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Platz da, DungeonSlayers! Hier kommt Dungeon World!!

Dungeon World-Cover

Dungeon World-Cover

Dungeon World von Sage Kobold Productions ist endlich erschienen oder zumindest für gegenwärtig überschaubare 10 $ als PDF via drivethruRPG erhältlich.

Combining high-action dungeon crawling with cutting-edge rules, Dungeon World is a roleplaying game of fantasy adventure. You and your friends will explore a land of magic and danger in the roles of adventurers searching for fame, gold, and glory.

Dungeon World’s rules are easy to learn and always drive the action forward in unexpected ways.  A missed roll is never a dead end—failure introduces new complexities and complications.  Life as an adventurer is hard and dangerous but it’s never boring!

Designed to be ready for you to hack, remix, and build new content, Dungeon World includes systems for changing everything to suit your group including creating new races, classes, and monsters.

To play, you’ll need this rulebook, 3–5 players, some polyhedral dice, and 2–4 hours.

Explore fantasy adventure roleplaying in a whole new way with Dungeon World!
Dungeon World product description

Nicht lange um den heißen Brei reden – Dungeon World ist für mich das – klar – bessere DungeonSlayers. Es bedient das gleiche Sujet des Retro-Rollenspiels mit „modernen“ Regelkern. Dungeon World beruht auf dem abgefahrenen und wegbereitenden Apocalypse World  von Vincent Baker (Dogs in the Vineyard). Alleine das überarbeitete spielerfreundliche Playbook-Konzept überzeugt mich. Die Adaption Dungeon World bringt viele schlaue Ansätze aus dem Endzeitspiel in die Welt der fantastischen Höhlen und Monster.

In meinen Augen wirkt DungeonSlayers ehrenwert, brav und hausbacken gegenüber dem cleveren und charmanten Dungeon World. Sorry, mal wieder bleibt ein deutsches Spiel im internationalen Vergleich auf der Strecke.

Dungeon World (PDF via drivethruRPG), mein aktueller und klarer Tipp für Freizeit-Dungeoncrawler, die gerne den Staub vergangener Tage ablegen und dennoch eine „nostalgische“ Spielrunde erleben wollen.

Mal wieder eine Kickstarter-Kampagne, die etwas Sinnvolles unterstützt und hervorbringt. Nein, diese Einschätzung ist nicht „gekauft“, sondern schlicht und ergreifend persönlich. Dungeon World gehört – für mich – auf die Liste der (Rollen-)spiele des Jahres!

Quellen:
Dungeon World-Homepage
DungeonSlayers-Homepage
Apocalypse World-Homepage
Apocalypse World-Playbooks (Beispiel)
Dungeon World (PDF via drivethruRPG)

Bildnachweis:
Freigabe durch den Autoren via Email am 08.10.2012

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10 Kommentare

  1. ok nachdem ich diesen polemischen artikel gelesen habe wüsste ich gerne warum dungeonworld besser ist als dungeonslayers. ganz gleich ob objektiv oder subjektiv. ich hätte gern eine gegenüberstellung

    • Hallo,

      bei Gelegenheit schreibe ich gerne einen umfassenden Ersteindruck oder einen Spielbericht.

      Überblicksartig:
      Mir gefällt Dungeon World besser als DungeonSlayers, weil
      – ich die Basis (Apocalypse World) für innovativer halte als das „d20“-System von DungeonSlayers
      – ich den Playbook-Style für spiel(er)freundlich(er) halte
      – weil ich die Kombinaton aus Beispieltemplates und Baukastenkonzept besser finde als vorgekaute Klassen, Subklassen und endlose Talent- und Spruchlisten
      – weil mir die Präsentation besser gefällt
      – weil in meinen Augen der der Spielleiter „besser“ unterstützt wird (Baukastenkonzepte)
      – weil ein improvisierender Spielstil „besser“ unterstützt wird
      – weil das Rollenspiel „besser“ unterstützt wird (Bonds, Alignments)
      – weil ich es für „flexibler“ und „schneller“ halte
      – weil ich „Felder zählen“ in jedem Rollenspiel unangemessen finde (DW kommt gut ohne aus)

      Ich denke, das reicht fürs Erste, oder?

      Bestes
      Ingo

  2. Meiner Meinung nach kann man die beiden Systeme nicht vergleichen. Ich habe DW noch nicht so gut gelesen, wie ich gern würde, aber aus Spieltestberichten und anderen Infos geht hervor, dass es sehr viel stärker in die Indie-Ecke gehört als DS. Ich finde DW auch toll, soweit ich das bisher sagen kann, aber es ist ein ganz anderes Spiel als DS.

