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Ironwatch Fan Magazine #5: Kostenloser Playtest des Kings Of War RPG

Ironwatch #5, das kostenlose Fan Magazine für die Tabletops und Spiele von Mantic Games (Kings of War, Dreadball, Warpath, usw.)

Die aktuelle Ausgabe beinhaltet eine Playtest-Version des „komprimierten“ Kings Of War RPG von Jonathan Hicks.

Weitere Artikel bieten Material für Dreadball (Mantic Games offensichtlichen, aber dennoch erfolgreichen Blood Bowl-Klon), Warpath (Mantic Games „Warhammer 40.000“) und eben Kings of War (Mantic Games „Warhammer Fantasy“).

Überzeichnet ausgedrückt, stellt Mantic Games gegenwärtig das „preiswerte“ Paizo der Tabletop-Szene dar. „Gut“ kopiert, ist halb gewonnen oder lieber „gut“ kopiert, als schlecht selbst gemacht.

Keine Ahnung, wie man diese Entwicklung bewertet. Das Fanzine macht jedenfalls einen engagierten Ersteindruck.

Quellen:
Ironwatch #5 product page
Mantic Games-Homepage

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9 Kommentare

  1. Hmm, Paizo stellt allerdings eine ganz andere Situation dar. Die Leute, die jetzt bei Paizo arbeiteten, schuffen ja d20 und „klauen“ so von sich selbst – dank OGL sogar höchstlegal. Die Situation zwischen GW und Mantic scheint eine ganz andere, schwer vergleichbare.

    • Greifenklaue, hier sind wir anderer Meinung.
      Wesentliche Teile des Produktmanagement und des -designs sind so ähnlich, dass es ein Blinder mit einem Krückstock sieht.
      Für mich spielt es dabei keinerlei Rolle, „wo“ die Leute ihre Inspiration beziehen.
      WOTC entläßt sicher nächste oder übernächste Weihnachten wieder Leute, diese landen dann z. T. bei Paizo.
      Danach steht nicht mehr D & D auf dem Produkt, sondern Pathfinder.
      Analog Kings of War von Mantic Games. Das ganze Konzept riecht nachhaltig nach Warhammer Fantasy in preiswert.
      Die augenscheinliche „Nachahmungsmentalität“ halte ich in beiden Fällen beachtlich und „legal“ scheinen beide zu sein.
      Paizo würde heute noch mit D & D werben, wäre da nicht ein „freundlicher Hinweis“ vom schwächelnden Branchenprimus gekommen.

    • Sofern ich mich recht entsinne, stand es sogar auf den ersten Modulen ein D & D direkt hinten drauf.
      Erst später änderten sie ihren Slogan „… is an evolution of the 3.5 rules set of the world’s oldest fantasy roleplaying game …“
      Wenn ich mich recht entsinne kommt der Boss von Paizo, Lisa Stevens, über White Wolf und WOTC.
      Für meine Aussage bzgl. des Nachahmens spielt das keine Rolle, oder?

      Ich muss mal Rise of the Runelords suchen gehen, die ersten Pathfinder-Sachen habe ich. Dann wurde es mir zu … und da D & D ohnehin auf meiner „Flop-Liste“ steht wende ich mich anderen Spielen zu. :-) Denn andere Mütter haben auch schöne Töchter/Rollenspiele …

      • Ja, das wäre mal in der Tat interessant, war mir noch nicht bekannt. Wobei ich auf die RotR-Sachen bei nächster Gelöegenheit selber gucken kann … Ähh … Haha. Na klar stand da DnD 3.5, da gab es noch gar kein Pathfinder ;) Nee, ich glaub auf Pathfinderprodukten steht das nicht drauf.

        @Nachahmen: Im Prinzip haben ja die bei Wizards Verantwortung gehabt, die sie später bei Paizo hatten. In dem Artikel war es so dargestellt, dass man sich den Zugriff auf DnD 3.x selbst freigeeist hat. Fand ich jedenfalls interessant.

        • Es wäre interessant zu rekonstruieren, wann sie das geändert haben. Als „Pathfinder“ weißt du sicherlich besser, welcher Pfad/6-Teiler der erste zum gleichnamigen RPG war.

          Es stimmt, die OGL lässt es zu, dass jemand D & D 3.x nachbaut. Als Konsument bedeutet dies jedoch nicht, dass ich es begrüßen oder unterstützen muss.

          Ich schätze den konservativen – in meinen Augen uninspirierten inhaltlich und strukturellen Weg von Paizo nicht.
          D & D macht ne Einsteiger-Rote Box, kurz danach kommt die Pathinder-Einsteigerbox, D & D beendet vorerst die Produktion von Puppen und schon gibt es Pathfinder Minis usw..

          Das gilt nahezu für die ganze Produktlinie. Die Sachen, die mir vorliegen sind technisch nahezu einwandfrei gemacht, doch ich sehe dieses Gebaren als kritisch an.

          Überdies schätze ich diesen D & D-artigen Stil mit immer wieder neuartige Monster killen, mehr Loot und mehr +x Waffen nicht sonderlich. Das ist mal ganz nett, doch mittelfristig eher zu schlicht und zu langweilig (für mich).

