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Star Trek Into Darkness – Weiterer Trailer

Star Trek Into Darkness wirbt mit einem weiteren Trailer. Es wird für mich ein Geheimnis bleiben, was die Leute an Star Trek / Wars finden. Eindimensionale Charaktere und vorhersehbare Storys ziehen offensichtlich scharenweise Fans an und J. J. Abrams scheint Hollywoods Alkahest für  moderne Sci-Fi Filmunterhaltung zu sein.

Ab dem 09. Mai 2013 soll das Werk auf der Kinoleinwand zu bestaunen sein. Voraussichtlich ohne mich. Nach dem leidigen High Tech-Debakel Der Hobbit – Eine unerwartete Reise benötige ich erst einmal eine Auszeit von derartigem Firlefanz-Entertainment.

S. O. S. – Save our Science Fiction … Wo sind bitteschön Filme wie Blade Runner, die ersten Teile von Aliens, Matrix (gibt es mehr als einen Film? Ich glaube nicht.) oder Krieg der Eispiraten? Mit etwas Glück taugt Ghost in Shell: Arise etwas.

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23 Kommentare

  1. War Blade Runner damals nicht auch ziemlicher High-Tech Firlefanz? Mit einer guten literarischen Vorlage immerhin. Der Matrixtrilogie würde vielleicht eine Kurzfassung gut tun, ohne der Special-Effects. Ansonsten gehören die drei Teile zusammen, meiner Meinung nach. Und Star Trek ist nun mal ein Franchise (nicht mehr als Star Wars) und hat eine gewisse Faszination, wenn man ‚dabei‘ ist. So, wie man in Aventurien dabei sein kann. Als Teil einer Fan-Subkultur.
    Der Hobbit wurde dazu benutzt die 3D-HFR Technik vorzustellen, möglicherweise weil erhofft wurde, dass die Kinobesucher durch diesen Blockbuster, um den man kaum herumkommt, damit an diese Sache herangeführt werden können. Funktionierte sicherlich besser, als irgendwelche B-Movies mit 3D-Slashereffekten.

    Abgesehen davon interessiert mich Star Trek nicht, obwohl ich den letzten Film ganz amüsant fand. Und mehr als Unterhaltung sollen die nicht sein, oder? ;-)

    • Ja, im Kino kam Blade Runner -zunächst- nicht so gut an. Dennoch fielen -mir- im Kino damals beinahe die Augen raus.
      Blade Runner ist für mich noch immer einer der besten Filme aller Zeiten! (Original-Cut, nicht diese Scott-Nachbearbeitung)

      Ich war auch im letzten Star Trek, meine Begleitungen wurden „gut“ unterhalten.
      Meine Augenlider fielen immer wieder zu. Das Rumgehampel auf der Leinwand wirkte erschöpfend auf mich.

      Während z. B. James Bond immer wieder mal, ein paar echt schicke Szenen oder gar Filme schafft – z. B. Skyfall.
      Verbreiten diese Star Trek Wars in meinen Augen ein nicht enden wollendes fantastisches Kargland.

      Matrix wird durch die nachfolgenden Teile, die es eigentlich nicht gibt, entwertet. Der erste Film steckt voller Details und Anspielungen,
      die fortan auf einem sinnentleerten Dollar- & Actionaltar geopfert werden. Ich glaube nicht, dass tatsächlich mehrere Filme geplant waren
      bzw. das Konzept war sehr dünn nach der Eröffnung.

      Der Hobbit-Film schafft es tatsächlich aus einer straff erzählten märchenhaften Abenteuergeschichte ein überfrachtetes, überflüssiges Kasperletheater zu machen.
      Ich sehe dort einen zugekleisterten Action-Klamauk für die PS3/XBOX360-Generation ohne Joystick … Tolkien gehört nun wirklich nicht zu meinen Favoriten, aber so eine Big Budget-Geschmacklosigkeit verdient sein Werk nun wirklich nicht. Pan’s Labyrinth hat etwas Unangenehmes, aber der Film erzeugt wenigstens eine angemessene Atmosphäre. Von Zeit der Wölfe fange ich erst gar nicht an …

      Ich werde ohnehin im Kino immer weniger unterhalten. Billige Effekte, die jeder halbwegs talentierte Fan mittlerweile am Computer erzeugen kann und eine Narrationsstruktur für 16 bis 18-jährige Computerspieler lockt mich immer seltener vor die große Leinwand. Dem modernen 3D-Film fehlt der Witz …

      Es gibt überdies mehr als diese Endlos-Franchises – zumindest in meiner Welt. Ich werde durch stetiges BoomKaboom nicht unterhalten. Ich Sachen fantastischer
      Action sind die Asiaten dem ohnehin amerikanisierten Markt weit überlegen.

