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Nikolaj Coster-Waldau und George R. R. Martin sprechen über Game of Thrones

Nikolaj Coster-Waldau Talks ‚Game Of Thrones‘, der Schauspieler von Jaime Lannister in der HBO-Serie Game of Thrones und der Autor von Das Lied von Eis und Feuer, George R. R. Martin, geben bei George Stroumboulopoulos Tonight (CBC Television) einige überaus interessante Weisheiten über die Serie zum Besten.

„The battle between good and evil is fought within the individual human heart.“
– George R. R. Martin

Deshalb ist diese Serie etwas Besonderes. Kein – mittlerweile – banales und zudem verbrauchtes Star Wars, kein Herr der Ringe und kein Hobbit.

Was die beiden klugen Köpfe von sich geben, könnte unter Umständen eine Anregung sein, das Hobby Rollenspiel aus den Tiefen des Dungeon Crawls zu holen.

Quellen:
Nikolaj Coster-Waldau Talks ‚Game Of Thrones‘ via Youtube
George Stroumboulopoulos Tonight

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12 Kommentare

  1. Naja, mal ernsthaft:

    1.) Ständige Provokation stumpft irgendwann ab.

    2.) Gibt es doch erhebliche Unterschiede zwischen Buch/Fernsehserie und dem Medium Rollenspiel. Allein die teilweise lange Entwicklung bei GoT kann ich mir bei Rollenspielkampagnen, wo man sich monatlich nur einmal trifft, nicht (mehr) vorstellen.

    • Tag auch.

      1. D’accord. Ich stimme Dir zu. Darüber denke ich auch immer wieder mal nach. Selbstreflektierend betrachtet, denke ich, dass ich zu kritisch gegenüber dem klassischen Dungeon Crawl bin. Gleichwohl stehe ich dazu, dass mich das ewige durch Höhlen kriechen, Monsterschlachten, Schätze rauben wirklich nervt.
      Ein Freund sagte zu mir letzthin: „Ingo, weißt Du was? Traurig, aber wahr. Die Leute wollen Monsterschlachten, Schätze rauben und das nächste Level …“ Enttäuschend.
      Wir spielten dann tremulus. Großartig!
      Nichtsdestoweniger vielen Dank für Dein klares, kritisches Feedback. Werde darüber nachdenken. Bin für Anregung offen.

      2. Da bin ich mir nicht so sicher, aber ich stimme Dir zu, dass der Faktor Zeit (Spielzeit, Downtime, Real life) eine wichtige Rolle spielt.
      Ich kenne ne MERS/Rolemaster-Runde, die so gespielt wurde. Praktisch keine Kämpfe, alles Verwickelungen an einem Hof, aber das waren alles Hardcore-Fans.
      Sie bastelten auch zwischen den Spielen an der Story…
      Überdies unterstützen viele System so etwas nicht. Hillfolk könnte in diese Richtung gehen. Monster über Monster langweilt mich. Ich finde z. B. L5R so großartig,
      weil es mit gesellschaftlichen Konventionen und Moral spielt.
      Anders herum ausgerückt. Was würdest Du darüber denken, wenn Du z. B. XP für „All the things I do for love“ bekommst und nicht fürs killen & looten?
      In diesem Kontext gilt wohl System Matters. Ggf. wäre diese Ausführung besser als meine „giftige“ Kritiken.
      Bei unserer tremulus-Runde gab es einen spannende Sache. Der Spielleiter fragte uns immer wieder über das Spiel aus. Wir bestimmten z. B. wie die „magischen Schlüssel“ aussahen.
      Was uns mit dem Gastgeber verbindet, der heute Nacht sterben wird usw. Das fand ich spannend.

      Zu Punkt 1 bin ich für Kritik und vor allem konstruktive Kritik offen.

  2. Zu 1.) Ab und an etwas provozierend oder klar ausgedrückt zu schreiben, ist ja durchaus auch erfrischend. Aber zwischen der Fernsehserie zu GoT und einem Dungeoncrawl-RPG ist es zwar eine breite Kluft, trotzdem seh ich das eine nicht als Gegenstück fürs andere und mag einfach mal beides.

    2.) Auch wenn ich Oldschool oder DS spiele, heißt dass nicht immer, dass Monster plätten im Vordergrund steht. Im Gegeteil, DungeonCrawl ist ein Teil Monster schnetzeln, aber eben auch ein Teil Hexcrawling. Und oft auch gute, abwechslungsreiche Spieler- wie SL-Ideen, überraschende Geschehnisse und Interaktion. Das, was Du kritisierst, ist ja eher Hack`n’Slay.

    • 1. Das sehe ich (natürlich) anders. Es sind andere Medien, aber es geht in beiden Fällen um das Erzählen von Geschichten und ich lese überall wie geil Old School ist.
      Ich sah mir heute die DSA-Videos von durchgeblaettert an. Ich frage mich wirklich, wie man so einen „Unsinn“ über längere Zeit unterstützen kann. In meinen Augen ist das Makulatur.
      Die armen Bäume, die dafür starben. Ich mag keine Dungeon Crawls mehr (zur Zeit)! Ich bin keine 15 und bei allen verklärenden Momenten, will ich auch keine 20 mehr sein.
      Ich betrachte die Erzählformen Buch/Literatur, Filme/Serien und Rollenspiel nicht so unterschiedlich. Wolfgang Baur sagt es im Imterview ganz schön. Das Rollenspiel hat sich einige „Artefakte“ vom Tabletop/Kriegsspiel bewahrt. Ich will davon weg … (, um ggf. zurückkehren zu können).