          EARTHDAWN macht das in meinen Augen wesentlich besser! Die Welt ist ebenfalls High Fantasy, beeindruckend clever durchdacht, die Helden können bald richtig was. Die magischen Waffen erzählen eine Geschichte usw. ED ist in meinen Augen D & D/Pathfinder in nahezu allen relevanten Belangen weit überlegen. Ich stehe halt nicht so auf High Fantasy :-), verstehe gleichwohl die Begeisterung meiner Freunde für diese originelle Welt und das Spiel.

          Sorry, aber ich betrachte D & D, Pathfinder, DSA eher kritisch. Es
          gibt bereits ausreichend Blogger und Fans, die diese Sachen kritikarm unterstützen oder gar abfeiern.

          Sollte ich etwas inhaltlich falsch darstellen, bitte ich um Korrektur. Darüber hinaus geht es hier (bis auf Weiteres), um Alternativen und gute (kreative) Ideen. D & D 4th ist für mich ideenreich und clever gemacht, eine Alternative zum sonstigen Einerlei aus dieser Richtung.

          Ich werbe um Verständnis für meinen Argwohn. Ich freue mich gleichzeitig über Widerspruch und Kritik, weil dies den Geist bewegt.

  2. Hehe, würde mich jetzt auch erschrecken, wären wir ständig einer Meinung. ;)

    „Überdies schätze ich diesen D & D-artigen Stil mit immer wieder neuartige Monster killen, mehr Loot und mehr +x Waffen nicht sonderlich. Das ist mal ganz nett, doch mittelfristig eher zu schlicht und zu langweilig (für mich).“ – So kann man Pathfinder spielen (oder DnD), man muss es aber nicht. Ich denke auch nicht, dass das Default-DnD ist.

    @Earthdawn: Ich bemühe selten die „Guck auf die Verkaufszahlen“-Keule, in dem Fall, so gut Earthdawn ist (und so schlecht die ED-PF-Konvertierung sein soll), Paizo hätte damit auch nicht wesentlich mehr Erfolg gehabt als zuletzt RedBrick. Warum? Die haben vorher Dragon und Dungeon gemacht (also die Mags) und kannten sich genau damit aus. Dann haben sie ihr Konzept von dort (Abenteuerpfade) übernommen und DnD-Abenteuer gemacht. Dann kam DnD 4 und Wizards wollte die restriktive GSL durchsetzen. Paizo entschied sich dagegen (sehr klug, sonst gäbe es sie heute nicht mehr bzw. mit 5 Mitarbeitern, je nachdem). Klar, kann man das als Leichenfleddern sehen, aber Wizards ist ja selber schuld, die nicht selber gelootet zu haben. Mit einer weniger restriktiven Lizenz bei DnD 4 hätte es nie PF gegeben, die haben sich schlicht verpokert. Insofern find ich die Darstellung hier zu einseitig UND halte Mantic und paizo für wenig vergleichbar, zumindest im Detail. Beides find ich übrigens gut, ist ja super, dass GW überteuerte Modelle machen kann, aber es geht zum Glück auch günstiger. Klar spekulieren sie darauf, dass man ihre Figuren auch für GW–Spiele nutzt. Yeha!

    @Minis: Ich würde das eher so sehen: Das Einstellen der DnD-Minis hat den Weg frei gemacht für PF-Minis. Ist doch gut, wenn es etwas gibt, was der Interessierte kaufen kann, muss einem ja nicht persönlich gefallen. Bei den RotR-Minis hab ich auch noch nicht zugeschlagen und denke, das wird auch nix mehr.

    • Greifenklaue, das sind doch mal zwei Meinungen, die gut nebeneinander stehen können, oder? :-)

      Ich stimme Dir zu, was WOTC so in Sachen Produkt- und vor allen Dingen Customer-Management zeigt, kann man euphemistisch ausgedrückt, als „suboptimal“ bezeichnen.
      Da zeigt Paizo viel mehr!

      Pathfinder verkauft sich sicherlich besser als Earthdawn. Ironie: Masse statt Klasse ;-)

      Nein, so einfach ist die Sache natürlich nicht. Inhaltliche Werte stehen -für mich- und meine Aussagen im Vordergrund. In diesem Bereich ist ED sehr weit vor Pathfinder.
      Ich würde im Bereich High Fantasy mit starken Helden Earthdawn empfehlen, Pathfinder eher …

      Achtung! Geschmackssache: Ich spiele ED sehr selten, aber lies mal z.B. Kratas. Das ist „besser“ als alles, was ich von Pathfinder bislang gesehen habe.

      Im Übrigen möchte ich sagen, dass die kleinen Diskussionen zwischen uns „konstruktiver“ als erwartet verlaufen. Freut mich! Lese jetzt öfters Dein Blog.
      Auf weitere spannende Erörterungen …

  3. „Greifenklaue, das sind doch mal zwei Meinungen, die gut nebeneinander stehen können, oder? :-)“ – Denk ich auch.

    Earthdawn von FASA hab ich auch ne Zeitlang gespielt, gefiel mir in Teilen sehr gut.

    Mein Geheimtipp in Sachen Fantasy ist immer Kingdoms of Kalamar, mittlerweile das Setting von Hackmaster. Selten so ein gut lesbares, mit ideen vollgestopftes und natürlich gewachsenes Setting gesehen. (Und, in Sachen Low/High Fantasy auch skalierbar, da einiges an High Fantasy als Gerücht und nicht als Fakt präsentiert wird).