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Anderswo: Mogelpackung – Statistik für Rollenspieler?

Craulabesch. Der eher beiläufige Artikel des geschätzten Blognachbarn über Statistiken zum Hobby … – also Statistik für Rollenspieler über Verkaufszahlen und Marktverteilungen hat es in sich.

Lustig, froh und munter publiziert das im Beitrag referenzierte Blog active-underground.de seit geraumer Zeit monatlich seine „halb garen“ Statistiken über die vermeintlichen Verkaufszahlen deutscher Rollenspiele (bei Amazon). Überdies handelt es sich scheinbar um eine „getarnte Fan-Webseite“ des 13Mann Verlags. Faszinierend, wie man von sich selbst Fan sein kann.
Wie auch immer, jedenfalls verfügt der aktive Untergrund über kein Impressum etc.. So etwas macht bei deutschsprachigen Webseiten ein wenig stutzig, oder?

Die dort kolportierten „Marktanalysen“ (z. B. Rollenspielmarkt in Deutschland Juni 2013) vermitteln jedenfalls in meinen Augen ein verzerrtes, falsches Bild. Abhängig von der Perspektive könnte man dabei auch von Halbwahrheiten sprechen.

Als Quelle wird immer wieder Amazon angegeben. In den Kommentaren bei Craulabesch kommt nun heraus, dass Sebastian Witzmann („Macher“ von active-underground.de und 13Mann Verlag?) für seine veröffentlichten Erkenntnisse auf einen geheimnisvollen Dienstleister zurückgreift, der irgendwelche Zahlen aus der öffentlichen Schnittstelle (API) von Amazon herausholt, die als Grundlage für „die Berechnung“ der verkauften Rollenspiele in ganz Deutschland dient.

Ganz großes Kino – unsereins ist überaus beeindruckt und bleibt beinahe sprachlos zurück. Nebenbei: Was ist eigentlich aus den ca. 200-300 Hobbyläden in Deutschland und herstellerbedingten Verkaufskonzentrationen (z. B. Pegasus Versand für Shadowrun und Call und Cthulhu) geworden?

In den veröffentlichten Analysezerrbildern fehlt ohnehin ein Verweis auf die Struktur und Qualität der Rohdaten (verkaufte, eingekaufte Einheiten (von was eigentlich genau?), Verkaufsränge, die Berechnungsmethode, der ominöse Dienstleister usw..) Ein seriöser Statistiker wird hierbei vermutlich zumindest seine Stirn runzeln.

Halbwahrheiten sind gefährlich, weil in der Regel die falsche Hälfte geglaubt wird. Die Sachlage erscheint aus diesem Blickwinkel entsprechend sehr einfach.

Selbst auf die Gefahr, dass ich in diesem Diskurs irre, was durchaus möglich ist, gelang es Craulabesch im Vorbeigehen mit seinem Beitrag Statistiken zum Hobby ein wenig Spannung ins verspielte Sommerloch zu zaubern.

Bevor jemand seine – aussagefähigen – Marktstudien unter das Volk zu bringt, hilft unter Umständen ein wenig Methodensicherheit, Nachdenken und vor allen Dingen Transparenz. In diesem Fall bleibt ein fader Beigeschmack zurück. Hoffentlich arbeitet der 13Mann Verlag ansonsten anders …

Der Computer Die Statistik des active-underground.de ist Dein Freund. Es steht jedem frei, sich eine eigene gegebenenfalls abweichende Meinung zu bilden.

PS: Bei Bedarf dürfte es dem 13Mann Verlag durchaus möglich sein, zumindest seine eigenen Verkaufszahlen zu veröffentlichen, sollte daran tatsächlich Interesse bestehen.

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25 Kommentare

  1. „Wie auch immer, jedenfalls verfügt der aktive Untergrund über kein Impressum etc. So etwas macht bei deutschsprachigen Webseiten ein wenig stutzig, oder?“
    Dann frag doch einfach Deine Freunde von der NSA, Du Überwachungsbürger! *kopfschüttel*

    „Faszinierend, wie man von sich selbst Fan sein kann.“
    Hier stimme ich Dir allerdings zu.

    • Ich bin kein Geheimdienst. Ich schlage allerdings einen Blick auf Denic vor… Soviel zum Thema persönliche Daten und Webseiten.

