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Numenera: Strand – Movie Kickstarter Soon

´Numenera by Monte Cook Games (Image: obskures.de)

Numenera by Monte Cook Games (Image: obskures.de)

Numenera: Strand. Welcome to the Ninth World again and again. Joan Manuel Urquiaga Valdes will ab 2. Feb. 2015 einen passenden Kurzfilm über Kickstarter finanzieren.

Monte Cooks fabulöser Kickstarter, um nicht nur leere und natürlich total exklusive Numenera-Boxen ($20,- + $18,- (shipping) = $38,-) vollkommen überteuert zu verhökern, ist gerade mal vorüber, schon wird die Cashcow bereits wieder zum Melken in die Crowdfundingstall gerufen.

Der Streifen über einen Rumziehbesen auf der Suche nach einem “numerischen” Artifakt braucht dringend ein paar Dollars des Schwarms… Da geht noch was.

Diesen Hype muss man nicht verstehen, oder?

Ich weiß, jeder der diesen abgeschmackten Dying Earth/D&D-“Geniestreich” nicht wie geschnittes Brot abfeiert, hat keine Ahnung. I am a Glaive/Jack/Nano who wastes money. Not.

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The Forgotten Monk – A Novel of the 13th Age by Greg Stolze via Kickstarter

Greg Stolze. Der (Mit-)Autor von Unknown Armies (!), Reign (ORE), eCollapse und A Dirty World hat mit The Forgotten Monk einen 13th Age-Roman verfasst, den er jetzt in Abstimmung mit Pelgrane Press über Kickstarter anbietet. Bis zum 25. Feb. kann jeder mit mindestens $7,- einsteigen.

The Forgotten Monk - A Novel of the 13th Age by Greg Stolze (Image: Greg Stolze)

The Forgotten Monk – A Novel of the 13th Age by Greg Stolze (Image: Greg Stolze)

The Forgotten Monk tells the story of a man under a curse. His past has been stolen, and he wants it back. Fortunately for him, without memories to distract him, he’s exceptionally observant. He soon falls in with a cavalry unit that finds his ability to see through lies, spot tiny clues and pick up on minute discrepancies quite useful as they try to fight crime in their corner of the Dragon Empire. (His expertise with the Deadly Arts comes in handy too.)

 

Arrayed against them are three semi-giantesses, a crazy halfling death cultist, the Crusaders’ sinister and smarmy local captain, a love-maddened alchemist, dwarf cops, a charming drunkard dog-thief, an elf in disguise, a blinded arch-demon in chains, and the bizarre Mantischorgoth.

 

Allied with them are a singing orc, an indecisive elf, and a flying carpet that doesn’t like heights, all woven into a story of strong friendships, deadly hatreds, ingenious criminal mysteries and baffling affairs of the heart.

 

The Forgotten Monk is high fantasy and high adventure, but behind it lies a sobering question: When a man has nothing, not even an identity, can he choose good over evil? In this book, the wager has been made. The bet has begun. The answer could shake an Age.”
The Forgotten Monk – A Novel of the 13th Age by Greg Stolze project description (27. Jan. 2015)

Ich persönlich halte Unknown Armies für eines der faszinierendsten Rollenspiele überhaupt. Auch Reign war sehr clever. Entsprechend unterstütze ich Mister Stolze immer wieder gerne.

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Birth, School, Work, Death & Ronin Conan

Ronin – Skirmish Wargames in the Age of the Samurai (Osprey Games, Image: obskures.de)

Ronin – Skirmish Wargames in the Age of the Samurai (Osprey Games, Image: obskures.de)

Birth, School, Work, Death sangen die Godfathers 1988. Work – Bedauerlicherweise kommt dieses Blog etwas kurz zurzeit. Dennoch ein kurzes Lebenszeichen.

Im Stuttgarter Wahnzinn, einem im Übrigen sehr empfehlenswerten Tabletop-Club im Ländle, sind derzeit drei Tabletop-Systeme angesagt: Infinity (Corvus Belli), X-Wing (Fantasy Flight Games) und eben Ronin – Skirmish Wargames in the Age of the Samurai (Osprey Games). Natürlich werden auch andere Spiele gespielt, aber diesen drei Genrevertretern wird zurzeit die meiste Aufmerksamkeit geschenkt.

Jedes Spiel wird scheinbar irgendwie besser, wenn Samurai und Ninja mit von der Partie sind. Entsprechend sind einige Spieler von Ronin besonders angetan.