      Geschmäcker sind verschieden, gut so!

      • Blade Runner habe ich leider nicht im Kino gesehen.

        Wie Matrix geplant war, kann ich nicht sagen. Ich finde die Trilogie einigermaßen schlüssig.

        Die Hobbit-Arcade-Action-Computerspiel-Szenen stören mich auch. Die Jump’n’Run-Szene störte mich auch bei StarWars (II oder III?)

        Hobbit und LotR sind Umerzählungen von Jackson und Co.

        Viel ätzender finde ich z.B. die Saw-Serie … und hier scheint mir das Konzept von Anfang an dünn und die zusammengeflickte Story im weiteren Verlauf wenig mehr als Patchwork.

        Was kannst Du denn an Nicht-Franchise-Filmen empfehlen?

        • Zunächst einmal zur Saw-Serie. Geht überhaupt nicht.
          Kommt ein wenig auf das Genre an.

          Wie gesagt:
          Pan’s Labyrinth – in meinen Augen wirklich gruselig. Sehr schnell stellt sich die Frage, wer ist übler, Monster oder Faschisten? Kein Splatter!
          Zeit der Wölfe – Neil Jordans Rotkäppchen und der „sexuelle Wolf“. Aus den 80ern, aber in meinen Augen großartig.
          Ansonsten:
          Cleanskin – Video/Fantasy Film Fest-Thriller, irgendwie kalt, aber gut gemacht, mit interessanter Entwicklung. Mag nicht mehr verraten.
          GOD BLESS America – Doppelmoralischer Killerstreifen (ebenfalls FFF) – kann man mögen. Fand ich unterhaltsam, andere empfanden in bigott.
          SWITCH – Franz. Actionfilm, spannend bis zur Auflösung, zum Ende, welches leider … (ebenfalls FFF)
          VIOLET & DAISY – Sehr ruhige, aber geniale Zuckerstangen-Killerparabel, mein Fave des letzten FFF!
          Yellow Sea – Sehr düster, asiatischer Film über einen Laienkiller, der seine Frau sucht. Nicht sehr nett, aber gut gemacht.
          Love & 45 – Der bessere Pulp Fiction (für mich), obercooler white trash … Ich sag‘ nur Reverend Horton Heat.

          Vorsicht, ich stehe auf Wuxia!
          Der neue Chinese Ghost Story war okay. Dragon Gate fand ich super charmant – ein Film für Rollenspieler und ziemlich over the top.
          War of the Arrows spannender Bogenschützen-Western Eastern.
          Jin-Roh, Anime/Zukunftskrimi
          Robotic Angel (Metropolis) – Grossartiger Anime mit abgefahrenem Stil und Sound/Musik

          Hm, wo fange ich, wo höre ich auf. Vielleicht etwas genauer fragen, sonst schreibe ich mir die Finger wund und Du bist so schlau wie vorher.

          • Pan’s Labyrinth hatte ich gesehen und war diesbezüglich auch auf den Hobbit nach del Toro gespannt – aus dem ja nun nichts mehr wurde.

            Danke für die Empfehlungen. Wenn demnächst mal wieder ein DVD-Abend ansteht, werde ich darauf zurückgreifen.

            Lem las ich auch. ‚Die Entdeckung der Virtualität‘ (?) gefiel mir neben ‚Solaris‘.

    • War Blade Runner damals nicht auch ziemlicher High-Tech Firlefanz? Mit einer guten literarischen Vorlage immerhin.

      … von der in dem Film nicht mehr viel übrig geblieben ist.

      Scott hat einen kleinen Teil des Buches genommen und daraus einen Film gestrickt, der sich ganz der Cyberpunk-Ästhetik verschrieben hat („Style Over Substance“) und den Harrison Ford hasste und absichtlich lustlos gespielt hat (was kurioserweise den Kultstatus verstärkt hat, weil Deckard nun extrem „cool“ rüberkommt).
      Wo ist Deckards Ehefrau, wo der ganze religiöse Subplot um das Erklimmen des Virtual-Reality-Berges, wo das elektrische Schaf (das immerhin dem Buch den Titel gibt)?

      Blade Runner ist geradezu ein Paradebeispiel eines High-Tech-Films, in dem die visuelle Wirkung über alles gestellt wurde.

      Einige meiner Lieblings-SF-Filme sind:
      Gattaca
      The Quiet Earth – Das letzte Experiment
      Pitch Black
      Alarm im Weltall (Forbidden Planet)
      und auch Soderberghs Solaris hat eine hypnotische Aura.