      Des Weiteren gibt es in Deutschland nicht eine Impressumspflicht für Webseiten? ABER dies ist eine Frage für Juristen. Ein Impressum schadet der Vertrauenswürdigkeit selten.

      Irre ich mich, betreibst Du nicht ein Blog bei WordPress.com.

      Die Server liegen in den USA, oder? Sicher „sicher“, oder?

      Bin leider unterwegs, damit sind die Mittel ein wenig beschränkt…

  2. Nicht jede deutschsprachige Seite braucht ein Impressum. Diese Pflicht gilt vor allem für gewerblich handelnde Seitenbetreiber. Aber die deutschen Gerichte legen den Begriff sehr weit aus, so dass schon Werbung auf der Website (oder sonstige, egal wie weit hergeholte, Gewinnerzielungsabsicht) zu einem rechtlichen Risiko führt.

  3. Lieber Ingo.
    Auf meinem Blog ist sehr deutlich ersichtlich, dass ich kein „Fan“ bin, sondern der Autor einiger Fantasy- und Science-Fiction-Publikationen. Dazu braucht man sich auch nicht sehr zu bemühen :-)
    Ich freue mich aber, wenn Du mir konstruktive Vorschläge gibst, wie ich das noch deutlicher machen kann.
    Viele liebe Grüße
    Sebastian

    • Kein Impressum (siehe Kommentare des Blechpirats), keine About-, keine Kontakt-Seite, dafür wiederholte irreführende Statistiken (ohne Werbecharakter natürlich) und „verdeckter“ Eigenwerbung.

      Wie konstruktiv ist dies bitte? Eine einfache sachliche Frage.

      Ich schlage vor, mit konstruktiven Taten zu überzeugen. Mich irritieren zudem die sprachlichen Vertraulichkeiten. NLP für Dummies?

      Vielen Dank.

      • Der Blechpirat hat nicht gesagt, dass meine Seite da „falsch“ ist. Von mir findet man meine ladungsfähige Adresse und Rufnummer unproblematisch. Ich bin im Web sehr gut auffindbar.

        Das Thema Transparenz will ich sehr, sehr gerne angehen.

        Was ist NLP?

        Gruß
        Sebastian

        • Unproblematisch? Von einem „seriösen“ Verleger und IT(-Manager?) erwarte ich eine About/Kontakt/Impressum-Seite und das direkt ohne zu suchen und fachspezifisches Wissen. #ymmv

          NLP = Neurolinguistisches Programmieren, einfach mal recherchieren – ist nicht schwer. Einfacher eine Denic-Abfrage. Wird gerne von Vertrieblern, Projektleitern und anderen „Führungsmenschen“ zur Manipulation genutzt …

          • Ich kann das schon recherchieren. Aber ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass Du mir so etwas unterstellen willst. Nett ist das nämlich nicht.

          • Als Verleger – voll privat natürlich – Amazon-Verkaufsränge – in Kombinationen „mit moderner Kaffeesatzleserei“ als „gesamtdeutsche Rollenspielverkaufsstatistik“ zu verbreiten, finde ich auch nicht sonderlich nett – ich nenne dies Manipulation, insbesondere wenn dabei die eigenen Produkte „besonders gut wegkommen“.
            Dies gilt insbesondere, wenn die Statistik unzureichende Quellen-/Berechnungsangaben aufweist – wie gesagt, zudem auf einem Blog, dass von einem 13 Mann/dem Verleger ohne Impressum/About/Kontaktseite betrieben wird.

            Es gibt einen Unterschied zwischen Amazon und Amazon-Verkaufsrängen UND daraus berechneten (dubiosen) Verkaufszahlen … Offenbar sind dies lediglich überflüssige Feinheiten für einen 13 Mann.

            Das „persönliche“ Blog Active Underground und der 13Mann Verlag wirken durch ein derartiges Auftreten weder seriöser noch kundenfreundlicher.