Okay, zuletzt traten Koreaner gegen Sohei (japanische Kampfmönche) an, wenn ich mich richtig erinnere.

Ronin Skirmish Battle (Terrain: Andreas L., Miniatures: Andreas A. & Thomas H., Image: obskures.de)

Ronin Skirmish Battle (Terrain: Andreas L., Miniatures: Andreas A. & Thomas H., Image: obskures.de)

Auch wenn Ronin ein wenig an Confrontation (Rackham) erinnert, überzeugt das einfache, historische Skirmish-System die meisten Spieler im Club. Das vollfarbige 64-seitige Regelwerk gibt es ab ungefähr €10,- und gespielt wird mit Miniaturen unterschiedlicher Hersteller (Kensei, Northstar, etc.). Bushido (GCT Studios) schlägt in eine ähnliche Kerbe. Auch dieses System erinnert an besagten Skirmish-Klassiker aus Frankreich. Trotz wilder Fantasy-Powers floppte dieses Tabletop auf den Spieltischen dort. Ronin ist hingegen sehr empfehlenswert.

Und dann gibt es da noch ein “Tabletop”, nein, Brettspiel, welches bekanntermaßen schon seit Längerem auf meiner Wunschliste steht. Most Anticipated Adventure Games of 2015 und so.

By Crom! Conan by Monolith Board Games LLC
Conan (Image: Monolith Board Games LLC)

Conan (Image: Monolith Board Games LLC)

Das Warten der spielwilligen Fans des weltberühmten Barbaren hat ein Ende. Der Kickstarter steht rund 17 Tage vor dem Ende der Finanzierung bei über $1.150.000. Einige Püppchen-Kickstarter (Zombicide, Bones) scheinen zum Erfolg verdammt zu sein.

Das erste Add-on mit zwei Alternativversionen von Conan und Belit kostet $25,-. Das ist in meinen Augen vergleichsweise teuer (vergleiche z. B. Zombicide 2 Figuren für $10,-).

Gleichwohl sehen die Miniaturen auf den Bildern ziemlich großartig aus. Was wohl Robert E. Howard zu diesem Erfolg sagen würde? Mal abwarten, wie sich das Projekt entwickelt.

Ich werde wohl nicht umhin können und ein wenig zum Erfolg des miniaturisierten Cimmeriers beitragen. Happy Gaming.

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Deutsche Rollenspielgeschichte: Werner Fuchs war also unzufrieden …

Drachenväter (Bereitgestellt durch die Autoren)

Drachenväter (Bereitgestellt durch die Autoren)

Telepolis. Werner Fuchs (Fantastic Shop, Das Schwarze Auge (DSA)) unterhält sich mit den Drachenvätern, also Tom Hillenbrand und Konrad Lischka, über die Anfänge der deutschen Strategie- und Rollenspielspielszene.

So für sich genommen, fehlt mir persönlich ein wenig der Kontext. Ich finde, man spürt die Kürzungen des Interviews deutlich. Das volle Programm von Drachenväter – die Interviews (als E-Book 2,99 / gedruckt 15,99 Euro) wird indes auf der Produkt-Webseite angeboten.

Via: Tagschatten (Gutes Blog, lesen! We agree to disagree a lot, though.)

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D&D Adventurers League: Open Call for Adventure Designers & Hypertext Basic Rules

D&D Adventurers League (Image: Wizards of the Coast)

D&D Adventurers League (Image: Wizards of the Coast)

Wizards of the Coast. Die Küstenmagier suchen ganz offiziell Abenteuerautoren für ihre D&D Adventurers League. Einsendungen nimmt der Herausgeber von Dungeons & Dragons bis zum 28. Februar an. Interessenten sollten die Adventure Design Application und das 5E Template beachten. Viel Glück.

Des Weiteren gibt es die D&D Player’s Basic Rules nun auch im Hypertext-Format (HTML). Ein PDF-Reader wird entsprechend nicht mehr benötigt.

Es dürfte sich mittlerweile bis zu den Pfadfindern herumgesprochen haben, die 5. Edition des Klassikers ist wieder zurück im Geschäft. Die Orr Group (Roll20) hat vor ein paar Tagen einen recht interessanten “Industry Report” veröffentlicht. Auf der bekannten Online-Plattform scheint Pathfinder weiter vorne zu liegen – noch? Auf den Plätzen 2 bis 4 folgen dichtauf verschiedene D&D Editionen, die in Summe ihrerseits locker am Erstplatzierten vorbeiziehen. Die Aussagefähigkeit solcher Statistiken sind weiterhin zu hinterfragen. Ich erinnere an die ominösen ICv2-Reports.