      • @Mondbuchstaben: Ich entnehme, Du magst Blade Runner nicht? Hm.
        Gab es damals schon “Style Over Substance”? Ich teile diesbzgl. Deine Meinung nicht: Style & Substance
        Buch und Film unterscheiden sich, aber mich regt dieser Film immer wieder zum Denken an. Was macht uns menschlich?
        Was ist das (Menschen-)Leben wert? Eine Freundin betreut kleine schwer behinderte Kinder und ihre Alltagsgeschichten
        über die Widrigkeiten werfen ähnliche Fragen auf, allerdings nicht als spannender utopischer Krimi.
        Ich kannte den Film vor dem Buch, welches ich nicht beendete …

        Gattaca gehört ebenfalls in die Bestenliste der coolen Beinahegegenwartsgeschichten. Da hast Du recht.

        Ansonsten habe ich ein paar Film nachzuholen. Merci

  2. In Sachen Sci Fi sehe ich das Anime Supergenere eigentlich weit vorne. Schaue gerne auch Sci Fi Filme der 60er und 70er. Von meinem lieblings Sci Fi Autor, Stanislav Lem, gibts auch ein paar Verfilmungen aus DDR und UDSSR.

    • Ja, die Japaner machen die besten SF-Filme und Comics. 20th Century Boy, Eden, Ghost in the Shell und Akira gehören in jede Sammlung.
      Mit Lem kenne ich mich leider gar nicht aus. Las früher eher Heinlein, Gibson usw.. 60 und 70er SF? Barbarella? Kleine Ironie … Prisoner?

  3. Lem muss ich dringend empfehlen, wird viel zu weit unter Wert gehandelt. Geistreich und sehr humorvoll (Sternentagebücher) gerne auch introspektiv und düster (Solaris), sehr menschlich.

  4. „Matrix:Reloaded“ war besser als Matrix (mehr Anspielungen, mehr Philosophie, mehr Metatextualität, weniger „weil ich die liebe“-Gesoape). Dass auf diese gelungene Fortsetzung ein so enttäuschender dritter Teil folgte, dafür kann der zweite Teil ja nichts.

    „Ghost in the Shell“ fand ich dagegen ziemlich enttäuschend. Nach dem, wie der Film mir angepriesen wurde, hatte ich wenigstens eine tiefschürfende Betrachtung des Themas „Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“ oder „Definieren wir unser Selbstbild über unser Fremdbild?“ erwartet.
    Was der Film dann letztendlich abgeliefert hat, war dann doch sehr … platt (nicht dass die Japaner keine gute SciFi können: „Starship Operators“ ist bspw. großartig).

    Zu Lem: die „Sterntagebücher“-Verfilmung des ZDF mag eine Parodie sein, enthalten aber mehr innovative Ideen, als die meisten „konventionellen“ SciFi-Serien der Gegenwart. Das sagt etwas über die Qualität von Lems Geschichten.

  5. Barbarella, yeah : ), und Logans Run und Soylent Green und die Filmreihe in der Affen die Freiheitsstatue umgestoßen haben usw.

    Von Heinelein hab ich auch ein paar Sachen gelesen, aber „Das neue Buch Hiob“ und Zentrale Aussagen in „Straship Troopers“ platzieren Heinelein für mich weit rechts, nahe am 40k Flügel im Parlament.

  6. Heinlein weit rechts einzuordnen oder in den albernen 40k Flügel zu stecken lässt bei mir die Galle hochkommen. 40K und gute SciFi haben imho nichts gemein und Romane aus der Serie würden noch nicht mal von den Salamander-Trägern verbrannt werden, da sie selbstständiges Denken eher unterdrücken.
    Robert A. Heinlein beschreibt eine vom Militarimus, fast faschistische Gesellschaft sehr gut, ohne Propaganda dafür oder Heldenverehrung zu betreiben. Ihn also zu verwerfen mit dem Argumetn „weit rechts“, finde ich ignorant.
    Von Heinlein gelesen gehört Stranger in a Strange Land ( „Fremder in einer fremden Welt“).
    Was mich unerwartet begeistert hat war Hyperion von Dan Simmons und ist meine Empfehlung, nachdem man jedes Neal Stephenson Buch gelesen hat.

    • @zwobot: Ich fand Starship Trooper damals superspannend. Ich gestehe.
      Selbst unter Befürwortern des Romans werden die Militarismus- und Faschismus-Aspekte heftig diskutiert. Siehe z.B. hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Starship_Troopers
      Der Vergleich mit dem dumpfen W40k macht mich schon ganz wuschig.