      2. Hm, ich weiss nicht. Da gehen wir nicht so d’accord, zumindest nach meinem gegenwärtigen Verständnis Deiner Aussagen.
      Beispielsweise sind die Dungeons (Kaers) in Earthdawn wirklich sinnvoll, aber in D&D sind sie es i. d. R. nicht.
      Mir geht es eher, um das Konzept der Abenteuerergruppe, die zu oft einfach nicht „glaubwürdig“ ist. Schau Dir mal Fleisch & Blut mit Rudger Hauer an.
      Das ist eine funktionierende Gruppe Söldner/Abenteurer. Der Tag des Falken wirkt ebenfalls recht glaubwürdig. Aber die gemeine (Fantasy) RPG-Gruppe voller zwielichtiger Halunken und Halsabschneider kaufe ich einfach nicht mehr. Ars Magica löst dieses Problem recht gut…
      Ich will keine Dungeons erkunden, sondern Gruppendynamik erleben. Ein Monster oder ein Schatz darf gerne auch mal dabei sein, aber dieses, was liegt hinter der nächsten Tür ermüdet mich. Warum ist Deadwood (oder Rome) so großartig und die Hobbit-Verfilmung so laaaangweilig. Nein, nicht weil die Vorlage schlecht ist.
      Deadwood hat Charaktere und Motive … und nicht nur 48-FPS, 3D und irgendeinen anderen Firlefanz, der aber auch rein gar nichts über die Geschichte oder die Figuren aussagt.
      „So locker und leicht. Schwimmt sogar in Milch!“
      Es ist mir wichtig, wenn Dir und Deinen Freund(inn)en so etwas Freude bereitet, dann viel Spass damit. Abgesehen vom Beisammensein würde es mich sicher primär nerven. Mein Fokus liegt klar auf der Story und nicht auf Regeln oder ständiges Goutieren des bekannten D&D (und damit wohl scheinbar auch DS)-Schemata.
      Al Swearengen rockt! Ein weiterer Kämpfer mit Stärke 18 und +2 Schwert des Drachentötens rockt nicht und hier spielt das Medium keine Rolle.

  3. 1.) „Ich will davon weg … (, um ggf. zurückkehren zu können).“ – Ich bin schon zurückgekehrt … ;) Das ist doch eher eine Frage des aktuellen Geschmacks, ich meine, wenn jemand DSA4 spielen will, wir sind ein freies Land … Trotzdem ist es aus meiner Sicht wichtig auch zu sehen, dass unterschiedliche Medien anders funktionieren. Wenn ich von Problemen bei RPG höre haben die oft genau darin ihre Ursache: Man versucht das Konzept X von Medium Y ungefiltert aufs Rollenspiel zu übertragen und das klappt dann nicht.

    2.) Deadwood ist großartig, wird aber als Rollenspiel entweder nicht funktionieren oder nur sehr zeitaufwändig umzusetzen sein. Ich erinnere mich noch an das monatliche Vampire Live, da haben sich manche Subplots über Jahre erstreckt, um dann einzuschlafen. Was in einer Serie funktioniert, weil sich der Zuschauer noch an die drei Episoden vorher erinnert, klappt nicht immer unbedingt …

    Ansonsten ist das doch eine Geschmacksfrage, schrieb ich ja gerade. Das erkennst Du ja auch selbst, wenn Du schreibst „Mir geht es eher (…)“ und „Es ist mir wichtig“. Eben. Das darf man ja auch man schreiben, wie sinnig es ist, das an jeder Ecke zu tun, dass hinterfrage ich eher kritisch. (Und ja, ich hatte auch meine Realismus und Glaubwürdigkeitsphase.

    „Al Swearengen rockt! Ein weiterer Kämpfer mit Stärke 18 und +2 Schwert des Drachentötens rockt nicht und hier spielt das Medium keine Rolle.“ Für mich schon. Al Swearengen rockt eben nur in einer passigen Gruppe und Ambiente, die genau so ein Intrigen und Interaktionsfokussiertes Spiel will. Will ich z.B. Spaghetti-Western-Action, bin ich wahrscheinlich von Deadwood enttäuscht. Das ein +2 Schwert des Drachentötens nicht unbedingt rockt, dazu fällt mir ein:
    -> http://rorschachhamster.wordpress.com/2013/01/09/das-problem-mit-den-plussen-und-meine-losung-fur-pathfinder/

    • Hm… Ich werde mal über mein kritisches Dauerfeuer nachdenken.
      Sachinhalt und Meinung klarer trennen?
      z. B. bla bla …
      obskure-Anmerkung: Kritik, Kritik …
      Dann kann man die beiden Teile besser trennen und nur lesen was einen interessiert :-)

  4. Meinung und Sachinhalt zu verknüpfen find ich im Prinzip OKay, nur an den richtigen Stellen gesetzt – und es sollte nicht ausleiern wie eine alte Schallplatte ;)

    • You are right… Okay, diese Woche bis Freitag kein kritisches Wort mehr über Dungeon Crawl, Old School, DSA oder Pathfinder.
      Indianer-Ehrenwort. (Mal sehen, ob ich das schaffe.)