The Orr Group Industry Report (Roll20, Image: The Orr Group)

The Orr Group Industry Report (Roll20, Image: The Orr Group)

Eine abschließende persönliche Beurteilung wage ich noch nicht, dafür fehlt mir einfach die Spielerfahrung. Gleichwohl gefällt mir die aktuelle D&D 5E bislang am ehesten. Ich bin aber auch kein klassischer Gygax, Perren & Arneson-Jünger. Die Rote Box bzw. die Dungeons & Dragons Rules Cyclopedia waren für mich bis jetzt das Beste, was man aus dem Spiel herausholen konnte. D&D 3.X  ging mehr oder minder gar nicht und D&D 4E ist und bleibt ein Advanced Descent. Nicht schlecht, aber als Rollenspiel doch eher ein Schuss in den Ofen.

Die aktuelle Charaktererstellung empfinde ich unnötig unübersichtlich (vergleiche z. B. Dungeon World). Ich gehe jedoch davon aus, dass sich es nach ein paar Helden leichter von der Hand geht. In der Gruppe macht das neue D&D  endlich (wieder) Spaß, weil viel Regelballast über Bord geworfen wurde. Überdies erscheint mir das System wieder hausregelfreundlicher. Die beiden Vorgängereditionen und die obsolete Paizo-Epigone wirken diesbezüglich weniger flexibel. Die netten und sicherlich d20-affineren Eulenbären von nebenan sehen das offenbar recht ähnlich. Advantage D&D!

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TORG – Pssst, Storm Knights, Bundle of Holding!

TORG Storm Knights (Image: Ulisses Spiele)

TORG Storm Knights (Image: Ulisses Spiele)

Bundle of Holding. Pssst, Storm Knights. Nicht weitersagen, für knapp $10, – gibt es die TORG Player’s Collection und für rund $25,- beinhaltet diese (Teil-)Spendenaktion auch die passende Game Master’s Collection. Wie üblich, erhalten Unterstützer DRM-freie PDFs.

“Overwhelmed? Relax. The fellowship of Storm Knights, together with our allies at DriveThruRPG, bring you our Torg Bundle, a hand-picked collection with everything you need to get started as a Storm Knight in the Possibility Wars. Just US$9.95 gets you our Player’s Collection (retail value $47) with the updated core rules, player’s guide, pregen characters, a weapons book, and a spellbook:

 

  • Torg: Revised & Expanded (retail $15): Originally published in 1990 by West End Games, Torg has a new lease on life with German publisher Ulisses Spiele. This updated corebook includes the “Drama Deck” of cinematic action.
  • Introductory Pack (retail $2): Simplified rules, a sample character, and a tutorial mini-adventure, plus the Storm Knights novel.
  • Storm Knight’s Guide to the Possibility Wars (retail $9): New character generation rules, skills, equipment, and more for every Torg player.
  • Character Collection (retail $9): Sixty unique Torg characters to use as your own or set in the world as allies or adversaries.
  • Kanawa Personal Weapons (retail $7): Firearms, cyberweapons, lasers, explosives, and espionage armaments of many tech levels.
  • Pixaud’s Practical Grimoire (retail $5): The definitive guide to magic and spell design in Torg.

And if you pay more than the threshold price of $24.10, you’ll level up and get our Gamemaster’s Collection with all the best cosm sourcebooks and the GM’s guide (retail $59):

 

  • High Lord’s Guide to the Possibility Wars (retail $9): Invaluable advice for the Torg GM.
  • Delphi Council Worldbook (retail $9): The sourcebook of Core Earth, holding down the front against the encroaching cosms.
  • The Cyberpapacy (retail $9): In this cosm, cyberpunk collides with the French Inquisition. The single best-regarded Torg sourcebook.
  • The GodNet (retail $5): Rules for jacking into cyberspace and netrunning in the 1990s style.
  • Nile Empire (retail $9): Dr. Mobius’s cosm has turned Africa into a pulp playground — except with pharaohs and hieroglyphs.
  • Nippon Tech (retail $9): The megacorporate cosm of High Lord 3327 occupies most of Asia.
  • Tharkold (retail $9): High Lord Jezrael’s army of techno-horror demons has made Los Angeles a living nightmare.

Remember, now you can give a Bundle of Holding as a gift—either a generic gift code good for any one bundle, or a gift download link for this specific bundle that’s good even after the offer ends. Recruit another stormer to fight the High Lords!”