      Mit Neal Stephenson kann ich gar nichts anfangen. Ich versuchte Snow Crash und Cryptonomicon.
      Beide legte ich vorzeitig weg. Viel Rauch um wenig – in meinen Augen.

      Hyperion wird immer mal wieder empfohlen. Mal sehen.

      @janusz: Solent Green. Yes!

      Ja, W40K insbesondere gemessen an den realen Firmenstrukturen hat nach meinem Dafürhalten einen
      „rechten“ Touch. Hoch interessant sich mit betriebsblinden GW-Leuten zu unterhalten.
      Ich empfinde diese Damen und Herren wie Mitglieder einer Sekte.

      In Sachen Heinlein und Faschismus. Heinlein war Künstler und er hat weder Bücher verbrannt, noch Menschen verfolgt – zumindest meines Wissens. Ich erinnere in diesem Kontext an die Künstler Laibach …

      @Alexandro: Wow, einen bekennenden Befürworter, der Matrix-Nachfolger.
      Meine erste Reaktion war ähnlich wie die von zwobot bzgl. faschistischer Heinlein.
      Auf den zweiten Blick jedoch sehr interessant, weil ich Matrix 2 & 3 als einziges Ärgernis ausblende.
      Starship Operators kenne ich gar nicht. Merci.

      Generell neige ich zu Autoren, die auch ein gewisses Schreibtalent aufweisen.
      Technogebabbel und Masse statt klasse halte ich für wenig überzeugend.

      Beispielsweise schreibt Haldemann in meinen Augen sehr gut. Man merkt, der Mann ist Naturwissenschaftler. Er setzt sich aber gleichzeitig mit der menschlichen Psyche und Beziehungen auseinander (Kreisende Welten).
      Dagegen – schreibt in meinen Augen – Neal Stephenson bessere Schulaufsätze für Studierte. Er spricht die intellektuelle Seite im Menschen an. Schau her, wie schlau ich bin, ich verstehe diesen gebildeten Autoren. Lesen als Akt der Eitelkeit? Ich stehe ein wenig auf Kriegsfuss mit diesem Kulturansatz. Alternativ lese ich lieber echte Philosophie.

      Grundsätzlich neige ich eher in Richtung kulturelle Utopien (Orwell, Huxley).
      Die meisten fantastischen Autoren sind in meinen Augen maximal mittelmäßige Schriftsteller ohne Vision. Ja, damit löse ich eine Kontroverse aus, dennoch trifft dies meine Perspektive.

      Schon mal All die schönen Pferde von Cormac McCarthy versucht?
      Hölle, nicht mein Stil, aber der Herr kann schreiben, obwohl es mir nicht gefällt.

      Ich denke, es ist relevant, was man von einem Roman erwartet. Ich erwarte entweder Spannung oder/und eine kulturelle/sozial aussagefähige Darstellung. Eitle Wissenvermehrung/-bestätigung zieht mich nicht so an. Dafür gibt es echte Fachbücher.

      Zurück zu Star Trek Wars: SW war als Kind cool, aber dann immer wieder das gleiche Schema F.
      Star Trek ist mir schlicht zu steril, glatt und einfach gestrickt. Good clean family fun.
      Da passiert mir zu wenig. Deswegen mochte ich Babylon 5 – komplexere Motive usw..

      Sehr spannend, wie unterschiedlich und teilweise widersprüchlich der gleiche Stoff wahrgenommen wird.

      Wie man allerdings, den ersten Ghost in the Shell nicht cool finden kann, verstehe ich überhaupt nicht. So ein Unsinn … ;)

  7. Qualitativ sehe ich Heinelein keineswegs in der Nähe vom 40k Schund, ganz im Gegenteil. Dennoch höre ich bei Heinlein rechte Untertöne, so ist im „Neuen Buch Hiob“ der Romanheld ein konservativer ,schwulenhaßender, katholischer Rassist. Starship Troopers militaristische Utopie finde wirkt auch nicht liberal. Heinlein muss im Ton seiner Bücher ja nix beschreien, er hält den Stift, machts einfach zum modus operandi, propagiert so. Das Böse kommt auf leisen Sohlen.

    Grade nach Hiob wurde ich neugierig auf Heinelein und hab gelegentlich ein wenig nach privatem gestöbert. Er ist wohl ein sehr wertkonservativer Mensch, steht in seinen gesellschaftpoltischen Ansichten nahe der Tea Party-Bewegung und damit Rechts im Ideologischem Spektrum, bei den Old White Men.

    Trotzdem bin ich eigentlich deswegen auch neugierig auf Heinelein : Er vertritt Thesen die mir eher zuwider sind und ich kann durch sein gutes Schreiben einen unterhaltsamen Diskurs eingehen.