    Es gibt, wenn ich das richtig interpretieren, z. B. keine Initiative. Wenn die Spieler aufhören zu reden, kann der SL loslegen und Gefahren ins Spiel bringen. Laute Spieler sind öfter dran als leise (mehr noch als das ja ohnehin schon in anderen Rollenspielen der Fall ist). Außerdem sind die Charaktere anders. Man spielt Archetypen im wahrsten Sinn des Wortes. Man spielt nicht einen Krieger, sondern *den* Krieger. Es gibt auch immer nur einen Krieger in jeder Spielrunde, ist dieser vergeben, müssen die anderen Spieler einen anderen Typus wählen. Die Abenteuer sind viel freier und erzählerischer aufgebaut, trotz Dungeon. „Klassisch“ ist DW nur in der Themenwahl (Dungeons und Monster), das Spiel selbst ist völlig anders.

    Man kann ein Spiel besser finden als das andere, keine Frage (beide sind toll). Aber man kann auch sagen, man findet „Fiasco“ besser als „Savage Worlds“, das eine wird das andere aber nicht verdrängen.

    • Guten Tag und guter Einwand,

      doch verstehe ich nicht, warum man die Spiele nicht vergleichen kann. Warum soll ich zwischen Indie und „Major“ unterscheiden?
      Ich kann und tue es – zumindest für mich. Es steht jedem frei, sich eine andere Meinung zu bilden. obskures.de ist kein objektiver Newsblog, sondern hier geht es um -meine- Meinung
      und einen hoffentlich angemessenen Diskurs.
      Mir liegen beide Spiele vor und ich überlegte, ob ich nicht mal wieder ein „klassisches“ Dungeon spielen möchte.
      DungeonSlayers wird häufig gelobt und ich fand es auch ganz okay, die Begeisterung vieler teil(t)e ich allerdings nicht. Mir gefällt auch Dragon Age besser.
      Dann kam Dungeon World über eine Kickstarter-Kampagne und seither ist DungeonSlayers bei mir einfach raus.
      Inhaltlich gesehen, teile ich Deine Meinung nicht, dass man kausal „den“ Krieger spielt.
      Ich gebe das Baukastenprinzip und den eigenen Interpretationsspielraum zu bedenken.
      Womöglich finde ich Fiasco besser als Savage Worlds und bei mir wird es das Spiel mit Wildcards und Extras „ersetzen“.

      – Für mich – ist Dungeon World das bessere DungeonSlayers, welches eben „nur“ okay ist! Die Gefahr besteht meines Erachtens nicht, dass ein Spiel ein anderes verdrängt.
      Dungeons & Dragons existiert neben Pathfinder …
      Zugegebenermaßen ist meine „Platz da, DungeonSlayers! Hier kommt Dungeon World!!“ provokant, aber für mich trifft sie zu.

      Danke und Bestes
      Ingo

  3. Hi,

    es ist schin deutlich, dass du einfach deine Meinung äußerst. Ich beziehe mich bei „verdrängen“ und „fehlende Vergleichbarkeit“ speziell auf diesen Satz: „Sorry, mal wieder bleibt ein deutsches Spiel im internationalen Vergleich auf der Strecke.“ Das klingt sehr nach einem direkten Vergleich, auch wenn es – so wird mir nach deiner Antwort klar – vielleicht nur ganz persönlich für dich und deinen Geschmack gemeint ist. Und da ein direkter Vergleich einfach keinen Sinn ergibt, weil die Spiele eben so unterschiedlich sind, und ich dieses verallgemeindernde „deutsche Rollenspiele sind doofer als amerikanische“ nicht sehr mag, wollte ich gern darauf hinweisen. Wenn ich dich falsch verstehe, tun das vielleicht auch andere.

    Aber am Ende hast du natürlich recht: Es ist deine Meinung, da kannst du vergleichen, was du willst.

