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Dungeons & Dragons Encounter – Digital Only

Wizards of the Coast. Scourge of the Sword Coast, die 17. Season der bekannten Dungeons & Dragons Encounter startet am 15. Februar 2014 und endet am 7. Mai 2014. Es stehen erneut einige organisatorische Änderungen ins Haus.

Scourge of the Sword Coast von Tito Leati, Matt Sernett und Chris Sims wird wohl ausschließlich über dndclassics.com angeboten. Ferner kommen die Küstenzauberer wieder davon ab, die Abenteuer parallel für die Editionen 3.5, 4. und Next anzubieten. Dieses Encounter-Szenario wird ausschließlich die Regeln von D&D Next unterstützen und anknüpfend an Ghosts of Dragonspear Castle die The Sundering-Storyline fortsetzen.

„Savage humanoids raid the countryside around Daggerford, causing victims of their attacks to seek out the shelter of the town. Stressed from the weight of the refugees, it’s up to a brave group of adventurers to end the raids and free Daggerford from its plight.“
Scourge of the Sword Coast plot description (17. Dec. 2013)

ICv2 weist darauf hin, dass zumindest seit dem 15. Dezember 2013 die kostenlose Testversion der D&D Next-Regeln als Download offiziell nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nach meinem letzten zugegebenermaßen nicht ganz aktuellen Kenntnisstand, beteiligten sich ohnehin – sehr wenige – deutsche Läden (<=10) an der Rollenspielaktion. Unglaublich, aber wahr: Selbst persönlich befreundete Händler empfehlen mittlerweile Pathfinder als Einsteigersystem.
Dungeons & Dragons, der Stammvater der modernen Rollenspiele, hat in Deutschland einen schweren Stand. Die unvermittelte Abkündigung der 4. Edition verbesserte die Lage sicherlich nicht.

Mit Spannung blicke ich der Veröffentlichung von D&D Next entgegen. Es wird sicherlich sehr interessant, zu beobachten, wie der Markt diese Inkarnation des Klassikers annimmt. Pathfinder (Paizo), der ungeliebte Ziehsohn von D&D 3.X, bindet vermutlich längst einen Gutteil des potenziellen Zielpublikums.

Die wechselhafte Veröffentlichungspolitik zeigt, dass Wizards of the Coast nach einem anderen Weg sucht. Von außen wirken viele ihrer Aktionen und Entscheidungen etwas konzeptlos.

Wer spielt hierzulande überhaupt noch die D&D Encounter und in welchem Kontext – privat oder tatsächlich in einem Spieleladen?

Quelle: ICv2

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4 Kommentare

  1. 8 x ? = zwanzig vier – Spamkontrolle sollte für Menschen verständlich sein…

    Anyway:

    „Dungeons & Dragons, der Stammvater der modernen Rollenspiele, hat in Deutschland einen schweren Stand.“

    Was daran liegt, daß die Wauzis eine so bescheuerte Lizenzpolitik haben, daß es keine deutsche Variante gibt UND daran, daß D&D4 wie ein verkrüppelter Bastard des Stammvaters aussieht.

    Nostalgia only carries you so far…

    • Ich stimme zu, D&D4 ist speziell, aber zumindest in meinen Augen kreativer als alles, was ich von Paizo und Pathfinder gesehen habe. Das Kartenspiel z. B. ist für meinen Geschmack ein weiteres „Armutszeugnis“. Dann noch lieber Fate.

      D&D4 geht in eine andere Richtung als der Einheitsbrei D&D3.x/Pathfinder. Paizo klaute sogar den Grafikstil. Krass.

      Das ist jedoch primär eine Geschmacksfrage, die endlos geführt werden kann.

      D&D hatte es bereits vor Wotc nicht einfach in Krautland. Wie war das noch gleich mit Torch=Taschenlampe ;-) (iirc)

      Hasbro/Wotc würzen das Ganze seit Jahren mit einer geradezu grotesken Produkt- und Lizenzpolitik. Das stimmt in der Tat. Ich sage nur Magic. Wer braucht da D&D?

      Ihr aktueller Schlingerkurs ohne richtiges Rollenspiel auf dem Markt betrachte ich als Produktmanagementdebakel und ein Fest für die Pfadfinder, die weiter mehr von dem Gleichen unters Volk bringen.

      Kein D20-Rollenspiel kommt in meine Top 10.
      Doch ein starkes D&D hilft in meinen Augen allen.

      Ich hoffe, der Sammelkartenladen und Großkonzern fährt das Ding nicht ganz an die Wand.

  2. Abgesehen von deiner – eh – leicht pathologisch anmutenden Sichtweise auf Paizo liegen wir gar nicht so weit auseinander. Ja, D&D4 ist durchaus originell, aber es war eine Originalität, die sich sehr vom Urvater entfernte. Wenn der dritte Teil einer Filmtrilogie auf einmal als Ballet erscheint, wirds eng mit dem Kundenstamm und dem Fandom. Ballet auf der anderen Seite zieht aber auch nicht genug Neukunden.

    D&D4 hat seine Vorzüge: Ich persönlich spiels zu zweit als reines, etwas komplexeres Brettspiel ohne SL, wenns Terminprobleme mit der Gruppe gibt. Rollenspiel ist das für mich halt nicht mehr richtig.

    Lizenzpolitik, ja, als die Hexe von Endor die Zügel fest in der Hand hatte, ging halt FSV pleite, danach… naja. AD&D2 wurde aber gut übersetzt und später auch noch von Amigo massig unterstützt (für deutsche Verhältnisse) und war zumindest 1989-1992 immer in den Bestenlisten der Magazine, auch in den Publikumspreisen.

    Was Deine Hoffnung auf NEXT betrifft, mmh. Es sieht nach einem ungenießbaren Brei aus, der mit zuvielen Köchen (Fans) und ohne Chefkoch (http://tagschatten.blogspot.de/2013/07/ratten-sinkende-schiffe.html) gekocht wird. Natürlich guck ichs mir an, wenns soweit ist…

    • In der Tat sind wir gar nicht so weit auseinander.
      D&D4 betrachte ich als „liebevoll“ als Advanced Descent.
      ROLLENspiel wird eher beiläufig zugelassen. Untersützt vermeide ich bebewußt.

      Inhaltlich interessiert mich D&D Next kaum. Natürlich schaue ich es mir an,
      aber große Erwartungen verbinde ich damit nicht. Ich beobachte wie D&D (Pathfinder)
      auf dem Markt agieren und wie dieser reagiert.