Bundle of Holding (TORG)

Schnäppchen, oder?

Szenenwechsel – Anfang der 90er: Ich erinnere mich noch dunkel an einen Agenten der Cyberpapacy, der mit radioaktiver Munition auf uns ballert und aus einem Hochhaus springt, eine wenig vertrauenerweckende Hängebrücke über einen reißenden Fluss – Dinosaurier im Dschungel, elfische Magier, ägyptische Pulp-Superhelden und natürlich die Dramakarten. Kurzum: Wow, das war damals ein wunderlicher Wild Ride. Da musste niemand ständig vorbeten, wie weird das alles doch sei. Es war es einfach und dabei auch noch ziemlich cool!

Ulisses Spiele, der gegenwärtige Rechteinhaber, spendet einen Teil des Erlöses an Doctors Without Borders und an die Bärenherz Stiftung Kinderhospiz in Wiesbaden. Unterstützenswerte Aktion.

Fight the High Lords – Join the Possibility Wars.

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Warhammer Roleplay is Dead (Again). Long Live the ZWEIHÄNDER RPG?

ZWEIHÄNDER Grim & Perilous RPG (Image: Grim & Perilous Studios)

ZWEIHÄNDER Grim & Perilous RPG (Image: Grim & Perilous Studios)

Grim & Perilous Studios. Es hat zwar ein wenig gedauert, doch das Team um Daniel Fox hat es geschafft, das ZWEIHÄNDER Grim & Perilous RPG (Public Beta 2: “GRIMDARK Edition”) steht zum Download bereit.

Nachdem es Fantasy Flight Games erfolgreich geschafft hat, Warhammer Fantasy Roleplay und die Alte Welt ordentlich abzuwirtschaften, drohen neue “Dark Years”. Anhänger seit der ersten Edition wissen, wovon ich spreche, doch auch diese dunklen Zeiten gingen vorüber, weil einige Enthusiasten immer wieder die Fackel hochhielten. Das Warpstone Magazine war lange Zeit ganz weit vorne mit dabei. Nach 30 beachtlichen Ausgaben warf dieses Jahr leider auch der Macher John Foody sein Handtuch.

Warhammer Roleplay 3rd Edition fing sehr vielversprechend an, doch recht schnell folgte die Ernüchterung. Enervierende online-rollenspielartige Cooldowns, tischfüllendes Sammelkarten-Feeling, eingeschränkte Erweiterbarkeit, eine weichgespülte Welt ohne den bissigen schwarzen Humor, der zuvor nicht nur die legendäre Kampagne The Enemy Within auszeichnete, und die dubiose Veröffentlichungspolitik des Herausgebers gaben dem Rollenspiel schließlich und vollkommen berechtigt den Rest. Was bleibt? Ein ziemlich schickes, “narratives” Würfelsystem, welches in einer weit, weit entfernten Galaxis ein neues Zuhause fand und die Hoffnung, dass der schartige Kriegshammer irgendwie weiter geschwungen wird.

ZWEIHÄNDER Grim & Perilous RPG (Image: Grim & Perilous Studios)

ZWEIHÄNDER Grim & Perilous RPG (Image: Grim & Perilous Studios)

Grob seit 2012 geistert das ZWEIHÄNDER RPG durch die Websphäre – mal mehr mal weniger. Vor einigen Tagen ging nun die Public Beta 2: “GRIMDARK Edition” online.

In short, ZWEIHÄNDER is a bloodier, grimmer and grittier version of the world’s oldest role-playing game.

WHAT ZWEIHÄNDER IS NOT

 

This system isn’t really designed for the traditional role-playing game dungeon romp. While these rules can mildly support that style of play, death is almost a certainty.
– ZWEIHÄNDER Grim & Perilous RPG (Public Beta 2: “GRIMDARK Edition”, p. 5f)

Auf den gegenwärtig 154 Seiten dieser Hommage wird kein weiterer Dungeons & Dragons-Retroklon vorgelegt, vielmehr verneigen sich die Autoren vor den Kreationen von Andrzej Sapkowski (The Witcher), George R. R. Martin (A Song of Ice and Fire (Game of Thrones)), H.P. Lovecraft (Cthulhu-Mythos), Chris Pramas, Graeme Davis und Richard Halliwell. Anders ausgedrückt: Warhammers chaotische Alte Welt – irgendwo zwischen finsterem Mittelalter und Renaissance – lieferte für die Blaupause für das Zweihänder RPG.

