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Terry Brooks „Shannara“ auf den Schirm

„The Elfstones of Shannara“ von Terry Brooks kommt möglicherweise als Serie ins Fernsehen.
Der Autor verkaufte kürzlich seine entsprechenden Rechte an Sonar Entertainment.

Sonar Entertainment has acquired the rights to author Terry Brooks’ bestselling fantasy series “Shannara” and is partnering with Farah Films to produce a television series based on the books.
– official announcement on Terry Brooks homepage: „Adaptation News: The Elfstones of Shannara“

Rund 30 Jahre nach „Das Schwert von Shannara“ und wahrscheinlich beeinflusst vom gerechtfertigten Erfolg der HBO-Serie „Game of Thrones“ scheint der Weg für weitere Fantasy-Fernsehserien geebnet.
Wie so oft hat auch diese Sache einen Haken. „Shannara“ wird immer wieder vorgeworfen, dass die Buchreihe (zumindest anfänglich) dem „Herrn der Ringe“ zu ähnlich sei. Überdies endete „Legend of the Seeker“, die Serie von den „Xena“- und „Hercules“-Machern zu Terry Goodkinds „Sword of Truth“-Romanen (dt., „Schwert der Wahrheit“), leider als schnödes Trashfest mit wenig Bezug zur Vorlage.

Quellen:
„Adaptation News: The Elfstones of Shannara“ auf der Homepage von Terry Brooks

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9 Kommentare

  1. Wo ist híer der Rollenspielbezug, damit es bei rsp-blogs.de auftaucht?

    • Hallo Stefan,
      kommt darauf an, wo man eine Grenze zieht.
      Ich beziehe immer andere Medien mit ein.
      Bücher, Comics, Computerspiele, Musik und Filme sind ausgezeichnete Inspirationen für meine Spiele.
      Ferner fiel mir bei der Artikelvorbereitung auf, dass es gar kein richtiges „Shannara“-Rollenspiel gibt.
      John Wick, ein renommierter RPG-Designer (L5R, Houses of the Blooded) behauptet, „Diplomacy“ sei das erste Rollenspiel und nicht „D&D“. Ich sehe das ähnlich. Schon mal „Battlestar Galactica“ von FFG gespielt? Sicherlich mehr Rollenspiel als z. B. so manche „Shadowrun“- oder „DSA“-Runde.
      Also eine Frage der Definition und Abgrenzung.
      Danke.
      Bestes
      Ingo

      • Papperlapapp, „Räuber und Gendarm“ ist das erste Rollenspiel. Das ist schon hunderte von Jahren alt und sogar ein LARP nochdazu. Wer was anderes behauptet, macht sich nur was vor.

        • Hallo, Glitzer!
          Guter Vorschlag. Wie wäre es mit Neandertaler und Neandertalerin? Dennoch ein Schmunzeln kann ich mir nicht verkneifen. Ich denke, dieser Ansatz räumt mit dem Kategoriendenken ein wenig auf.
          Danke.
          Bestes
          Ingo

  2. „Überdies endete “Legend of the Seeker”, die Serie von den “Xena”- und “Hercules”-Machern zu Terry Goodkinds “Sword of Truth”-Romanen (dt., “Schwert der Wahrheit”), leider als schnödes Trashfest mit wenig Bezug zur Vorlage.“

    GottseiDank. Die Vorlage war sooooooooooooo grottig. Das schnöde Trashfest (korrekte Bezeichnung) hatte in einem schlecht choreographiertem Kampf mehr literarische Wucht als die komplette Buchserie. Self-indulgent, self-righteous, overly-contrived fascist-trash beschreibt die Vorlage ziemlich genau…

    • Hallo Tagschatten,

      vielen Dank für Deinen meinungsbildenden Beitrag. Ich denke, Dein Beitrag bedarf einer Reaktion auf verschiedenen Ebenen.