            Ferner besteht ein Impressum nicht nur aus einer Telefonnummer, aber dies weiss der Verlags- und IT – Manager gewiss und wenn nicht, dann besteht sicherlich die Option die eigene Verlagsseite genauer anzusehen und/oder einen versierten Mitarbeiter zu fragen.
            Als potentieller Kunde fühlt man sich „veräppelt“. Der geneigte und ggf. unversierte Käufer/Leser muss erst einmal die Kontextinformationen mühsam zusammensuchen. Gleichzeitig gibt es „manipulierte oder zumindest verzerrte Marktübersichten“ einfach so frei Haus. Starkes Stück… Bei einem Fan sieht man ggf. darüber hinweg. Bei einem „Profi“ mit wirtschaftlichen Interessen …

            Die Standpunkte sind damit klar und augenscheinlich inkompatibel.

            Abschließend denke ich, daß es noch andere produktive(re) Themen gibt, oder?

            Ich lese beispielsweise lieber etwas über Tunnels & Trolls bei meinem Blognachbarn Craulabesch. Dies wirkt in der Regel „gehaltvoller“ auf mich. Ach ja, und mir scheint, dort schreibt ein Fan. Das ist etwas anderes als ein 13 Mann, der zufälligerweise auch – privat – über das eigene Portfolio berichtet.

            Damit ist alles gesagt, hoffe ich.

    • Vielen Dank. Ich bin kein Jurist, deshalb versuchte ich mich an einer offenen Formulierung.

      Dein Link deutet darauf hin, dass bei frei zugänglichen Webseiten ein Impressum nahezu unumgänglich ist. Die Sache wirkt für einen Laien recht eindeutig. Danke

  4. Hallo Ingo!

    Kannst Du noch erklären, wie bei Dir der Eindruck entstehen konnte, dass ich eine „getarnte“ Fanseite betreibe?

    In meinen Beiträge auf der Seite mache ich jedenfalls keinen Hehl daraus. Schau mal hier:
    http://active-underground.de/?p=615
    http://active-underground.de/?p=634
    http://active-underground.de/?p=637

    Vielleicht kannst Du diese Unterstellung noch gerade biegen. Dann kommen wir auch in eine konstruktive Schiene. Das würde mich sehr freuen. Gerne können wir uns auch per E-Mail oder Telefon austauschen. Beides findest Du auf meiner Webseite.

    Viele Grüße aus Düsseldorf
    Sebastian

    • Man muss sich seinen Kontext in den Beiträgen zusammensuchen? Nicht schlecht.

      Wenn ich mich recht entsinne, gibt es zwischen dem 13Mann Verlag und einer IT-Firma sehr enge Verbindungen, oder?

      WordPress scheint augenscheinlich bekannt zu sein, aber die entsprechenden Gepflogenheiten nicht. Ein wenig eigenartig, wenn ich mir die Verlagsseite ansehe.

      Es wird irgendwie nicht besser, wie mir scheint. „Konstruktiv“ wirkt auf mich wie eine dieser bekannten Worthülsen. Mir fehlt in diesem Zusammenhang einwenig das Fundament. IT- Profi, oder nicht?

      Der Beigeschmack bleibt … Vielen Dank.

  5. Wenn Du mir vorwirfst mich zu tarnen, dann mache ich offensichtlich einen verdammt schlechten Job :-) Denn in den von mir verlinkten Beiträgen (und weiteren) ist es doch ziemlich deutlich.

    Was jetzt die IT damit zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen. Den Zusammenhang kannst Du mir ja mal erklären.

    Aber bitte sei doch so gut und erklär mir doch, wie ich bei Dir den Schein einer „Tarnseite“ erweckt habe.

    Viele Grüße
    Sebastian

    • Vorwerfen? Ich stelle fest und äußere meine „persönlichen“ Anforderungen an die Webseite eines „Verlegers“. Es gibt offensichtlich abweichende Sichtweisen.

      Als Laie wird auf den „ersten Blick“ nicht ersichtlich, dass Active Underground von einem 13. Mann, „Brancheninsider“ betrieben wird. Man muss es wissen oder recherchieren …

      • Da bin ich anderer Meinung. Ich verstecke nicht, und das wirfst Du mir schließlich vor, meine Tätigkeit als Autor. Ansonsten ist es und bleibt es meine ganz private Webseite. Das kannst Du auch nicht ändern :-)

        Wenn wir also beim Thema Halbwahrheiten sind, dann versuche sie doch bitte auch zu vermeiden.

        Ich zitieren Dich:
        Überdies handelt es sich scheinbar um eine “getarnte Fan-Webseite” des 13Mann Verlags. Faszinierend, wie man von sich selbst Fan sein kann.