Die zweite Beta beinhaltet noch immer nicht alle Regeln. Die Beschreibung der Fähigkeiten, das Grimoire (sprich die Magie), Ausrüstungslisten sowie die Spielleiter-, Monster- und Kampagnen-Kapitel sind noch unvollständig oder fehlen gänzlich. Nichtsdestotrotz sollte ein Testspiel mit der umfangreichen Charaktererschaffung und den Kernregeln möglich sein.

Was lange gärt, könnte tatsächlich etwas werden, vorausgesetzt das finale Regelwerk hält, was die Testversionen bislang versprechen – mehr Warhammer Fantasy Roleplay 1st, 2nd(!) als 3rd Edition. Zwischenzeitlich heißt es, erst mal Zweihänderprobeschwingen mit der Public Beta 2: “GRIMDARK Edition” und abwarten. Die “gute” Alte Welt ist nicht verloren – zum Glück.

UPDATE: Die Professionen (Karrieren / Klassen) werden unglücklicherweise nur auf der Webseite erläutert (z. B. Rat Catcher, Liste der verfügbaren Archtypes (inkl. Links)). Das Beta-Dokument alleine reicht nicht aus, um einen Testcharakter aus der verfügbaren Auswahl zu erstellen. Die Berufe müssen auf der Webseite recherchiert werden. Nicht sonderlich geschickt gelöst. (Frank F., vielen Dank)

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The Regiment, No, ALIENS Powered by the Apocalypse

ALIENS, No, The Regiment: Colonial Marines 2.5 (Image: The Mights Atom/John Harper & Paul Riddle)

ALIENS, No, The Regiment: Colonial Marines 2.5 (Image: The Mights Atom/John Harper & Paul Riddle)

The Mighty Atom. John Harper (Agon, Lady Blackbird, Ghost Lines, etc.) bietet auf seiner Webseite The Regiment: Colonial Marines 2.5, eine 15-seitige Powered by the Apocalypse-Adaption von ALIENS zum kostenlosen Download an.

“Ripley: How many drops is this for you, Lieutenant?
Gorman: Thirty eight … simulated.
Vasquez: How many combat drops?
Gorman: Uh, two. Including this one.
Drake: Shit.”
– ALIENS (1986)

Viel mehr muss ich sicherlich nicht mehr sagen. Ja, ich stehe auf ALIEN, ALIENS und Powered by the Apocalypse. Apocalypse World, das erste Rollenspiel dieser Richtung, von Vincent Baker war noch etwas unzugänglich, aber spätestens seit Dungeon World (gewissermaßen Dungeons & Dragons) und tremulus (in etwa Call of Cthulhu) erfährt dieses System immer mehr Zuspruch - verdientermaßen!

Ein Alkahest für alle Hobbyfragen sollte niemand erwarten, aber diese Spiele treffen (m)einen Nerv: Wenig Spielvorbereitung, einfache Regeln und der Schwerpunkt liegt klar auf dem Erzählen (Fiction First). Die mir bekannten Playbooks, Charakterbögen, mit vorbereiteten Archetypen sind einfach klasse. Die allermeisten Runden sollten damit nach 5-15 Minuten durchstarten können.

“Bishop: Not bad for a human.”
– ALIENS (1986)

John Harper und Paul Riddle übertrugen das Ganze, natürlich inoffiziell, in das ALIEN-Universum. Neben Regelanpassungen und Playbooks beinhaltet The Regiment (PDF) noch ein passendes Szenario, das die allermeisten Colonial Marines ein wenig beschäftigen sollte. Im dazugehörigen Forum gibt es vollkommen überraschend Hacks für XCOM oder Warhammer 40.000 Space Marines …

Let’s hunt some bugs. Wie gut, dass niemand weiß, dass ich übernächstes Wochenende auf ein Spielertreffen fahre. Remember: short, controlled bursts.

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Numenera: Bin ich denn Doktor Sommer?

Nearly 30 years of Techno  / Science Fantasy: Skyrealms of Jorune (SkyRealms Publishing, 1985  & Chessex, 1992), Numenera (Monte Cook Games, 2013) (Image: obskures.de)

Nearly 30 years of Techno / Science Fantasy: Skyrealms of Jorune (SkyRealms Publishing, 1985 & Chessex, 1992), Numenera (Monte Cook Games, 2013) (Image: obskures.de)

Vor dem folgenden bravourösen Doktor Sommer-Moment zum angesagten Rollenspiel Numenera noch einige generelle Klarstellungen für argusäugige Moralwächter und Doppelplusgut-Apologeten:

… Dies hier war und ist meine persönliche Spielwiese und reines Privatvergnügen, also kein antiseptischer News-Service, der kostenlos und objektiv(?) das Neueste vom Neuen verbreitet. Wer das will, mache sich bitte selbst die Arbeit. Danke.

