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Das Fantasy Filmfest naht: Vom 20. August bis zum 12. September 2013

Fantasy Flimfest. Vom 20. August bis zum 12. September 2013 ist es wieder so weit. An 7 verschiedenen Spielorten in Deutschland gibt sich die lokale Nerd- und Geekfront ihr alljährliches Stelldichein. Man mag sich persönlich nicht kennen, aber in den häufig gut gefüllten Reihen der Kinosäle voller Frischfleisch tauchen jedes Jahr auch immer wieder die gleichen Gesichter der Usual Suspects auf. In Frankfurt ist es so und in Stuttgart ebenfalls. In Berlin, Hamburg, München, Nürnberg und Köln wird es nicht anders sein.

Das Festival von Rosebud Entertainment adressiert seit 1987 cineastische Grenzgänger, die sich mit dem üblichen Standardblockbusterfutter allein nicht zufrieden geben (wollen).

Seit gut 20 Jahren bin ich immer wieder dabei. In den letzten rund 5 Jahren konnte ich mich im Vorfeld kaum begeistern. In meinen Augen wurde der dickfelligen (und abgestumpften (?)) nach Blood ‚N Gore gierenden Splatterfraktion zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sorry, not my cup of tea.
„Richtige“ Fantasyfilme sind Mangelware geworden und Genreklassiker gibt es auch nicht mehr im Programm.

Dennoch konnte ich immer wieder ein paar richtige Perlen auf der großen Leinwand entdecken, die es ansonsten bei uns nicht im Kino zu sehen gibt. Gerade aus Frankreich, England und Asien kommen einige richtig großartige Filme. Vor allem die in den Bereichen Action, Thriller und Grusel (ja, so etwas gibt es noch!) sind diese oft jedem 23. amerikanischen Aufguss von Freitag, der 13. oder Tanz der Teufel überlegen.

Dieses Jahr kann ich aus terminlichen Gründen nicht so oft, aber ich bin guter Dinge, dass ich wieder einige Schätze für mich entdecken werde. The Congress, der diesjährige Eröffnungsfilm, macht beispielsweise schon mal einen guten Ersteindruck. Rollenspieler, die über den Tellerrand blicken, finden sicherlich brauchbare Ideen und Plots für ihre Spielrunden.

Rob Zombie machte früher mal grandiosen (Alternative) Rock, aber sein aktueller Programmbeitrag The Lords of Salem wird wohl nichts für mich sein. „God does not spare angels when they sin.“ ist mir zu viel Omen, etc..
Warum verfilmt eigentlich niemand das exzellente In Nomine Satanis/Magna Veritas von Croc?

Wie immer gilt, Geschmäcker sind verschieden.

Man sieht sich auf dem Fantasy Flimfest?!

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2 Kommentare

  1. Gibt es auch irgendwo Kurzbeschreibungen der Filme? Die Trailer alle anzuschauen verschlingt zuviel Zeit.

    Auf den ersten Blick sehen The Congress, The Last Days (sehr stimmungsvoll), House of Last Things (herrlich creepy), Byzantium (wollte ich sowieso sehen) und evtll. noch Blancanieves und Pawn Shop Chronicles ansehenswert aus.

    Von den restlichen Trailern die ich gesehen habe (The Body, Son of Cain, Devils Pass, Miserere, Blue Exorcist und Tulpa) halte ich nicht sonderlich viel.

    Immerhin sind das schonmal mehr „will ich sehen“ Filme, als bei den FFFs der letzten 5 Jahre (im Schnitt sonst immer 2-3 Filme; 2012 habe ich mir das FFF sogar ganz gespart, weil überhaupt nichts für mich interessantes kam).

    • Ich ging in den letzten Jahren oft mit großem Widerwillen hin, in vielen Fällen nur mit jemandem „mit“. Gerade dies brachte einige Knaller hervor. Besonders französische Thriller sind häufig der Hammer und kein bescheuerter Tatortaufguss.

      Anyway, ein richtiges tl,dr habe ich nicht gesehen, aber wenn man auf die Titel klickt kommen die üblichen Alles-Mega-Werbetexte.

      Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte, ist, dass meine Voreingenommenheit häufig nicht bestätigt wurde. Es gab wirklich langweilige und schlechte Streifen, aber die meisten „meiner“ Auswahl waren sehenswert bis sehr sehenswert…

      Ich kann „Mitgehen“ nur sehr empfehlen. Das erweitert den Horizont.

      OK, das Klatschen und Jubilieren einiger Geeks, wenn „einer auf der Leinwand kunstvoll platzt“, werde ich wohl nie leiden können…