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2013 ENnie Awards Winners announced!

2013 Ennie Awards: The Magnificent Joop van Ooms (Lamentations of the Flame Princess) did not win a price. What a shame ... (Privates Produktfoto)

2013 Ennie Awards: The Magnificent Joop van Ooms (Lamentations of the Flame Princess) did not win a price. What a shame … (Privates Produktfoto)

2013 ENnie Awards Winners. Auf dem Gen Con wurden heute Nacht die Gewinner prämiert. Die Würfel für den amerikanischen Popularitätspreis sind somit gefallen.
Bei derartigen Publikumspreisen entscheidet das gemeine Volk über Erfolg und Misserfolg. Es gewinnt entsprechend nicht zwingend der oder das Beste, sondern derjenige mit der größten Anhängerschar.

In der Tradition der Ankündigung auch dieses Mal mit meinen Kommentaren.

Best Adventure

Best Aid/Accessory

Best Art, Cover

Best Art, Interior

Best Blog

Best Cartography

Best Electronic Book

Best Family Game

Best Free Game

Best Free Product

Best Game

Best Miniature

Best Monster/Adversary

Best Podcast

Best Production Values

Best RPG Related Product

Best Rules

Best Setting

Best Software

Best Supplement

Best Website

Best Writing

Product of the Year

Judges’ Spotlight Winners

Die eine oder andere verdiente und gute Wahl ist dabei. Es gibt auch freudige Überraschungen. Nichtsdestoweniger setzt sich Marktdominanz gegenüber Qualität allzu oft durch. Nichts ist vollkommen.

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10 Kommentare

  1. The Land of Ice and Fire ist ein recht fettes Set mit Karten zu Game of Thrones. Steht seit einigen Wochen bei mir im Regal. Wird wohl irgendwann auch noch rezensiert. Aber im Moment ärgere ich mich mehr über die miese Netzabdeckung in Deutschland. Mein Jahresurlaub steht unter dem Motto KEIN NETZ.

  2. Uuuuuund, NICHTS davon steht auch nur in meiner „Könnte man sich mal näher anschauen Liste“. Ach, ich bin ein altgedienter Zyniker, gelangweilt und überfressen. Naja, Estereen habe ich mir angeschaut, war jetzt auch nicht der Bringer.

    „Gefällt mir besser als Night’s Watch (Green Ronin), obwohl mir Martins Werk viel mehr zusagt als Tolkien. Sachen gibts, die …“

    Das liegt daran, daß Prof. T. das um Klassen bessere Setting zur Verfügung stellt. GRRM schreibt doch rein auf Need-to-know-Basis, daraus kann man wenig machen und schon gar nicht gescheit und kanontreu extrapolieren, solange der alte Mann weiter an λογόρροια leidet und seine „überraschenden Wendungen“ (AKA unmotivierte Fuck-Ups / character jumps) in die Tastatur scheißt.

    • Wir sind mal wieder einer Meinung, dass wir anderer Meinung sind. Soweit wenig Neues im Westen.

      Zynismus oder (und) Koprolalie?

      „Das liegt daran, daß Prof. T. das um Klassen bessere Setting zur Verfügung stellt.“

      Sprachwissenschaftler – hin oder her?! Wissenschaft (oder in diesem Fall wohl eher aus einer intellektuellen Froschperspektive entwickelte ausufernde Pseudogeschichte voller gestelzter guter „Herrenmenschen“ (Dúnedain) und böser Dunkelmenschen (Ostlingen) etc..) ist etwas anderes als ErzählKUNST.

      Mir scheint die weltfremde Akademiker-Gläubigkeit führte und führt immer wieder zu besagter mittelirdischer schwarz-weiß λογόρροια … mit unglaublich viel Rauch um Nichts.
      Dabei ginge es auch ohne x-tausendjährige Historie, um diese Tinnefmär frühzeitig abzuschließen

      BTW: Es ging nicht um die Romanwelten von Herrn Martin oder Tolkien, sondern tatsächlich um die beiden Rollenspielprodukte.
      Ich verstehe jedoch sehr gut, dass ab und an der eigene mentale Abraum irgendwohin muss. You are welcome, Tagschatten.

  3. Was ist das immer mit diesen „No Pathfinder!“? Es wundert mich irgendwie überhaupt nicht, dass aus einem ehemaligen D&D-Forum immer noch viele Leute für einen D&D-Nachfolger abstimmen.