… because I know there is always an alternative viewpoint.
– Consolidated – Industrial Music is Fascism

… Mitunter beschleicht einen das Gefühl, dass Akzeptanz und Toleranz eine Einbahnstraße ist, die ausschließlich befürwortenden Ja-Sagern (Fanboys, -girls) offen steht. Sorry, das ist in meinen Augen eine etwas einseitige Weltsicht.

What makes you think you’re the one who can laugh without cryin’?
– Twilight Singers – What makes you think

“Parabeln” und so – versteht nicht jeder.

Es gibt hier – bislang – weder bezahlte Werbung noch irgendwelche Affiliate-Links. Dieser Unabhängigkeit entsprechend und trotz meiner persönlichen Nähe zu einigen Rollenspielmachern erlaube ich es mir, Produkte zu loben und zu kritisieren (“dissen”), wann und wie ich es für richtig halte. Ein vermessener Anspruch – ich weiß, denn gerade in Online-Zusammenrottungen (Communities, Foren) schart sich schnell ein tugendwachender Online-Mob zusammen, der es a.) offensichtlich präferiert, leicht verdauliche, vorrangig gute Nachrichten vorgesetzt zu bekommen und b.) ohnehin alles besser weiß.

Also noch einmal: Hier schreibe ich, wie es mir gefällt. Auf angemessen vorgetragene Anmerkungen und Kritik reagiere ich, ansonsten so what! Im Allgemeinen verfügen Browser über eine Adresszeile. Niemand wird gezwungen, hier zu verweilen. Es gibt so viele andere “nette” Blogs, die den jeweiligen Heiligen (Rollenspiel-)Gral goutieren. Farewell.

Immer noch da? Sehr schön – freut mich. Dann können wir uns der Leserpost widmen. Der Absendername wurde geändert und der Text (nach den Fragen) ein wenig gekürzt.

“Guten Abend

 

Zunächst mal: Hervorragend lesbarer Blog. Erfrischend wenig anbiedernd und durchgestreamlined in der Meinung.

 

Auf deinen Blog bin ich leider erst durch Numenera und die aktuelle Kampagne aufmerksam geworden. Mich hatte eigentlich zunächst mal das Werbeversprechen geködert, dass System und Welt den Geist von Möbius und Lawrence (Storm, …) einfangen würden.
Da ich nichts mehr hasse als irgendwelchen Modetrends und Hypes (das spielt bei Numenera leider – ob gut oder nicht gut – eine Rolle) aufzusitzen oder diese sogar mitzutragen, vielleicht drei Fragen an dich als Kritiker:

# Ich mag Möbius und Lawrence. Kann ich dieses Setting über Numenera abbilden? Gibt es alternative und brauchbare Rollenspiele, die das genau so oder vielleicht eher tun? Oder ist da der Markt alternativlos?”

Numenera (r., Monte Cook Games, 2013) (Image: obskures.de)

Creatures of Skyrealms of Jorune (l. – SkyRealms Publishing, 1985), Numenera (r., Monte Cook Games, 2013) (Image: obskures.de)

Vielen Dank für das wohlwollende Feedback. Ich hoffe, Du kannst mit den folgenden Antworten etwas anfangen.

Ja, ich denke, Du kannst mit dem System die Ideen der beiden Comic-Autoren adaptieren.

Würde ich das machen? Vermutlich nicht. Außer Skyrealms of Jorune fällt mir jedoch kein anderes Science Fantasy-Rollenspiel ein, das einen – einigermaßen – vergleichbaren Ansatz verfolgt. Numenera gehört derzeit vermutlich zu den angesagtesten Systemen, doch Popularität und Qualität sind unterschiedliche Dinge. Ausgehend vom Grundregelwerk stellt Monte Cooks Hipster-Rollenspiel für mich ein “Far Future” Dungeons & Dragons dar: Glaives (Kämpfer einschließlich Armor Proficiency – siehe Practiced in Armor, Numenera, p. 29), Jack (Schurken) und Nanos (Magier). Die altbekannte Jagd nach Schätzen und magischen Gegenständen bekommt schlicht einen Nano(-tech)/Weird-Anstrich (Cyphers are almost always scavenged out of old machines … single-use items (Numenera, p. 280), Artifacts are tech devices left over from the civilizations of the past … appear more magic than machine. (Numenera, p. 298) usw.)), aber ansonsten nicht viel Neues in der Neunten Welt. Aus einem Elfenmantel (Schleich-/Tarn-Bonus) wird halt ein Chameleon Cloak (Numenera, p. 302), Detonation (Web) (Numenera, p. 285) ersetzt das viel erprobte “magische” Spinnennetz und dergleichen (seitenweise) mehr. Das ist ja alles so aufregend neu und total weird.