        Das ist nicht korrekt. Zu keinem Zeitpunkt erhebe ich den Anspruch „Fan von mir zu sein“. Das ist einfach falsch. Punkt.

        „Wie auch immer, jedenfalls verfügt der aktive Untergrund über kein Impressum etc.. So etwas macht bei deutschsprachigen Webseiten ein wenig stutzig, oder?“

        Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Zugegeben, man muss bis nach ganz unten scrollen, aber jemand der sich mit Neurolinguistischer Programmierung auskennt, sollte auch das schaffen :-)

        Dort steht auch immer noch meine Telefonnummer – manches lässt sich da vielleicht schneller und unmissverständlicher klären. Ich hätte Dich auch schon längst angerufen, wenn ich Deine gehabt hätte.

        Entschuldige, wenn ich hier so böse zurückschieße – aber Du solltest auch gewisse Grenzen wahren.

        Ich bin für jede sachliche Diskussion zu haben.

        Viele Grüße
        Sebastian

  6. EDIT: Ich finde das Thema „Transparenz“ sehr wichtig und möchte da gerne die Diskussion fruchtbar weiterführen. Dein Einwand mit dem Kontext ist in dem Zusammenhang mit den Statistiken meines Erachtens nach nicht 100%ig – aber ich habe die Grundmessage daraus gezogen und finde sie gut. Schau mal hier: http://active-underground.de/?p=691

  7. Die Frage ist doch: Ist das Kaufverhalten bei Amazon anders als allgemein? Wenn ja, warum. Ich seh da erstmal wenig Gründe dafür und die meisten Zahlen stimmen ja durchaus mit den Erwartungen überein.

  8. @greifenklaue Das ist nicht so unproblematisch wie du sagst.

    Sebastian hat da etwas interessantes herausgefunden: dass Aborea bei Amazon verdammt gut rankt. Wie das interpretiert wird, ist eine gute Frage. Leider hat er es interpretiert als Aussage über den Rollenspielmarkt in Deutschland. Es ist allerdings ein Vergleich von Novarank-Daten, die wiederum eine Interpretation von Amazons Verkaufsrang sind. Dabei gibt es mehrere Probleme:

    1. Man kann von dem Verkaufsrang nicht direkt auf die Verkaufszahlen schließen. Der genaue Algorithmus von Amazon ist uns nicht bekannt. Wir wissen also nicht, welche Werte bei Amazon noch einfließen. Novelrank versucht das aber. Was die aber genau machen ist auch nicht bekannt. Eine kritische Einschätzung der Werte wurde auch bereits gemacht:

    http://www.rollenspiel-almanach.de/verkaufsranger-deutscher-rollenspiele-auf-amazon-eine-nachbetrachtung/

    Es gibt im Internet zudem mehrere Erfahrungsberichte, dass der Verkaufsrang nicht immer oder nur die Verkaufszahlen abbildet. Hohe Verkaufszahlen werden dramatisch unterbewertet. Novarank gibt an, dass ab 100 Verkäufen die Gültigkeit ihrer Aussagen abnimmt. Die Topseller bei der Statistik befinden sich im Bereich von 70 Verkäufen, ist das schon nah genug an der 100? Kann das sein, dass hier schon dramatische Abwertungen geschehen sind? Andererseits sind die Mehrzahl der Rollenspielverkäufe bei bis zu 10 Verkäufen pro Monat. Das ist wiederum so wenig, dass es auch grenzwertig von der Gültigkeit der Daten ist, weil eigentlich nur Abweichungen festgehalten werden.
    http://markwilliamsinternational.com/2011/03/20/novelrank-doing-more-harm-than-good/
    Zitat: „In fact, the truth is Novelrank is under-estimating our sales figures by more than a staggering 1500%!“

    http://www.bod.de/autorenpool/novelrank-amazon-und-andere-vertriebswege-verhaeltnis-t14674.html
    Zitat: „Wenn bei Amazon zwei oder mehr Bücher gleichzeitig oder innerhalb sehr kurzer Zeit verkauft werden, behandelt Novelrank das als einen Verkauf (also ein Exemplar). Novelrank verfolgt nämlich nicht den Abverkauf, sondern nur den Verkaufsrang … und ist daher leider nur bedingt aussagekräftig.“

    Es gibt aber auch das Problem, dass Amazon-Verkaufsränge steigen können, wenn kein Buch verkauft wird! Dies liegt daran, dass die Bücherverkäufe-pro-24h berücksichtigt werden. Sind in der ersten Stunde der 24 Stunden viele Verkäufe angefallen und wir kommen nun in die 25. Stunde, so fällt der Verkaufsrang ab selbst wenn in der Stunde zuvor Werke verkauft werden! Vorausgesetzt es wurden in der 1. Stunde mehr gekauft als ab der 24. Stunde.