      Inhaltlich betrachtet, sind wir nicht sehr weit auseinander. Die Buchvorlage langweilte mich sehr schnell. Das übliche
      Gut-Böse(wicht)-Schema, eine Variation des „Herrn der Ringe“, die mich jetzt nicht vom Hocker reißt. Gleichwohl gibt es in meinem Freundeskreis Vertreter,
      die das Original sehr schätzen. Ich betrachte sie weder als selbstgerecht noch als Faschisten. Sie schätzen einfach eine andere Art der (Fantasy-)Literatur.
      Die Fernsehserie wirkte auf mich wie „Hercules“ 2.0, d. h. sie ging gar nicht.
      Mir geht es darum, die Verzerrungen zwischen literarischen Vorlagen und filmischen Adaptionen aufzuzeigen und persönlich zu bewerten. Manche sind für mich angemessen (Game of Thrones), manche nicht („Herr der Ringe“, „Legend of …)

      Darüber hinaus bin ich noch in einer Orientierungsphase, wie ich mit „kritischen“ Beiträgen umgehen möchte. Mich irritiert der Umgangston im Netz immer wieder sehr.
      Wer meine Beiträge und Kommentare (anderswo) liest, bemerkt hoffentlich, dass ich immer wieder Gefallen an kontroversen meinethalben auch scharfen Diskussionen finde.
      Die meisten Kommentare kennen leider keine Grußformel (mache ich selbst zu oft) und keine Namen. Okay, es gibt Sites, die solche oder „kritische“ Einwürfe direkt löschen.
      Ich gestehe, so eine Überlegung hatte ich bei Deinem Beitrag und Deinem Vorgänger hier auch. Aber gegenwärtig bin ich noch auf der Suche nach meinem mediengerechten (Moderations-)stil.
      Dein Beitrag wirkt auf mich sehr provokant in Aussage und Ton, doch gleichzeitig vermisse ich zumindest eine einfache persönliche Begründung oder Argumentation(skette).

      Ich hoffe, Du empfindest meine Reaktion als angemessen und ich lese Dich bald wieder hier oder auf Deinem eigenen Blog. Über Dein Feedback würde ich mich freuen.
      Danke.
      Bestes
      Ingo

      • Anmerkung angekommen, und Du hast recht. Übermüdet erregte Episteln in Blogkommentare zu werfen ist kein Weg zu sinnvoller Diskussion. Dafür sorry.

        Nutzen wir den Anlaß aber wenigstens für was Sinnvolles. Ich werde mich mit Goodkind in meinem Blog beschäftigen. Wichtig ist in diesem Fall, die Einflüsse des Autoren zu verstehen. Er selbst erklärt, wo er sein Weltbild her hat:

        „Ayn Rand is the inventor of the objectivist philosophy. I consider her the greatest thinker since Aristotle. She made advances in the world of philosophy that no one since Aristotle has made. Her thinking on concept formation is truly groundbreaking and explains so much about philosophy that’s never been explained before. I’m much more fascinated by her non-objective writing on philosophy than on her fiction. Her fiction is kind of a way to popularize her ideas, to put them in a story form, like I was talking about, how sitting around a campfire, you passed around your tribe’s philosophy to the younger generation.“

        http://fantasybookcritic.blogspot.de/2007/12/interview-with-terry-goodkind.html

        Aaaah. Er hat eine Philosophie. Ayn Rand war eine Philosophin, das ist wahr. So wie Mussolini oder Alfred Rosenberg. Ich betrachte diese Soziopathin ein wenig bei mir im Blog unter http://tagschatten.blogspot.de/2012/09/halt-den-rand.html

        Und im zweiten und dritten Teil schau ich dann mal drauf, wie sich diese menschenverachtende Propaganda in Goodkinds Texten äußert. Ich denke, ich werde auch über, hihi, seine literarischen Qualitäten das eine oder andere anmerken können.

        Besser und konstruktiver so?