Ich bin jetzt kein großer Science Fantasy-Enthusiast, aber ich würde wohl eher Barbarians of Lemuria hacken, Fate Core oder gar Savage Worlds nutzen, um mit dem Genre zu spielen. Vielleicht hat jemand eine schicke Powered by the Apocalypse-Umsetzung (Apocalypse World, Dungeon World, tremulus) gemacht?

# Das System, den Spielleiter dadurch zu entlasten, dass Spieler auch ihre “defensiven” Würfe würfeln und der Spielleiter so eigentlich kaum was würfelt, fand ich innovativ. Scheinbar ist es woanders entlehnt. Woher (Pathfinder)?

Pathfinder – sicher nicht. Ich kenne jetzt nicht alle Powered by the Apocalypse-Varianten, aber z. B. bei tremulus (Cthulhu-Mythos) würfeln ausschließlich die Spieler. Lady Blackbird und das Cinematic Unisystem kommen meines Wissen ebenfalls ohne Spielleiter-Gewürfel aus. Hollow Earth Expedition oder Fate Core können voraussichtlich ohne großen Aufwand ähnlich gespielt werden. Der Spielleiter setzt einfach den Würfeldurchschnitt an. Bereits in den 90ern würfelten angeblich nur die Spieler in Lost Souls. Sicher bin ich mir hier nicht. Es ist vermutlich nicht vollkommen abwegig, dass die aktuelle Ausprägung dieses Design-Kniffs von Arkham Horror oder anderen Brettspielen angeregt wurde.
Nicht jeder Spielleiter verzichtet im Übrigen gerne auf das Würfeln und Numenera wirkt auf mich nicht sonderlich innovativ.

# Das sonderbare D20-Prinzip mit dem Faktor 3 finde ich irgendwie gewöhnungsbedürftig? Konntest du mal sehen, wie das in der Praxis wirklich ankommt?

Nein, mein Interesse hält sich in Grenzen. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass es sich lohnt, die allermeisten Spiele selbst zu spielen. Numenera und The Strange stehen jedoch sehr, sehr weit hinten auf meiner Liste.

“Alles” hat eine Stufe in Dreierschritten (3, 6, 9, 12, etc.), adäquate Fähigkeiten und Assets reduzieren die Schwierigkeit um maximal vier Stufen. Spieler müssen mit einem 20-seitigen Würfel gleich oder über die verbleibende Schwierigkeitsstufe (mal 3) würfeln. Etwaige Modifikatoren bis +2 werden direkt auf den Wurf addiert. Ab einem Bonus von +3 wird das Ganze wie ein Asset behandelt und von der Schwierigkeitsstufe abgezogen (Numenera, p. 86 f). Darüber hinaus können Spieler Punkte (Effort) ausgeben, um den Wurf weiter zu beeinflussen. Gumshoe?

Vermutlich kennt Herr Cook das deutsche Rollenspiel Midgard nicht, sonst würde die dusselige Depletion-Regel (“Ausbrennwahrscheinlichkeit” – Numenera, p. 298) anders aussehen. “Alles” hat durchgängig Stufen, aber die Nutzung der “magischen” Weirdtech-Artefakte setzt auf einen speziellen, ziemlich blödsinnig umgesetzten Unterwürfel-Mechanismus (Cellular Disruptor: 1 in d10 (Numenera, p. 302), Cypher Bag: 1 in d20 (Numenera, p. 303), Fiery Hellmaker: 1 in d6 (Numenera, p. 304), etc.). Die anderen Würfel in der Sammlung sollen wohl nicht vergammeln? Tolles Design sieht für mich anders aus.

# Apropos Pathfinder: Ich glaube, du magst das System nicht. Wie stehst du eigentlich zu Savage Worlds? Und wo kann man sich mal komprimiert schlau machen, wie das eigentlich “geht”?