    Außerdem ist es schon vorgekommen, dass Amazon beim Verkaufsrang Bugs hatte.

    2. Die Statistik schaut sich nur Grundregelwerke an. Stückzahlen. Multipliziere das erst mal mit dem Preis, dann hast du den echten Umsatz. Schau dir dann noch die Verkäufe von begleitenden Werken an, Spielerhandbücher, Settings, Abenteuer usw. und dann siehst du wie groß ein Rollenspiel ist. Mag sein dass DSA nur wenige Regelwerke verkauft, vielleicht ist der Markt gesättigt was das Regelwerk angeht. Aber es verkauft sicher mehr Abenteuer und Co, was bei der Statistik nicht berücksichtigt wird.

    3. Was das mit dem Rollenspielmarkt in Deutschland zu tun hat, ist eine gute Frage. Eine Überlegung: kann ausgeschlossen werden, dass es eine Korrelation gibt zwischen Beginnern im Rollenspielhobby und Leuten, die Amazon bevorzugen? Aber was sagt das dann über den Markt? Können weitere solche Überlegungen ausgeschlossen werden? Solange so eine beurteilende Arbeit nicht geleistet wurde, müssen die Ergebnisse als Hypothese gekennzeichnet werden, nicht aber als Aussage über den Rollenspielmarkt.

  9. Eine andere Sache:

    4. Der Amazon-Verkaufsrang ist relativ und nicht absolut. D. h.:Verkaufen alle weniger oder mehr tut sich nix, wenn sie es im gleichen Maß tun. Wenn Weihnachten viel Geld ausgegeben wird, dann fließt das nicht ein. Man kann also nicht auf Umsatz schließen. Dinge die gleichmäßig verkauft werden, kommen dabei besser weg, als Dinge, die innerhalb von 24. auf Rang 1 steigen und danach wieder in die Versenkung rutschen. Angenommen du hast 5 Bücher, das letztgerankte verkauft 1, das darübergerankte doppelt so viel usw., dann gibt es 1+2+4+8+16 = 33 Verkäufe. Das Ranking wäre aber gleich, wenn die letztgerankten 1, 2, 3 und 4 Bücher verkaufen und das beste die restlichen 23 Verkäufe. Das Ränking wäre in dem Fall aber auch gleich wenn es 1.000.000 Verkäufe hätte und auch, wenn alle 1.000.000 Verkäufe mehr hätten. Es könnte sein, dass das ein Problem ist, um die Marktlage zu analysieren.

  10. EDIT: kurzer Nachtrag

    „kann ausgeschlossen werden, dass es eine Korrelation gibt zwischen Beginnern im Rollenspielhobby und Leuten, die Amazon bevorzugen?“

    Dabei wollte ich natürlich darauf hinaus, dass Aborea ein Anfängerrollenspiel ist!
    Es kann sein, dass Rollenspieler, die schon länger im Hobby sind, direkt bei den Herstellern bestellen und nicht bei Amazon. Dann wäre das ein doppelter Effekt, der Aborea zugute kommt.

  11. Sry für das Gespamme ;) So, letzter Beitrag.
    Zu 1.: Ein Erfahrungsbericht, dass Novelrank nicht nur massiv untertreibt, sondern auch übertreibt!

    Zitat: „novelrank ist notorisch unzuverlässig. Hätte ich je so viel Bücher verkauft, wie Novelrank zeitweise angab, hätte ich jetzt n Palast in Delhi samt Penthouse in Bombay Augenzwinkern“
    http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=73414

    • Danke, für die Info. Sorry, wg. dem Trouble und dem Missverständnis. :-)

      Ich hoffe, wir können uns nun wieder mit anderen Themen beschäftigen…