  4. „BTW: Es ging (…) tatsächlich um die beiden Rollenspielprodukte.“

    Eben das. Aus Mittelerde kannst Du relativ einfach ein gutes Setting-Produkt bauen, das auf den soliden Grundlagen der Welt aufbauend vom erschöpfenden Detail zu aufregenden, spielbaren Neuigkeiten führt, ohne, daß der Leser jemals sich im Stich gelassen fühlt, und trotzdem fortwährend neues und interessantes zu entdecken vermag.

    Die Night’s Watch als Supplement hingegen ist vom Nebel des Ungefähren, Vagen, nicht Festgelegten umgeben. Das liegt eben am, freundlich gesagt, geflickschusterten Ausgangsmaterial von SoIaF, das zudem noch im Fluß ist, weil der Zyklus ja noch beendet wird (werden soll) und Martin ja selber nicht weiß, was er da tut, was sich ja in AFoC gezeigt hat (und dem Vernehmen nach in DoD nicht besser wird, den hab ich noch nicht gelesen).

    Man muß Prof. T. gegenüber GRRM nicht den Vorzug als Autor geben, um zu erkennen, daß ME eben einfacher und besser umzusetzen ist, weil es ein weitaus solideres Fundament aufweist und abgeschlossen ist. Als Designer muß ich keine Angst haben hier Setzungen vorzunehmen, die später widersprochen und entwertet werden, während ich z.B. bei der Night’s Watch nicht weiß, was Martin hier noch plant.

    • Ich denke, Deine Argumentation wirkt auf den ersten Blick in sich geschlossen.

      Allerdings gibt es in meinen Augen eine ebenso valide andere Sichtweise.

      Mittelerde: Ich selbst spielte früher als Gastspieler RoleMaster auf Mittelerde mit einem sehr engagierten Historiker. Sehr unterhaltsam.

      Jedoch wirkt(e) vieles „(zu) sehr festgelegt“. (M)Eine Gruppe kam gut damit zurecht, weil wir unsere Nische fanden
      und besonders der Spielleiter aus Mittelerde eine Berufung machte. Auf Dauer ermüden (mich) jedoch der Kanonzwang und die schwarz-weiße Dichotomie.

      Die Gruppe muss wissen, worauf sie sich einlässt und ggf. Zugeständnisse an die engen Vorgaben machen. Hier die Guten, da die Bösen, ganz wenig dazwischen und bitte viel über das Setting lernen. Mittelerde ist eine Welt für „rezitierfreudige Besserwisser“ (Silmarillion. Elbensprachen). „Eigenständige“ Fantasten, die gerne ein wenig experimentieren, werden mit Tolkien nicht warm.

      Der Hobbit (das Buch – nicht diese bedauernswerte Jackson-Filmverfehlung) ist eine ausgezeichnete Coming of Age-Erzählung. Am Anfang die „naviven“ Zwerge und am Ende die „brutale“ Battle of Five Armies. Tolkien hätte es besser dabei bewenden sein lassen … Mittelerde ist gewissermaßen akademisch. Die Gewinner schreiben ihre Version der Geschichte auf. Erinnert mich ein wenig an Schulgeschichtsbücher. Sympathische Geschichte(n) sind jeoch auch etwas anderes.

      Das Laketown-Buch und Cubicle 7 gefällt mir, weil es „recht locker“ einen – groben Rahmen – und einige stimmige Ideen/Extrapolarisationen anbietet. Die Betonung liegt auf stimmige Ideen und grober Rahmen. Ich baue mir lieber mein Laketown selbst, so wie es zu meiner Vision dieser Welt passt. So viel schrieb der Meister nicht über Laketown. Das überschlaue Geschwaffel vieler Tolkienisten/Möchtegernmittelerdehistoriker nervt unendlich. Hallo, jemand daheim? Fantasy …

      Westeros: Herr Martin baut seine Welt persönlicher, subjektiver und damit für eine Erzählung (Rollenspiel?) flexibler und offener auf. Er wirft nicht mit hemmenden Pseudofakten um sich, die anschließend ohnehin kaum einer braucht. Er folgt vielmehr seinen Charakteren, die ein facetten-, teilweise widersprüchliches Bild von Westeros zeichnen. Dies schafft Raum für eigene Visionen.