    • Hallo Amel,

      ich mache auch einen – persönlichen – Vergleich. DungeonSlayers wirkt auf mich „altbacken“(und damit „überflüssig“) im Vergleich mit Dungeon World.(Solche Spiele stehen hier „meterweise“ rum).
      Auf Deine Andeutung, dass ich deutsche Rollenspiele oft/meist/nahezu ausnahmslos suboptimal finde, antworte ich mit einem klaren
      JA! Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel (RATTEN, MALMSTURM). Deshalb verwende ich eine „Pauschalisierung“.
      Ich finde weder amerikanische (noch französische) Rollenspiele zwingend besser. Aber für meinen Geschmack gibt es schon eine beachtliche Häufung in Sachen Frankreich (In Nomine, Qin, Yggdrasil, Shadaws of Esteren).
      Du hast recht ich „verallgemeinere“ (provokant) meine These und schreibe keinen „Schulaufsatz“ über diese Spiele.
      Doch unter Berücksichtigung des „Dungeoncrawl“-Schwerpunkts und der Herangehensweise bleibt Dungeonslayers für mich auf der Strecke und muss gewissermaßen Platz machen…
      Ganz einfach DungeonSlayers (geht in meinen Augen in Ordnung) bietet mir zu wenig Originelles. Dungeon World fordert meine Perspektive auf das Hobby und Genre heraus und so etwas finde ich wichtig.
      Ich brauche keinen weiteren DSA/D&D/Pathfinder-Klon – egal welche Edition Grundlage war. Ich will etwas, was meinen Geist anregt/bewegt – ohne das ich ein Regeljura-Studium machen muss.
      Dungeon World liegt da gegenwärtig weit vorne – in meiner kleinen Welt. Deshalb bleibt das deutsche Markenprodukt auf der Strecke.

      Formal ist es mir leider nicht gelungen, meine Position unzweideutig zu verdeutlichen, obwohl ich auf „für mich“ in z.B. „Nicht lange um den heißen Brei reden – Dungeon World ist für mich das – klar – bessere DungeonSlayers.“ verweise. Ich bedaure dies und bitte um Verständnis.

      Danke für Deine Kritik und Deinen Hinweis.

      Bestes & Viel Freude am „DungeonSlayen!“

      Ingo

  4. Hmhm, so richtig verstanden habe ich immer noch nicht, was genau an DW nun besser ist, aber ich habe zumindest einen Eindruck davon. Aber eine Frage bleibt doch noch: Was ist das Playbook-Konzept? Ich bin dem Link gefolgt und lande in einem Apokalypse world PDF. Mein das Konzept die Art der Inhaltsdarstellung? Der Anfang wirkte auch mich so, als wenn da jedes Charkonzept auf einer Seite dargestellt wird. Stimmt das?

    • Hallo,

      im Wesentlichen trifft das zu. Mitunter sind es auch 2 Seiten … aber die Kerninfos einfach ausdrucken, ein wenig „personalisieren“ und los …
      Der Link dient als Beispiel (wie ich schrieb).

      Ich finde diesen Ansatz grandios. Eine Art „Archetype plus“. Dungeon World liefert einen Baukasten, der das Erstellen / Basteln eigener Charaktere unterstützt. Es ist etwas anderes als das „Auswürfeln“ eines Charakters (für mich)

      Vielen Dank.
      Bestes
      Ingo

  5. Ingo, kein Grund sich zu entschuldigen. Das fördert eine angenehme Diskussionskultur, besonders wenn es so abläuft wie hier. Wie du ja weißt, bin ich aus offensichtlichen Gründen „pro DS“, da musste ich mich dem Vergleich wenigstens kurz entgegenstellen :-)

    Ich hoffe, ich finde demnächst mal Gelegenheit DW auszuprobieren. Falls du vielleicht ein Hangoutspiel anbieten willst, wäre ich gern dabei.

    Ansonsten würde ich gern deinen ersten Spielbericht lesen. Diejenigen, die ich bisher las, waren eher gemischt.

    • Hallo,

      ich möchte in diesem Medium den Menschen so begegnen,. wie ich es auch im „realen“ Leben machen würde.
      Wer obskures.de verfolgt, der merkt hoffentlich, dass ich kontroverse Ideen / Meinungen vertrete, mir im gleichen Atemzug andere Meinungen und Respekt sehr wichtig sind.
      Ich folge gewissermaßen der Rosa Luxemburg-Idee, „… Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden …“.
      Auf anderen blogs (mir leider auch passiert) wird man für seine abweichende Meinung verspottet oder gar beleidigt.

      Dies möchte ich auf obskures.de vermeiden und meide derartige blogs von nun an.

      Ich will demnächst mal Void ausprobieren und suche evtl. einen 4. Mann … :-)

      Respekt und Bestes

      Ingo