Richtig. Pathfinder und auch Savage Worlds stehe ich kritisch gegenüber. Savage Worlds stellt sich mir vorrangig als Puppenrollenspiel mit Battle Maps dar. Sicher, es geht wohl auch ohne, dennoch sind die Tabletop Wargame-Wurzeln überdeutlich sichtbar. Weder die klare Kampforientierung mit dem Shaken-Rumgehampel noch das übermäßig beliebige Kräftesystem (Magie, PSI, Superpowers) machen mich sonderlich an. Gleichwohl sind einige vokale Systembefürworter in der G+ Community Rollenspieler (deutschsprachig) aktiv. Sofern Du mit den bereits angedeuteten Fragestellungen der Online-Rudelbildung kein Problem hast, findest Du dort überdies Anhänger der Ninth World (Numenera). Unter anderem werden für diese beiden Systeme immer wieder (Online-)Spielrunden angeboten.

Wenn du Bock hast zu antworten, ich würde mich freuen. Im Moment bin ich hin- und hergerissen, ob ich in die Starnext-Kampagne pledge.

Herzliche Grüße
A.

Damit endet diese Doktor Sommer-Fragerunde. Ich würde nicht so viel auf das Online-Geplappere geben (ja, dies schließt auch diese Seite ein!), denn letztlich bleibt es ohnehin jedem selbst überlassen, was gefällt oder nicht. Ganz egal, wie Du Dich hinsichtlich Numenera und Savage Worlds entscheidest, viel Spaß beim Spielen!

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Shadowrun Returns Returns in January 2015

Harebrained Schemes. Im Januar 2015 wird die amerikanische Spieleschmiede ein neues Setting für Shadowrun Returns über Kickstarter anbieten. Mir gefällt die Erweiterung Dragonfall ziemlich gut. Entsprechend gespannt warte ich auf die Schwarmfinanzierung von Jordan Weisman & Co..

Shadowrun Returns Returns (Image: Harebrained Schemes)

Shadowrun Returns Returns (Image: Harebrained Schemes)

Modernes Shadowrun 5 bewegt mich nicht sonderlich, weder die zähflüssigen Regeln noch die Gadgetpunk-Betonung kommen bei mir sonderlich gut an. Das Rollenspiel hat sich über die Jahre immer weiter von seinem Ursprungsansatz entfernt. Aus Shadowrunnern, “Anti-Establishment-Aktivisten”, wurden gefühlt immer mehr Söldner, die sich ohne Weiteres meistbietend verdingen. Shadowrun 1 versprühte eine anderes Flair. Wir sind mittlerweile auf Sixth World (Powered by the Apocalypse / Dungeon World Hack) umgestiegen, wenn wir in diese fantastische Zukunft zurückkehren wollen.

Langsam rollt die Werbetrommel für das kommende Shadowrun Returns-Projekt an.

Gregor Hutton trifft es in seinem Cyberpunk(!)-Rollenspiel Remember Tomorrow recht gut, wie ich finde.

“Those books […, Neuromancer, …, Hardwired, …], and this game,  are not about “teams” of “runners” loading up on tech from “MetalBookIV” or Min|Maxing every damage die and +2s out of guns|gear while marking in 40 boxes of damage. Fuck no.

 

These stories are about people, and sometimes machines that become people. They are about personal journeys, where characters seek goals, and the big questions when your stories and goals crash into each other.

 

What harm comes from getting what you want? What badness comes from cutting a deal with a Faction? Was your goal worth it?”
– Remember Tomorrow, p. 43

Cyberpunk bedeutet für mich: Werteverfall und das Ende der Solidarität aus einem dystopischen Technoir-Blickwinkel – die häufig isolierte Menschmaschine im Widerstreit mit dem “Kapital” (Konzerne). Sollte dabei Gesellschaftskritik eine Rolle spielen, stehen eher die Fragen als die Antwort im Vordergrund.

Drachen, Elfen, Zwerge, Magie kommen in diesem Definitionsversuch nicht vor, dennoch kann die Sechste Welt richtig Spaß machen, sobald der unnötige Regelballast über Bord geworfen wird und das Setting und die Stories wieder in den Vordergrund rücken. Dragonfall macht diesbezüglich nicht die schlechteste Figur.

Nach wie vor bleibt die Frage spannend, wie andere andere Cyberpunk oder Shadowrun wahrnehmen? Alleine die Recherche nach einer Definition des Begriffs Cyberpunk bringt unterschiedliche Antworten zutage.

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