      Zugegebnermaßen hat die Sache einen Haken. Es deutet sich spätestens in A Feast for Crows an und wird in A Dance with Dragons überdeutlich. Seine zunächst behutsam aufgebaute und in den ersten 3(-4) Bänden (Orignalzählweise, also bei uns bis 8) aufkommende „Cliffhangeritis“ stumpft auf Dauer ab.
      Am Anfang vieler Kapitel ist mittlerweile bereits klar, hier kommt schon wieder „ein Hammer“. Diese andere Berechenbarkeit anstelle von Schwarz-Weiß langweilt mich ebenfalls. Dance of … fing ich 2-3 an und legte es immer wieder enttäuscht weg. Ich werde es wieder versuchen.

      ABER Herr Martin zauberte bis Band 3 und vielleicht auch bis Band 4 einen erwachsenen, vielschichtigen und wendungsreichen Fantasymeilenstein mit vielen „glaubwürdigen“ Szenen und Charakterstudien/Figuren (Davos, Jaime. etc. – „ohne gerecht sühnenden Klischee-Boromir“). A Feast … funktioniert für mich sehr gut, weil nach einem Climax (Red Wedding etc.) kann es dramaturgisch ruhig wieder runtergehen. Ich bin kein Dramaturg, aber eine Geschichte funktioniert nach meinem Dafürhalten nicht (gut), wenn es keine Verschnaufpause gibt. (vergl. z. B. Hamlet’s Hitpoints von Robin D. Laws).

      Die subjektiven Wahrnehmungswidersprüche und kontinuierliche Bedrohung machen Westeros spielerisch wirklich spannend, wenn man es richtig anfängt. Also bitte kein neues Silmarillion …

      Das Night’s Watch-Quellenbuch macht in meinen Augen genau diesen Fehler. Es folgt der Idee eines „Tolkien-Westeros“. Es sammelt und definiert munter vor sich hin. Dafür reichen eigentlich ein paar Seiten, mehr geben die Quellen (noch) nicht her. (Vermutlich dennoch mehr als z. B. Tolkien über Laketown verzapfte :)
      Darüber hinaus bietet es allerdings wenige Spielideen und die Others am Ende sind eine uninspirierte Entzauberung des mühsam aufgebauten Mythos, ein Others-Monsterhandbuch. (Oh, Mann!)
      Die Autoren weisen zwar darauf hin, dass die folgenden Vertreter nicht dem Kanon entsprechen, aber dann reiht sich ein „Obermonster“ an das nächste. Stattdessen wäre in meinen Augen ein Essay mit verschiedenen Lesarten und Anregungen viel hilfreicher und spielgerechter gewesen. Night’s Watch wirkt entsprechend wie eine bemühte, aber nicht gekonnte Faktenzusammenstellung. Nett, aber auch nicht mehr.

      „Man muß Prof. T. gegenüber GRRM nicht den Vorzug als Autor geben, um zu erkennen, daß ME eben einfacher und besser umzusetzen ist, weil es ein weitaus solideres Fundament aufweist und abgeschlossen ist.“

      Das Problem liegt in meinen Augen nicht in den Welten oder Romanen, sondern in der Herangehensweise der Quellenbuchautoren.

      Wer die Welt(en) eher „akademisch-historisch verbrieft“ wahrnimmt, der kommt vermutlich recht gut mit dem schwarz-weißen Tolkienwerk zurecht.
      Diejenigen, die eher einem persönlichen, erzählerischen (ggf. widersprüchlichen) Erleben folgen (wollen), sind voraussichtlich mit Herrn Martin besser bedient.

      Meine These lautet entsprechend, nicht besser, oder schlechter – sondern es kommt darauf an, was ich erreichen will und welche Mittel ich einsetze.

      Ein enzyklopädischer Zugang zu den Sieben Königslanden macht in der Tat wenig Sinn, dafür gibt es viel Raum für Interpretation und eigene Fantasien.
      Gleichzeitig geht ein „verspielter“ Herr der Ringe-Ansatz sehr leicht daneben, wenn man dabei ungeschickt gegen den Kanon verstößt. (z. B. Herr der Ringe/Hobnit-Verfilmungen)

      Laketown bietet in meinen Augen ausreichend Fakten, überstrapaziert diesen Aspekt nicht und bietet inspirierende Möglichkeiten an.
      Night’s Watch versucht das definitive Nachschlagwerk zu einem in der Tat volatilen Thema zu sein und vergisst überdies beinahe den Rollenspielkontext.
      Die Fernsehserie von HBO macht es vor, wie man eine Kernhandlung „gut erweitert“, solange man die Stimmung, den Stil aufrecht erhält. Es geht, wenn man will und die Geschichte ist allemal spannender als Herr der Ringe – für mich.

