil OD&D und die meisten anderen RPGs die Rassen halt in tolkienscher Form darstellten.
    Talislanta warb in den frühen Tagen sogar mit „no Elves“ Anzeigen in Magazinen.

    Andererseits ist ME auch die Old World ein Kitchen Sink. Da ist auch alles drin. Elfen, Zwerge, Halblinge Orks, Europa, Asien etc. Insofern unterscheidet sich die Old World in dieser Beziehung nicht sonderlich von z.B. Mystara.
    Das Old World Alleinstellungsmerkmal ist die dunkle Atmosphäre und der ständige Kampf gegen (oder für) das Chaos.

    Ich kann Dir aber nur zustimmen dass Glorantha eine großartige und vor allem einzigartige Welt ist. Wenn ich mal 200 EUR über habe, werde ich mir den „Guide to Glorantha“ zulegen. Über 800 Seiten vollfarbige Glorantha goodness!

    • Es gibt verschiedene Aussagen, wann Glorantha entstand. Ich bezog mich auf Wikipedia und die Veröffentlichung von White Bear and Red Moon. Greg Stafford bastelte bereits in den 60ern an der Welt herum, sofern meine Informationen stimmen.
      Die alte Old World hatte etwas, was z. B. auch FFG nicht wirklich geschafft hat, nämlich Ironie und schwarzen, makaberen Humor. Für mich das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des Warhammer FRP.
      Ich warte „sehnsüchtig“ auf das Guide to Glorantha. PDFs schaue ich mir an. Ich lese aber Bücher (bislang).

      • White Bear and Red Moon war ein Brettspiel das Stafford in Glorantha spielen ließ. Insofern sind wir beide der gleichen Ansicht: Glorantha ist älter als D&D.
        Ich bin voll Deiner Meinung bezüglich der Old World. Die OOW ist für mich typisch britisch. Klar, wurde ja auch von Briten erschaffen. Schon bei der von Green Ronin geschaffenen Edition (die ich von technisch sehr gut finde) ist dieses gewisse Etwas schon nicht mehr so sichtbar. Ist alles noch grim and gritty, aber dieser self-depreciating Humor ist nicht mehr da.
        Die dritte Edition ist…amerikanisch bunt.

        Bei Moon Design kannst du den Guide schon als Hardcover beziehen:
        http://www.glorantha.com/product/guide-to-glorantha/

        Mal sehen ob und wann es die Bücher beim Sphärenmeister oder anderen Händlern in Deutschland zu kaufen gibt.

        • Soweit ich weiß, liefert Pegasus die Glorantha-Sachen in der EU aus. Die Chancen stehen nicht so schlecht, dass da also noch was nach D kommt.

          Was die Old World angeht, stimmen wir überein. Die 1st Edition hat diese besondere Stimmung. Danach ging es immer mehr in Richtung D&D. Leider. Der Warpstone war auch in den „dunklen Jahren“ immer wieder klasse.

  2. Interessanterweise hat Ed Greenwood laut Shannon Applecline in Designers and Dragons schon als Neunjähriger an den Forgotten Realms gebastelt. Also auch schon lange vor DnD.

    Mytara und Greyhawk wurden ja lange nicht richtig beschrieben. Das erste beschriebene DnD-Setting waren die Wilderlands og High Fantasy.