    @Matrix : der erste Teil war so gut und vollkommen in sich geschlossen. Einer der . Großartige Bilder.

    @Sternentagebücher: Die WDR Interpretation mochte ich leider gar nicht. Aber freue mich über jeden, der so auf die Lem´sche Ader stößt und weitergräbt.

    • Ich sitze hier und freue mich, dass wir im Internet diskutieren und bis hierhin sogar ohne Herabwürdigung anderer Meinungen. Darüber freue ich mich sehr. Danke!

      Es fällt mir schwer, zu verstehen, warum man Blade Runner, einen der besten Filme aller Zeiten nicht mag, aber mit der Roman-Erwartungshaltung verliert ggf. die Interpretation. Ähnlich geht es mir mit Ghost in the Shell, aber die Kommentare regen mich dazu an, meine Position zu überdenken und bessere Argumente zu finden, nachzugeben oder einfach stehen zu lassen.

      Ich werde mir mit Sicherheit mal Solaris ansehen. Bislang war Hr. Lem mir suspekt, weil Asimov nicht so mein Fall war.

      Herr Heinlein ist wirklich nicht unumstritten, aber ich kenne seine Biographie und Hintergründe nicht genug.
      Als Teenager beeindruckten mich diese Supersoldaten ziemlich.

  8. Asimov kenn recht wenig, hat mich aber an keiner Stelle, ausser der der Himmelsrichtung, an Lem erinnert.

    Von den Solaris Filmen rate ich ab ! Von denen wird keiner der Romanvorlage gerecht und auch für sich stehend sind die Filme solala. Tatsächlich ist der Film. der am nächsten am Romankern einschlägt „Event Horizon“, allerdings ist das Solaris Motiv dort stark vergruselt.

    Zum Lem Einstieg würde ich die „Sternentagebücher“ Kurzgeschichten empfehlen. „Fiasko“ und „der Flop“ mochte ich sehr und der „Futurulogische Kongreß“.

    Kenne den einen oder anderen der nach Solaris nichts mehr von Lem lesen wollte. Zu schwermütig. Zu Zäh.

    Noch zu Heinelein : Ist sicher kein Brandstifter und sein Werk muss man sich schon etwas genauer ansehen um Symptome von Bigotterie zu finden.

  9. Zu den Sci Fi Anime Kleinoden würde ich noch Ergo Proxy zählen wollen !

    • Habe ich schon seit 1 gefühlten Ewigkeit auf meiner Liste, aber noch immer noch nicht gesehen…. Verflixt.

  10. Filmumsetzungen von Dick Romanen gibt es ja einige nicht werktreue Unterhaltungsstreifen, die aber teilweise ihre Qualitäten haben und gut unterhalten.
    Mein Lieblingsstück ist A Scanner Darkly geworden, fand ihn einfach Klasse!

    Um die Geek Klischee Reihe noch weiterzuführen werfe ich Kaubôi bibappu (Cowboy Bebop) in die Runde. Ein Spitzensoundtrack und eine Klasse SciFi Atmosphäre!

    • : ) ja Bibappu mag ich auch. Fand ich storymäßig zwar nicht sooo stark, aber stilistisch umso mehr. Mir gefällt grade der Space Noir Touch.

      Die Anime Serie „PlanetES“ fiel mir grade noch ein. Fand die Manga Vorlage zwar stärker, die TV Serie schlägt sich auch ganz gut.

  11. Oh, da verstehst du mich miss. Ich liebe Blade Runner. Aber nur als eigenständigen Film, nicht als Beispiel für eine gelungene Literaturverfilmung (und lars_alexander hatte ja gerade die gute Romanvorlage gelobt).
    Ich bin nur nicht der Meinung, dass Blade Runner das Überwerk ist, das so viele Leute in ihm sehen. Es ist ein sehr gutes Beispiel für gelungenes Genre-Kino. Aber ich sehe in der Behandlung der philosophischen Fragen keinen wirklichen Unterschied zu den Moral-Gleichnissen in Star Trek – The Next Generation (die ja ihrerseits ähnlich funktionieren wie die Gerichtsverhandlungen in Picket Fences – Tatort Gartenzaun, L.A. Law oder Ally McBeal).

    Machen wir uns nichts vor: Der Film ist deshalb so beliebt, weil er ein bahnbrechendes Set Design hat, eine glaubwürdige Cyberpunk-Atmosphäre, und nicht wegen seiner tiefgründigen Handlung. Ich weiß nicht, wie viele (oder wenige) Leute überhaupt mitbekommen haben, dass eine der subtilen Fragen des Films die Identität von Deckard selbst ist.