      Vorhersehbare schwarz-weiße High Fantasy mit idealisierten Protagonisten und Antagonisten auf Basis einer toten Buchhistorie spricht mich nicht sehr an.
      Mich interessieren hingegen vielfältige Erlebnishorizonte und „fantastische Psychodramen“. Also: Winter is coming instead of One Ring to rule them all …

  5. Über Geschmack lässt sich manchmal auch ganz vortrefflich streiten.

    Ich finde zum Beispiel die Covert Art von THE MAGNIFICENT JOOP VAN OOMS recht unspektakulär, bis hin zu langweilig, kann mit dem Cover von Paizos NPC CODEX wesentlich mehr anfangen und während ich Iron Kingdoms hier jetzt keine Offenbarung finde, gefällt mir auch aber besser, als Dein Favorit.

    Was du an SHADOWS OF ESTEREN findest, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich finde weder den Ansatz, noch die Präsentation irgendwie spektakulär.

    In meinen Augen ist DW weit davon entfernt, sowas wie „best rules“ zu verdienen. Versteh mich nicht falsch, ich mag das System und ich mag wie zugänglich die Regeln sind, aber wirklich etwas besonderes finde ich sie nicht (mehr). Dafür hängt zu viel von der Arbeit des DMs und der Spieler ab.

    Das ein populäres System wie Pathfinder auch viele Preise gewinnt ist aber doch irgendwo nachvollziehbar. Selbst, wenn Enworld nicht D&D-fokussiert wäre. Und Marktdominanz muss auch nicht im einem Gegensatz zu Qualität stehen. Zumindest kann ich auch mit Pathfinder-Kampagnenmaterial recht viel anfangen (auch wenn ich für das System eher eine Art Hassliebe entwickelt habe).

    • „Über Geschmack lässt sich manchmal auch ganz vortrefflich streiten.“
      Meine Rede, solange kein „Religionskrieg“ dabei herauskommt, sehe ich kein Problem.

      Ooms oder Pathfinder NPC CODEX – Einmaligkeit vs Beliebigkeit? Da die Qualität stimmt, gefällt mir Ooms besser.
      So „Fratzencover“ gibt es selbst bei DSA.

      SHADOWS OF ESTEREN geht im Detail eigene Wege. Es gibt z. B. – bewusst – keine Monsterwerte im Grundregelbuch. Low Fantasy liegt mir. Der Künstler Gawain setzt in der Szene Maßstäbe und die Reihe kommt nicht so lieblos daher wie z. B. Iron Kingdoms. Wie sieht es denn mit kreativen Alternativen in den letzten Jahren aus.

      Regeltechnisch Dungeon World variiert geschickt Apocalypse World. Im Vergleich sticht es einfach heraus.
      Iron Kingdoms bedient großzügig bei Pathfinder/D&D 3.x oder Rolemaster und langweilt damit sehr. Night’s Black Agents kann und bietet vergleichsweise mehr.

      „Und Marktdominanz muss auch nicht im einem Gegensatz zu Qualität stehen.“
      Stimmt, aber umgekehrt wird ebenfalls kein Schuh draus. Marktdominanz macht keine Qualität.
      Pathfinder war, ist und bleibt voraussichtlich eine „billige Kopie von D&D 3.5, die mit altem Wein in neuen Schläuchen Geld macht.“
      Das Pathfinder Card Game ist ein weiterer Beleg für dieses uninspirierte Nachahmertum.

      „Zumindest kann ich auch mit Pathfinder-Kampagnenmaterial recht viel anfangen (auch wenn ich für das System eher eine Art Hassliebe entwickelt habe).“

      Schön für Dich. Wie wäre es mit ein wenig Mentorentum, was gefällt Dir denn?

      Ich kann nicht viel damit anfangen. Alles was mir in die Hände fällt, sieht auf die ersten zwei, drei Blicke unendlich beliebig und damit überflüssig aus. D&D war noch nie so meins, aber Pathfinder schlägt dem Fass den Boden aus.