        • Hallo belesener Tagschatten,

          vielen Dank für Deinen kritischen und überaus inspirierenden Beitrag. Rechte politische Gesinnung (chaotisch oder rechtschaffen böse?) als Fundament für eine Fantasy-Geschichte (-Autor) scheint mir zwar in Hubbards-Zeiten naheliegend, aber vielfach mißachtet oder vergessen.
          Ich werde Deinen Kommentar auf jeden Fall an meinen Freund weiterleiten, mal sehen, ob bzw. was er dazu sagt. Sofern ich mich recht entsinne,fand er die „Laws of Magic“ besonders spannend. Aber Ayn Rand scheint wirklich eine herzallerliebste Zeitgenossin zu sein, aber wenn sich die amerikanische Rechte auf Sie beruft, dann erwarte ich kaum etwas anderes.
          Ich hatte mich kurzweilig einmal mit der anderen Seite und den Einflüssen auf Herrn Obama beschäftigt. Leider fällt mir das Buch nicht mehr ein, ein radikaler Linker, ein „Handbook for Rebels / Revolutionists“ (?). Offenbar steht das amerikanische Staatsoberhaupt damit in Verbindung oder es wird ihm irgendwie zugeschrieben. Back on topic.
          Dein Ayn Rand-Zitat im Goodwin-Interwiew ist erschreckend. Bitte schreibe einen Kommentar oder eine Mail, wenn Du daran denkst, sobald Du über Terry Goodwins Werk etwas schreibst.
          Vielen Dank.
          Bestes
          Ingo

  3. Drachenklinge

    11/10/2012 @ 17:34

    long time not read … oh, well, da oben hat sich ja eine ganze Menge zusammengebraut.

    Zuersteinmal der inneren Logik wegen: ich bin „jener welcher“. Also der bekennende Terry Goodkind-Leser … also Fan von „Sword of Truth“.

    Und auch gleich dazu eine Bemerkung.
    Im Netz gibt es inzwischen diese „Ich bin für externe Links nicht verantwortlich“-Disclaimer. Also: für die Freunde (und sicher auch die Gesinnung) meiner Lieblingsautoren bin sicher nicht ICH verantwortlich, gleichwohl – das gestehe ich offen ein – ist es mit Vorsicht zu genießen und recherche-würdig. Danke also dafür.

    Trotzdem gleich dazu einige Fragen:
    Charlton Heston war Waffennarr, viele seiner Filme finde ich klasse. Bin ich nun auch Waffennarr?
    Tom Cruise ist wohl bekennender Scientoligist. Minority Report finde ich z.B. cool. Bin ich nun auch Scientoligist?
    Oder die 10 Gebote. In den zwischenmenschlichen Punkten sind das doch weitgehend die Grundlagen fast jeder Gesellschaft. Finde ich deshalb den Papst auch nur zu 30% gut?
    Also, da gäbe es sicher noch mehr Beispiele, aber you got the meaning, eh?

    Hm … kommen wir zurück zu TG. Oh, die Reihe (die Bücher, nicht die Serie, die war MIES, weil quasi außer den Figuren ohne Bezug zum Buch) hat ihre Schwächen (ib: falls Du mich darauf ansprichst, leugne ich, dies geschrieben zu haben ^^), aber die gesamte Geschichte ist einfach schick und vor allem kurzweilig. Hier würde ich mich aber durchaus auch auf „Geschmacksache“ einigen. ;)

    Aber erstmal Kahlan. Hallo? Was für ein coole Magie-Idee! „Power of Love“ mal anders!
    Haupt-Schlüssel-Passagen: Wizard Rules. Very cool!

    „People are stupid, they will believe everything, either they want to believe, or they fear it might be true.“ Ehrlich: Wer hat nicht schon sowas selbst erlebt?
    Und so funzt fast jede seiner „Regeln“. Es steckt was Wahres dran und das ist mehr, als ich in so mancher Warpantriebsspule anderer Genres finde.

    Zuletzt noch eine Bemerkung zu der Idee, die ja den Kaiser Jagang antreibt (wer’s nicht versteht, sorry, folkes! Insider-Warnung). Auch da sehe ich viel Wahrheit, was unsere Gesellschaft betrifft. Aber das bekommen wir ja schon nicht im realen Leben normal besprochen, was soll ich mir da vor dem Hintergrund einer Fantasy-Geschichte Sorgen machen?

    Grundsätzlich würde ich mir viel mehr Sorgen um … hm … was nehm‘ ich denn? z.B. manche Bibel-Leser machen. Da glauben’s weit mehr Leute WIE ES DRINSTEHT (Stichwort Creationists). Alter! DAS finde ICH „gruselig“!

    beste Grüße
    Drachenklinge